Phoenix

Frau aus 
Todeszelle: 
Neustart ins Leben

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© AP
Die „Berlinerin“ kam nach 24 Jahren Haft in Phoenix frei: Sie tastet sich zurück ins Leben.
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Für diesen Moment hatte Ex-Todeskandidatin Debra Milke (49) gelebt, die fast 24 Jahre Haft als Unschuldige ertragen. Nun war es so weit: Die in Berlin geborene Amerikanerin konnte nach ihrer Freilassung erstmals ihre Mutter Renate Janka (70) in die Arme schließen. Ein Video hält die dramatische Szene fest: Die Frauen schreien vor Freude, drücken sich, berühren das Gesicht der anderen, drücken sich wieder. Janka hatte ihre Tochter zwar jedes Jahr besucht: Doch da saß Milke im orangen Haftoverall mit einer Kette um den Bauch hinter Panzerglas.

Justizskandal
Milke war wegen Beihilfe zum Mord an ihrem Sohn (†4) 1989 verhaftet und zum Tod verurteilt worden. Ein Berufungsgericht erklärte jedoch das Verfahren für ungültig, da Milkes Schuldspruch auf einem von einem korrupten Cop „erfundenen Geständnis“ basierte. Der Prozess soll Ende des Jahres wiederholt werden, Milke kaum auf Kaution frei.

„Einander zu halten war der sehnlichste Wunsch in unserem Leben“, ließ Janka ÖSTERREICH über die Anwälte ihrer Tochter ausrichten: „Jetzt, als der Traum in Erfüllung ging, halten wir nur noch Hände.“ Beide zitterten beim Treffen vor Aufregung. Milke lebt in einer von Helfern organisierten Wohnung. Sie beginnt ihr neues Leben.
(bah)

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