Ein massives Sturmtief zieht aktuell über Kroatien und bringt extreme Wetterbedingungen mit sich. Der kroatische Wetterdienst hat für weite Teile der Küste die höchste Warnstufe ausgerufen – ein Szenario, das auch tausende österreichische Urlauber betrifft.
Nach einem kurzen Zwischenhoch erfasst eine neue, heftige Schlechtwetterfront unser Nachbarland. Der kroatische Wetterdienst (DHMZ) warnt eindringlich vor orkanartiger Bura, starkem Regen und Schneefall in den höheren Lagen. Besonders für die Kvarner-Bucht und die Velebit-Region gilt bereits der rote Meteoalarm.
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In diesen Küstengebieten sowie in Istrien wird mit Windgeschwindigkeiten gerechnet, die massive Schäden anrichten können. Die Behörden warnen die Bevölkerung und Touristen explizit vor herumfliegenden Trümmern und raten dringend dazu, sich nicht im Freien aufzuhalten.
Experten erklären das Extremwetter
Meteorologen der naturwissenschaftlichen Fakultät erklären die Wucht des Sturms mit einer außergewöhnlichen Wetterlage. Eine Kaltfront aus Skandinavien hat über Norditalien ein kleines, aber sehr tiefes Tiefdruckgebiet gebildet. Der gewaltige Druckunterschied führt nun zu den extremen Windgeschwindigkeiten entlang der Adria.
Die Experten betonen, dass solche extremen Wetterereignisse künftig häufiger auftreten werden. Stürme, die bisher als Jahrhundert-Ereignisse galten, häufen sich. Das bedeutet auch für Urlaubsplanungen eine Umstellung, da dynamische Windlasten auf Gebäude, Dächer und Infrastruktur zunehmen werden.
Besserung erst am Wochenende in Sicht
Während am Mittwoch der absolute Höhepunkt des Sturms erwartet wird, bei dem auch in Dalmatien Starkregen und im Gorski Kotar Schnee fallen soll, ist eine Entspannung erst für das Ende der Woche prognostiziert.
Ab Freitag soll der Wind allmählich abflauen und die Temperaturen wieder steigen. Pünktlich zum Wochenende dürfen sich Einheimische und Urlauber wieder auf ruhigeres, sonnigeres Wetter freuen. Bis dahin bleibt die Situation in den betroffenen Gebieten jedoch angespannt.