Drogen-Haie

Forscher finden schockierende Spuren bei Raubfischen

Vor den Bahamas haben Wissenschaftler eine überraschende Entdeckung gemacht: In mehreren Haien wurden Rückstände von Drogen und Medikamenten gefunden. Die Ursache liegt nicht bei den Tieren selbst, sondern beim Menschen. 

Bei einer Studie stießen Forscher bei Dutzenden Haien auf auffällige Spuren verschiedener Substanzen. Neben Koffein wurden auch harte Drogen wie Kokain in einigen Tieren nachgewiesen. Der Fund zeigt, wie stark selbst abgelegene Meeresgebiete inzwischen belastet sind.

Verschmutzung als Hauptursache

Die Stoffe gelangen über Umwege ins Meer. Vor allem Abwässer und menschliche Aktivitäten sorgen dafür, dass Rückstände von Drogen, Medikamenten und anderen Substanzen in den Ozean gelangen. Diese verteilen sich im Wasser und werden schließlich von Meeresbewohnern aufgenommen.

Die Raubfische kommen mit den Substanzen eher zufällig in Kontakt. Beim Jagen oder Erkunden ihrer Umgebung nehmen sie Partikel aus dem Wasser auf, darunter auch belastete Stoffe. In Einzelfällen könnten sogar ins Meer gelangte Drogenpakete eine Rolle spielen.

Deutliches Warnsignal 

Welche Folgen das für die Tiere hat, ist noch nicht abschließend geklärt. Erste Hinweise deuten jedoch darauf hin, dass solche Stoffe Stress verursachen und den Organismus beeinflussen könnten.

Die Ergebnisse zeigen, wie weitreichend die Verschmutzung der Meere bereits ist. Selbst große Raubtiere bleiben davon nicht verschont. Für Forscher ist klar: Ohne strengere Maßnahmen gegen Umweltbelastung könnten solche Funde künftig noch häufiger werden.

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