Erdogan

Kein Grund genannt

Erdogan fehlte bei Konzert in Hamburger Elbphilharmonie

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Ein Treffen mit Putin ist für Samstag geplant. 

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und seine Ehefrau Emine sind dem feierlichen Konzert in der Hamburger Elbphilharmonie am Rande des G-20-Gipfels ferngeblieben. Aus dem Umfeld Erdogans hieß es, der Präsident sei stattdessen am Freitagabend nach dem ersten Gipfeltag in sein Hotel in Hamburg gefahren.
 
Er habe dort eine Besprechung mit seinen mitreisenden Ministern gehabt. Ein Grund für das Fernbleiben wurde nicht genannt.
 
In der ersten Reihe blieben bei dem Konzert zwei Plätze frei, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Für Samstag früh um 08.00 Uhr war nach dpa-Informationen ein Treffen Erdogans mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Rande des G-20-Gipfels geplant.
 
In der Elbphilharmonie wurden für die Staats- und Regierungschefs und deren Partner am Abend Beethovens 9. Sinfonie gespielt, das Hauptthema des letzten Satzes ist die Hymne der Europäischen Union. Gipfel-Gastgeberin Angela Merkel hatte sich das Stück gewünscht. Die deutsche Regierung hatte dem türkischen Präsidenten einen Auftritt vor Landsleuten am Rande des G-20-Gipfels untersagt. Erdogan hatte das Verbot in der Wochenzeitung "Die Zeit" als "sehr hässlich" bezeichnet und gesagt: "Deutschland begeht Selbstmord."
 
Erdogan-Berater Ilnur Cevik kritisierte in der regierungsnahen Zeitung "Daily Sabah", Deutschland als G-20-Gastgeber "zeigt offen seine Opposition gegen Präsident Erdogan". Weiters schrieb er, Erdogan wisse um die "extrem negative Haltung" der deutschen Regierung gegenüber seiner Person. "Er ist sich auch bewusst, dass sich diese negative Haltung in deutsche Staatspolitik gegen die Türkei verwandelt hat."
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