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FPÖ-Chef pausiert im Wahlkampf

Nach Fieber-Attacke: Not-Aus bei Hofer

39,4 Grad Fieber – diese Temperatur wurde kurz vor den Duellen im ORF-Studio bei Norbert Hofer gemessen. Sein Sprecher Volker Höferl twitterte: "Norbert Hofer gerade am Küniglberg medizinisch versorgt worden. Fieber gemessen: 39,4 Grad." Eine Ärztin habe ihn daraufhin behandelt, so Höferl gegenüber ÖSTERREICH.

 

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Sorge um Politiker. Am Donnerstag hat Norbert Hofer mehrere Termine gestrichen. Eine Interview-Anfrage von oe24.TV blieb negativ: Alles abgesagt! Der brutale Wahlkampf hinterlässt seine Spuren. Offenbar kämpft Norbert Hofer immer noch mit dem Fieber oder seinen Nachwirkungen. Vorerst muss er also im Wahlkampf pausieren. Unklar bleibt also, wann Hofer seine Termine wieder bei voller Gesundheit wahrnehmen wird können. 

Ein durchaus heikler Zeitpunkt, um gegen eine Grippe zu kämpfen, weil es mitten in der heißen Phase des Wahlkampfs ist. Hofer kämpfte sich bereits durch die ORF-Duelle am Mittwochabend: Kurz vor Beginn sagte sein Sprecher, dass der designierte FPÖ-Chef auf jeden Fall an den Duellen teilnehme. Und kurz nach der Behandlung saß Norbert Hofer schon gegenüber von Liste-Jetzt-Spitzenkandidat Peter Pilz.

Fieber-Notfall & türkis-blaue Paartherapie bei ORF-Duell

Hitzig ging es am Mittwochabend bei der zweiten Runde der TV-Duelle im ORF zu. Heiß dürfte zumindest FPÖ-Chef Norbert Hofer aber wohl nicht nur wegen der Auseinandersetzungen mit den anderen Spitzenkandidaten geworden sein: Kurz vor Sendungsstart musste Hofer noch medizinisch versorgt werden: „Er hat 39,4 Grad Fieber“, bestätigte sein Sprecher ÖSTERREICH. Den Auftritt wollte Hofer sich aber nicht nehmen lassen und so saß er kurz später schon auf dem „heißen Stuhl“ – u. a. auch gegen seinen Ex-Koalitionspartner Sebastian Kurz (ÖVP). Da war Paartherapie angesagt.

'Kickl ist stur' – 'Innenminister muss streng sein'

  • Sebastian Kurz über sein Verhältnis zu Hofer: „Ich bin grundsätzlich keiner, der nachtritt, und in unserem Verhältnis gab es nie ein Problem. Was belastend war, waren die Einzelfälle, vom Rattengedicht bis zum Ibiza-Video. Ich wollte weiterarbeiten, aber es war auch die Sturheit von Herbert Kickl, da im Weg gestanden ist.“
  • Norbert Hofer über die ÖVP: „Es gibt keine Partei, die so lange in der Regierung war wie die ÖVP. Die ÖVP ist sehr machtbewusst.“
  • Kurz über blaue Doppelspitze: „Ich würde mir eine klare Linie in der FPÖ wünschen. Das freundliche Gesicht von Norbert Hofer hier ist etwas ganz anderes als die Untergriffe von Kickl. Und ich würde mir wünschen, dass diese Überschneidungen mit Identitären aufhören.“
  • Hofer über Innenministerium: „Bei diesem Termin nach Auftauchen des Ibiza-Videos hast du Kickl nicht informiert, dass er gehen soll. Vieles vom Erfolg der Regierung kam vom Innenministerium, und ich sage dazu: Ein Innenminister muss streng sein und kein Faserschmeichler.“
  • Hofer über Koalition: „Wir bitten nicht um eine Beteiligung, wir bieten sie an. Bei der ÖVP, auch wenn sie Klarheit plakatiert, ist keine Klarheit gegeben, mit wem sie zusammenarbeiten will.“
  • Kurz antwortet: „Die FPÖ hat notwendige Veränderungen vor sich. Ich hoffe, dass die dir als Parteichef gelingen werden. Ich werde mir sehr genau anschauen, welcher Flügel sich durchsetzt. Der freundliche Hofer oder Kickl.“
     

Werner Kogler gegen Sebastian Kurz

➔ Werner Kogler: „Wie kann ein so junger Kanzler so zukunftsvergessen sein?“, sagte Kogler zu seinem Gegenüber und warf ihm Mauern, Tarnen und Täuschen beim Klimaschutz vor.

➔ Sebastian Kurz: Er wolle Klimapolitik mit Hausverstand. Migration: „Da verstehe ich die Grünen nicht, Politik der offenen Grenzen führt dazu, dass sich mehr auf den Weg machen.“

Norbert Hofer gegen Peter Pilz

➔ Norbert Hofer: „Sie sind ja Kommunist“, schleudert Hofer Pilz entgegen. Vehement ist Hofer gegen ein Verbot der Identitären, „weil wir gegen die Menschenrechtskonvention verstoßen würden“. Bei Islamisten will er „sehr wohl etwas machen.“

➔ Peter Pilz: „Kickl ist eine der größten Gefahren für die Sicherheit, da verstehe ich Kurz. Sogar die FPÖ ist keine Sicherheitspartei mehr.“

Pamela Rendi-Wagner gegen Beate Meinl-Reisinger

➔ Pamela Rendi-Wagner: „Ich weiß nicht, was Sie gegen eine Millionärssteuer haben, vielleicht sollten Sie mit Hans Peter Haselsteiner reden“, kam von der SP-Chefin gleich einmal eine Spitze.

➔ Beate Meinl-Reisinger: „Österreicher zahlen zu viele Steuern. Solange die so hoch sind, darf man sie nicht erhöhen.“ Beim Wohnen machen Sie, Sie sind ja Ärztin, den Patienten noch kranker.“

Peter Pilz gegen Werner Kogler

➔ Peter Pilz: „Ich habe euch darauf hingewiesen, dass wir die Ängste vor dem politischen Islam ernst nehmen müssen“, sagt Pilz und fordert ein Kopftuch- und Kreuzverbot im öffentlichen Dienst.

➔ Werner Kogler: „Bis 10 Jahre, okay, aber das ist ein Blödsinn, wir brauchen doch keinen Aufpasser an der Schultür. Jedes Mal, wenn die ein Problem haben, kommen Kurz und Kickl mit Kopftuchverbot.“

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