Drogenkrieg

500 Tote: Massengrab an WM-Stadion entdeckt

104 Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft sorgt die Sicherheitslage in Mexiko weiterhin für Besorgnis. 

Vor allem rund um den Spielort Guadalajara kam es in der vergangenen Woche nach der Tötung von Kartell-Chef „El Mencho“ zu schlimmen Ausschreitungen. Nun wurde unweit des WM-Stadions ein Massengrab entdeckt.

Wie El Pais berichtet, wurden in der Nähe des Estadio Akron in Guadalajara/Zapopan Hunderte menschliche Überreste in Massengräbern gefunden. Bauarbeiter und Ehrenamtliche stießen bei Grabungen auf zahlreiche Leichensäcke mit menschlichen Überresten, verteilt über mehrere Stellen in einem Umkreis von 16 Kilometern vom Stadion. In den vergangenen Monaten sollen dabei mehr als 500 Beutel mit sterblichen Überresten ausgegraben worden sein.

Video zum Thema: Totales Chaos in Mexiko: Wackelt jetzt sogar die WM?

Die Funde stammen laut Behörden aus mehreren geheimen Grabstellen im Bundesstaat Jalisco, einer Region, die seit Jahren von der Gewalt mächtiger Drogenkartelle geprägt ist. Bei den Toten handelt es sich vermutlich um Opfer des langjährigen Konflikts zwischen rivalisierenden kriminellen Gruppen.

In Guadalajara sollen vier WM-Spiele stattfinden.

 

Die Karte zeigt die Austragungsorte der Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Die Spielorte verteilen sich auf 16 Städte, darunter Vancouver, Toronto, Mexiko-Stadt, Los Angeles, New York und Miami. Die Zeitverschiebung zu Mitteleuropa beträgt je nach Ort 6, 7 oder 9 Stunden. Quelle: APA.

 

 

FIFA-Boss Gianni Infantino betonte zuletzt, dass er vollstes Vertrauen in Mexiko habe.

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