Amanda Knox: Doch wieder Freispruch

Italien

Amanda Knox: Doch wieder Freispruch

Auch ihr ehemaliger italienischer Lover wurde freigesprochen.

Das Kassationsgericht in Rom hält die US-Bürgerin Amanda Knox und ihren Ex-Freund Raffaele Sollecito für unschuldig und hat keinen neuen Prozess gegen die beiden Angeklagten angeordnet. Die Richter urteilten, dass die Beweise für eine Verurteilung der Angeklagten nicht ausreichend seien.



Giulia Bongiorno, Rechtsanwältin Raffaele Sollecitos, begrüßte den Freispruch als großen Erfolg und als Ende eines Albtraums, der vor acht Jahren begonnen hatte. Sollecito, der in seinem Heimatort Bisceglie in der süditalienischen Adria-Region Apulien auf das Urteil wartete, war von Bongiorno in ihrem Verteidigungsplädoyer als unschuldiger "Forrest Gump" bezeichnet worden. "Endlich ist all dies zu Ende", sagte Sollecitos Schwester Vanessa. Sollecito war in zweiter Instanz im Jänner 2014 zu 25 Jahren Haft verurteilt worden, Knox zu 28 Jahren.

Die US-Bürgerin erfuhr in ihrer Heimatstadt Seattle von dem Freispruch:

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(c) afp

Jetzt fordert sie Entschädigung
Ihre Rechtsanwalt Carlo Della Vedova erklärte, Knox wolle eine Entschädigung für die vierjährige Haft beantragen, die sie in Italien abgesessen habe.

Wegen Kerchers Todes sitzt nur der Drogendealer Rudy Guede aus Cote d'Ivoire im Gefängnis, dessen DNA am Tatort gefunden wurde. Er wurde zu 16 Jahren Haft verurteilt. Den Ermittlern zufolge wiesen die Stichwunden jedoch stark darauf hin, dass es mehr als einen Täter gab.

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