Schlechte Nachrichten für Italien-Urlauber kurz vor den Osterfeiertagen: In beliebten Regionen wie Kampanien breitet sich derzeit das Hepatitis-A-Virus rasant aus. Erste Länder haben bereits reagiert.
Reisende müssen sich in den kommenden Wochen auf gesundheitliche Risiken und Einschränkungen in der Gastronomie einstellen. In der italienischen Region Kampanien, zu der Hotspots wie Neapel, Capri und die Amalfiküste gehören, verzeichnen die Behörden seit Januar 2026 einen deutlichen Anstieg der Hepatitis-A-Fälle.
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Laut dem Überwachungssystem Seieva wurden in dem Gebiet bereits 65 Infektionen gemeldet, wobei sich Ende März 70 Personen in stationärer Behandlung befanden.
Ursache in Meeresfrüchten vermutet
Die Experten führen die Ausbreitung mutmaßlich auf den Verzehr von infizierten Meeresfrüchten zurück. Höchstwahrscheinlich waren zunächst Muscheln betroffen, wodurch sich das Virus von Kampanien aus in weitere Regionen, darunter auch die Hauptstadt Rom, verbreiten konnte. Hepatitis A führt zu einer Leberentzündung und verursacht Symptome wie Übelkeit, Fieber, extreme Müdigkeit sowie die typische Gelbsucht. Die Übertragung erfolgt meist über Schmierinfektionen oder verunreinigte Lebensmittel.
Strenge Verbote für Restaurants
Aufgrund der aktuellen Lage haben die Verantwortlichen in Neapel drastische Maßnahmen ergriffen: Gastronomiebetriebe dürfen bis auf Weiteres keine rohen Meeresfrüchte mehr servieren oder anbieten. Wer gegen diese Anordnung verstößt, muss mit einer saftigen Buße von bis zu 20.000 Euro rechnen. Urlauber sollten daher bei Restaurantbesuchen besonders vorsichtig sein und auf den Verzehr roher Produkte verzichten.
Reisewarnungen und Impfschutz
Deutschland hat seine Reisehinweise für Italien bereits aktualisiert und warnt offiziell vor dem Ausbruch. Reisende aus Österreich und anderen Nachbarländern sollten ihren Impfschutz vor der Abreise überprüfen, da die Osterzeit als Hauptreisezeit gilt und viele Touristen in den Süden zieht.