Flüchtling musste gratis McDonald's putzen

Dreckige Geschäfte

Flüchtling musste gratis McDonald's putzen

Er glaubte, dafür würde er eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen.

Ein Skandal erschüttert die Schweiz: die Reinigungsfirma Top Clean Multiservices S.à r.l. hat Flüchtlinge ohne Bezahlung und fast ohne Pausen arbeiten lassen, berichtet die Schweizer Gewerkschaftszeitung "work".

Die Flüchtlinge sollten eine zweiwöchige Ausbildung ohne Lohn absolvieren und danach noch drei weitere Monate gratis arbeiten. Dafür würden sie dann einen Arbeitsvertrag und eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen.

Keine Pausen
Fast täglich schufteten die Flüchtlinge von 23 bis 8 Uhr - nahezu ohne Pausen. Innerhalb von 40 Tagen habe er nur vier Tage frei gehabt, berichtet ein Sudanse. Beklagen wollte er sich nicht, weil er glaubte, Gratis-Arbeit sei Grundvoraussetzung für eine Aufenthaltsgenehmigung.

Die Staatsanwaltschaft hat jetzt Strafanzeige gegen die Firma eingereicht. Kurz darauf wurden dem Mann aus dem Sudan im Flüchtlingsheim 3.000 Franken (rund 2.700 Euro) angeboten. Er lehnte ab. McDonald's Schweiz distanzierte sich von der Firma Top Clean. Diese sei lediglich eine Lieferantin gewesen.

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