Frankreich

9 Tote bei Lawinenunglück am Mont Blanc

Das Unglück ereignete sich in 4.400 Metern Höhe. Rettungskräfte sind im Großeinsatz.

Sie wollten in ihren Sommerferien etwas ganz Besonderes erleben: Eine Bergsteiger-Gruppe wollte die höchsten Berge der Alpen erklimmen. Doch: Aus dem Bergerlebnis der besonderen Art wurde eine Tragödie.

Verletzter Bergsteiger alarmierte die Rettung
Es passierte Donnerstagfrüh um kurz nach fünf Uhr in mehr als 4.000 Metern Höhe. Wahrscheinlich durch einen der Bergsteiger löste sich am Mont Maudit – einem 4.465 Meter hohen Berg der Mont-Blanc-Gruppe – eine 40 Zentimeter tiefe Schneeplatte und riss eine Gruppe von insgesamt 28 Menschen mit sich in die Tiefe.

Um 5.25 Uhr konnte ein Verletzter den ersten Notruf absetzen. Doch: Für neun Bergsteiger kam jede Hilfe zu spät. Sie konnten nur mehr tot aus dem Eis geborgen werden. Drei Deutsche, ein Schweizer, drei Briten und zwei Spanier starben bei dem Bergdrama. 15 Menschen wurden verletzt. Vier zunächst vermisste Bergsteiger konnten am Abend lebend geborgen werden. Zwei der Bergsteiger waren nicht zu ihrer Tour aufgebrochen, die beiden anderen hatten eine andere Route gewählt.

Zum Unglücks-Zeitpunkt Windböen bis zu 100 km/h
Einer erhöhten Gefahr dürfte sich die verunglückte Expeditions-Gruppe nicht ausgesetzt haben. „Kein Wetterbericht hat vor erhöhter Lawinengefahr gewarnt“, erklärte kurz nach dem Unglück Eric Fournier, Bürgermeister von Chamonix. Aber: In der Region hatte es zum Zeitpunkt der Katastrophe extrem starke Winde von bis zu 100 km/h gegeben. Sie könnten die Schneedecke in der Unglücksregion instabil gemacht haben.

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Neun Tote am Mont Blanc FOTOS

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