Kanada hat nach einem Amoklauf in einer Schule Spitzenvertreter des ChatGPT-Entwicklers OpenAI vorgeladen.
Zur Begründung sagte am Montag der Minister für Künstliche Intelligenz (KI), Evan Solomon, das Unternehmen habe interne Bedenken hinsichtlich der späteren Täterin nicht weitergegeben.
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Er habe leitende Mitarbeiter der Sicherheitsabteilung von OpenAI aus den USA nach Ottawa zitiert. Bei dem Treffen solle das Unternehmen seine Sicherheitsrichtlinien erläutern.
Auf die Frage, wie die Regierung die Kanadier vor Gefahren im Internet schützen wolle, hielt sich Solomon bedeckt. "Alle Optionen liegen auf dem Tisch", sagte er lediglich. Vor einigen Tagen hatte eine 18-Jährige mit psychischen Problemen in Tumbler Ridge im Westen des Landes acht Menschen erschossen und sich anschließend das Leben genommen. OpenAI hatte das ChatGPT-Konto der Täterin im vergangenen Jahr wegen Verstößen gegen die Nutzungsrichtlinien gesperrt. Das Unternehmen meldete den Vorfall jedoch nicht den Behörden. Die internen Kriterien für eine solche Meldung seien nicht erfüllt gewesen, hieß es zur Begründung.