Einbrecher klagt: Beute war wertlos

Bei Zeitung

Einbrecher klagt: Beute war wertlos

Berühmter Mega-Kleider- schrank soll voller Fälschungen gewesen sein.

Über dieses ungewöhliche Paket staunten die Journalisten der Houston Press: Ein mutmaßlicher Einbrecher schickte der US-Zeitung gefälschten Schmuck, den er angeblich Anfang August erbeutet hatte. Die Geschichte vom Einbrecher, der einen berühmten Riesen-Kleiderschrank ausgeräumt und Juwelen und Markenware im Wert von Hunderttausenden Dollar mitgehen ließ, beschäftigte damals die lokalen Medien. Der Täter aber ärgerte sich: Er hatte tatsächlich bloß Fälschungen geklaut und wandte sich an die Zeitung, um Klartext zu sprechen.

Opfer hatte im TV mit Schmuckschrank geprahlt
Der Mann kündigte der Zeitung per Telefon mit verzerrter Stimme an, einige Schuckstücke aus der Beute zu senden. Tatsächlich kam wenig später ein Paket mit Schmuck in der Redaktion an. Mit dabei: Ein Medallion mit einer Haarlocke, die vom verstorbenen Sohn der Besitzerin stammen soll. Diese hatte nur wenige Wochen vor dem Einbruch im Fernsehen mit ihrem riesigen Kleider- und Schmuckschrank angegeben.

Erpressungs-Versuch
Wie der mutmaßliche Einbrecher im Gespräch mit der Houston Press erzählte, habe er zuvor mit dem Opfer Kontakt aufgenommen und eine halbe Million Dollar verlangt. Im Gegenzug würde er der Presse nichts von den Fälschungen in ihrem berühmten Kleider- und Schmuckschrank erzählen. Da diese seinen Forderungen nicht nachgekommen sei, habe er die Zeitung kontaktiert.

Wollte Frau die Versicherung betrügen?
Noch sind für Ermittler und Journalisten viele Fragen offen. Ist der mysteriöse Anrufer tatsächlich der Einbrecher? Handelt es sich bei der Beute wirklich um Fälschungen? Und stammt der gesendete Schmuck vom Ort des Verbrechens? Kurz nachdem das Paket bei der Houston Press angekommen ist, verständigten die Journalisten die Polizei. Diese nahm umgehend die Ermittlungen auf. Ob das Opfer des Einbruchs mit Schwierigkeiten - etwa wegen versuchten Versicherungsbetruges - rechnen muss, wird sich zeigen.

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