Saporischschja
Atom-Störfall in der Ukraine
Im ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja (Saporoschje), dem leistungsstärksten Kernkraftwerk Europas, ist nach einer Panne der dritte Reaktorblock abgeschaltet worden. Der technische Defekt hat sich nach Angaben des Kraftwerksbetreibers bereits am 28. November ereignet. Regierungschef Arseni Jazenjuk forderte am Mittwoch Aufklärung von Energieminister Wladimir Demtschischin.
VIDEO: Zusammenschnitt der Pressekonferenz
Nächste Seite: Der Live-Ticker zum Nachlesen
+++ LIVE-Ticker +++
Störfall war bereits am 28. November
Der technische Defekt hat sich nach Angaben des Kraftwerksbetreibers bereits am 28. November ereignet. Regierungschef Arseni Jazenjuk forderte am Mittwoch Aufklärung von Energieminister Wladimir Demtschischin. Der Ressortchef solle Auskunft geben, welche Folgen der technische Defekt habe, sagte Jazenjuk örtlichen Medien zufolge in Kiew. "Nein, es gibt nichts Gefährliches", betonte Demtschischin
Wo genau der Störfall war:
"Störfall - kein Unfall"
Ukraines Premier Jazeniuk hatte zunächst von einem Atomunfall gesprochen. Jetzt relativierte er seine Aussage und spricht von einem "Störfall". Ein Reaktorblick mit einer Bruttoleistung von 1.000 MW ist offenbar betroffen. Dort gibt es einen Stromausfall. Bis Freitag würden die Probleme behoben werden, so Energieminister Wolodimir Demtschischin.
Keine erhöhte Radioaktivität
Laut den Behörden sei bis jetzt keine erhöhte Radioaktivität gemessen worden. Ein Reaktorblock wurde heruntergefahren:
Stromausfall
In dem Block, in dem Reparaturarbeiten nach dem Stöärfall vom 14. November stattfinden, soll es eine Störung der Elektronik gegeben haben.
Regierung: "Keine Gefahr"
Von dem Störfall im Atomkraftwerk Saporoschje im Südosten der Ukraine geht nach Angaben der Regierung keine Gefahr aus. "Es gibt keine Probleme mit den Reaktoren", sagte Energieminister Wolodimir Demtschischin am Mittwoch. Bis Freitag würden die Probleme behoben werden.
Folgen derzeit noch unklar
Die Folgen des Atomunfalls sind offenbar noch nicht absehbar. Betroffen sei das Atomkraftwerk Saporischschja im Südosten des Landes, sagte Ministerpräsident Jazenjuk am Mittwoch in Kiew. Er habe Energieminister Wolodimir Demtschischin angewiesen, dazu eine Pressekonferenz einzuberufen. Der Minister sagte, nach seiner Einschätzung werde der Vorfall bis Freitag behoben sein. Die Nachrichtenagentur Interfax berichtete, ein Reaktorblock mit einer Bruttoleistung von 1.000 MW sei von dem Unfall betroffen. In der Ukraine war es im April 1986 im Kernkraftwerk Tschernobyl zu einem der schlimmsten Atomkatastrophen weltweit gekommen.
Saporischschja - Das ist das AKW
Das Kernkraftwerk versorgt fast den gesamten Süden der Ukraine und ist durch den Wegfall aller vier Blöcke des Kraftwerks Tschernobyl essenziell für die Energieversorgung der Ukraine. Eigentlich sollte der Block nach dem Störfall Mitte November am 5. Dezember wieder hochgefahren werden. Offenbar hat es nun einen Zwischenfall gegeben.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden