Anschlag auf irakische Pipeline

Ölexport gestoppt

Anschlag auf irakische Pipeline

Die Reparatur wird bis zu zehn Tage in Anspruch nehmen.

Aufständische haben im Nordirak eine Pipeline in Brand gesetzt und damit den Ölexport über den türkischen Hafen Ceyhan zum Erliegen gebracht. Das bestätigte ein Sprecher der staatlichen Nord-Ölgesellschaft in der Stadt Kirkuk. Ein Polizeisprecher erklärte, in der Nähe der Stadt Mossul, 400 Kilometer nördlich von Bagdad, sei am Donnerstagmorgen ein Sprengsatz neben der Pipeline detoniert.

Die Explosion habe ein Loch in die Leitung gerissen. Öl trat aus. Eine große Rauchwolke war von weither zu sehen. Ein Sprecher der Ölgesellschaft erklärte, die Reparatur der Pipeline werde sieben bis zehn Tage in Anspruch nehmen.

Der Ölexport ist mit Abstand die wichtigste Einnahmequelle des irakischen Staates. Er wird im Norden über die Türkei und im Süden über den Hafen von Basra abgewickelt. Eine kleine Menge Öl geht an das rohstoffarme Nachbarland Jordanien.

Der Irak hatte durch den Export von Rohöl im vergangenen Monat nach Angaben des Öl-Ministeriums 4,351 Milliarden US-Dollar (3,24 Mrd. Euro) eingenommen. Ein Beamter der in Kirkuk ansässigen staatlichen Nord-Ölgesellschaft sagte, die Förderung in dem Gebiet solle binnen zwei Jahren von derzeit 700 000 Barrel pro Tag auf eine Million Barrel steigen.

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