Symbolbild

110 Tote

Explosion von Munitionsfabrik im Jemen

Neunzig weitere Menschen wurden verletzt.

110 Menschen sind am Montag bei der Explosion einer Munitionsfabrik im Jemen ums Leben gekommen. Viele weitere Menschen, darunter auch Frauen und Kinder, wurden verletzt. Die Explosion ereignete sich nahe der Stadt Jaar in der Provinz Abyan im Süden des Jemen. Die Fabrik in der Provinz Abyan war zuvor von Islamisten gestürmt und ausgeplündert worden.

Die Extremisten nutzen nach Informationen jemenitischer Medien den seit Wochen andauernden Machtkampf zwischen Präsident Ali Abdullah Saleh und seinen Gegnern aus, um ihren Einflussbereich zu vergrößern. Vor diesem Szenario warnen US-Terrorismusexperten schon seit längerer Zeit.

Die Nachrichten-Website "Marib Press" berichtete, die Explosion habe sich ereignet, als Anwohner auf das Fabrikgelände in der Ortschaft Al-Hisn kamen, nachdem die "Jihadisten" wieder abgezogen waren. Das für Patronen bestimmte Pulver, das auf dem Gelände lagerte, habe sich entzündet.

Laut "Marib Press" gelang es den Extremisten nicht, eine Zementfabrik in Abyan unter ihre Kontrolle zu bringen. Dort seien sie von Angehörigen der lokalen Stämme aufgehalten worden, hieß es. Es sei ihnen aber gelungen, in der Stadt Jaar in eine Villa des Präsidenten und in die lokale Radiostation einzudringen.

 

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