Vorladung

Epstein-Skandal: Bill Gates soll vor US-Abgeordneten aussagen

US-Abgeordnete wollen Microsoft-Gründer Bill Gates im Skandal um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein anhören.

Gates sei für den 10. Juni vorgeladen, hieß es am Dienstag aus informierten Kreisen in Washington. Ein Gates-Sprecher erklärte, der Unternehmer wolle alle Fragen beantworten. Er sei aber niemals Zeuge von Epsteins illegalem Verhalten gewesen oder habe sich daran beteiligt.

In den vom US-Justizministerium veröffentlichten Epstein-Dokumenten war auch Gates Name aufgetaucht. Die Akten enthielten den Entwurf einer E-Mail, in dem Epstein von angeblichen Affären des Microsoft-Gründers spricht. Der Sexualstraftäter schrieb darin, er habe dem Unternehmer geholfen, "Medikamente zu besorgen, um die Folgen von Sex mit russischen Mädchen zu bewältigen". Gates gab daraufhin Affären mit zwei russischen Frauen zu.

Epstein stand unter Verdacht, mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen sexuell missbraucht und teils an Prominente vermittelt zu haben. Er wurde 2008 erstmals verurteilt, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Nach einem umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft musste er jedoch nur 13 Monate Haft absitzen. Einen Monat, nachdem Epstein 2019 unter anderem wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erneut festgenommen worden war, wurde er tot in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden. Nach offiziellen Angaben beging er Suizid.

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