Coronavirus
Schon jetzt mehr Tote als bei SARS-Epidemie
China hat den bisher stärksten Anstieg von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und Todesfällen innerhalb eines Tages gemeldet. An der Lungenkrankheit seien erneut 57 Menschen gestorben, teilte die Gesundheitskommission am Montag in Peking mit. Damit sind nun offiziell 361 Todesfälle in China zu beklagen. Die Zahl der bestätigten Infektionen kletterte den Angaben zufolge um 2829 auf 17.205. Weltweit sind rund 180 Fälle in etwa zwei Dutzend Ländern bestätigt.
Die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Virus ist mittlerweile höher als während der Sars-Epidemie der Jahre 2002 und 2003. An diesem Erreger waren damals in Festlandchina laut der offiziellen Bilanz 349 Menschen gestorben.
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Todesfall in Manila
Der erste bekannte Todesfall außerhalb Chinas wurde in der philippinischen Hauptstadt Manila verzeichnet. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) handelt es sich um einen Chinesen aus der Millionenstadt Wuhan in Hubei. Wuhan gilt als Ausgangsort der Epidemie.
Sieben aus Wuhan heimgeholte Österreicher sind am Sonntagabend wohlbehalten in Wien-Schwechat angekommen. Sie wurden zur Erstversorgung in das Hygienezentrum der Stadt Wien gebracht werden, wo auch die Abstriche für die Virus-Tests erfolgen. Krankheitsfall war keiner bekannt, dennoch wird es eine 14-tägige Quarantäne geben.
Neuer Fall auch in den USA
Unter den weiteren knapp 250 Menschen, die gemeinsam mit den Österreichern von einer französischen Maschine aus Wuhan ausgeflogen worden waren, wurden etwa 20 wegen möglicher Symptome des Coronavirus noch am Ort der ersten Landung auf der französischen Luftwaffenbasis Istres-Le Tube auf den Erreger getestet. Bisher gibt es in Frankreich sechs bestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Erreger.
Die kalifornische Gesundheitsbehörde hat unterdessen neunten Fall einer Infektion mit dem Virus in den USA bestätigt. Die Frau und ihre Familie sei in ihrem Haus in Santa Clara unter Quarantäne. Die Frau ist kürzlich von einer Reise nach Wuhan zurückgekehrt. Die US-Gesundheitsbehörden stufen die Risiken für die Vereinigten Staaten aber weiterhin niedrig ein, Präsident Donald Trump behauptete in einem TV-Interview gar, man habe das Virus "ausgeschaltet".
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