Bitcoin-Erpressung

Iran droht Öltankern ohne Erlaubnis mit Zerstörung

Der Iran droht Öltankern in der Straße von Hormuz mit Zerstörung, falls sie ohne Erlaubnis passieren. Zudem verlangt das Regime hohe Gebühren in Kryptowährungen für die Durchfahrt der Wasserstraße.

Heute verbreitete das iranische Regime eine Funkbotschaft an alle Ölschiffe in der wichtigen Wasserstraße, wie die "Daily Mail" berichtet. Darin hieß es unmissverständlich: "Falls Schiffe versuchen, ohne Erlaubnis durchzufahren, werden [sie] zerstört." Während des aktuellen zweiwöchigen Waffenstillstands im Iran-Krieg versucht Teheran damit, die volle Kontrolle über die Passage zu behalten, durch die normalerweise rund 20 Prozent des weltweiten Öls und Gases transportiert werden.

Die Islamische Republik fordert von den Schifffahrtsunternehmen enorme Gebühren in Kryptowährungen. Laut Hamid Hosseini, Sprecher einer iranischen Exportunion, liege der Zoll bei einem US-Dollar pro Barrel Öl. Das Verfahren sei streng: Schiffe müssen ihre Ladung per E-Mail melden, woraufhin der Oberste Nationale Sicherheitsrat die Krypto-Summe festlegt. "Sobald die E-Mail eintrifft und der Iran seine Bewertung abgeschlossen hat, erhalten die Schiffe ein paar Sekunden Zeit, um in Bitcoin zu bezahlen, damit diese aufgrund von Sanktionen nicht zurückverfolgt oder beschlagnahmt werden können", erklärte Hosseini laut "Daily Mail" gegenüber der "Financial Times".

Trump setzt auf Konfrontation

US-Präsident Donald Trump reagierte bereits am Dienstagabend via Truth Social und machte deutlich, dass der Waffenstillstand an Bedingungen geknüpft sei. Er fordert die "vollständige, sofortige und sichere Öffnung der Straße von Hormuz". Der iranische Außenminister Abbas Araghchi betonte hingegen, dass der Verkehr nur in Koordination mit den iranischen Streitkräften fließen werde.

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