Um 46 Millionen Euro

Flüchtlinge: Jetzt baut EU Unterkünfte in Dschibuti

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Konkrete Projekte zum "Migrationsmanagement" in Planung.

Die EU-Pläne für ein "Migrationsmanagement" in Afrika nehmen Gestalt an. Die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) teilte am Freitag in Berlin mit, mit ersten Regierungen, darunter in Dschibuti und im Sudan, seien bereits Gespräche über konkrete Projekte geführt worden. Noch in diesem Jahr solle die Umsetzung beginnen.

Geplant sei, "dass in beiden Ländern mehr Unterkünfte entstehen, in denen Flüchtlinge eine gute Versorgung erhalten". Als weitere "Partnerländer" wurden den Angaben zufolge Äthiopien, Eritrea, Somalia, Südsudan, Kenia, Ägypten, Tunesien und Uganda identifiziert.

Vor allem für unbegleitete Jugendliche soll in diesen Ländern auch eine psychosoziale Betreuung aufgebaut werden. Für Opfer von Menschenhandel will die GIZ "Safe Houses" einrichten. Geplant sind auch Schulungen für Justizbeamte, Grenzschützer und Ermittler. In den einzelnen Staaten werde man auch mit lokalen Nichtregierungsorganisationen zusammenarbeiten, sagte eine Sprecherin.

Für das "Migrationsmanagement" am Horn von Afrika haben EU und deutsche Bundesregierung zusammen 46 Millionen Euro bereitgestellt. Das Projekt soll bis März 2019 laufen. Die GIZ leitet ein Konsortium, dem auch Frankreich, Italien, Malta und Großbritannien sowie Institutionen aus der Region angehören. Die GIZ betonte, alle Aktivitäten des Projekts stünden im Einklang mit internationalem Völkerrecht, "Internierungslager mit Haftzellen oder militärische Trainings sind ausgeschlossen".

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