Prono-Mafia-Skandal

Beim Sex im Hotelzimmer heimlich gefilmt und Videos verkauft

Eine BBC-Recherche deckt auf, wie Paare in chinesischen Hotels heimlich beim Sex gefilmt werden. Die Aufnahmen werden anschließend online verbreitet – oft gegen Bezahlung. 

Ein Paar musste nach einem Hotelaufenthalt feststellen, dass intime Momente ohne ihr Wissen aufgezeichnet wurden. Der Mann entdeckte das Video später selbst auf einem Social-Media-Kanal, den er zur Suche nach pornografischen Inhalten nutzte. Der Aufenthalt hatte in einem Hotel in Shenzhen stattgefunden.

Mini-Kameras installiert

Laut BBC kommen winzige Kameras zum Einsatz, die nur so groß wie Radiergummis sind und schwer zu entdecken bleiben. Obwohl Pornografie in China offiziell verboten ist und Hotels zu regelmäßigen Kontrollen verpflichtet wurden, existieren solche Aufnahmen seit mindestens einem Jahrzehnt.

Investigativjournalistin Wanqing Zhang beschreibt im BBC-Bericht, dass der Betroffene mit dem Namen „Eric“ zunächst Konsument dieser Inhalte war, später jedoch selbst zum Opfer wurde. Die Videos würden überwiegend über Kanäle im Online-Dienst Telegram verbreitet und seien teils kostenpflichtig abrufbar.

Recherche deckt Technik auf

Dem BBC-Team gelang es, selbst eine Kamera in einem Hotelzimmer zu finden. Sie war in einer Lüftungsöffnung installiert und an die Stromversorgung angeschlossen. Ein Detektor zur Kamerasuche konnte das Gerät nicht aufspüren – nur eine gezielte manuelle Suche führte zum Fund.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten