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Angriff auf Israel: Iran warnt USA

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Der Iran hat in der Nacht auf Sonntag erstmals Israel direkt angegriffen.

Mehr als 300 Drohnen und Raketen seien auf Israel abgefeuert worden, teilte Armeesprecher Daniel Hagari am Sonntag in der Früh mit. 99 Prozent davon seien abgeschossen worden, sagte er. Viele Geschoße wurden auch von der US-Armee abgefangen, die unter anderem im Irak präsent ist. Zeitgleich gab es auch Angriffe der libanesischen Hisbollah-Miliz und der jemenitischen Houthi-Rebellen.

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Hagari bezeichnete das Vorgehen des Iran als "sehr schwerwiegend" und wies Vermutungen zurück, wonach Teheran keinen Schaden erzielen wollte. Der Einsatz ballistischer Raketen sei eine klare Eskalation gewesen, betonte er. Der Armeesprecher äußerte sich bedeckt zur Antwort Israels. Weitere Maßnahmen würden diskutiert, sagte er. Die Streitkräfte seien weiterhin voll einsatzfähig. Man habe einen "sehr bedeutsamen strategischen Erfolg" erzielt. So habe keine der 170 Drohnen und 30 Marschflugkörper israelisches Territorium erreicht, von den 120 Raketen sei dies nur wenigen gelungen. Neben den USA dankte Hagari auch Frankreich für die Unterstützung. In der Früh öffneten sowohl Israel als auch Jordanien, Irak und Libanon ihren Luftraum wieder.

Mit Spannung wurde erwartet, wie Israel reagieren würde. Verteidigungsminister Yoav Gallant hatte am Freitag bekräftigt, dass ein direkter Angriff des Iran "eine angemessene israelische Antwort gegen den Iran erfordern" werde. Der israelische Fernsehsender Channel 12 berichtete unter Berufung auf einen Regierungsbeamten, dass es eine "bedeutende Antwort" auf den Angriff geben werde. Generalstabschef Herzi Halevi führe im Einsatzzentrum der Luftwaffe eine Lagebeurteilung durch, teilte das Militär in der Nacht mit.
 

 

Iranisches Regime drohte mit Vergeltung 

Das iranische Regime drohte mit Vergeltung, sollte es zu einem israelischen Militärschlag kommen. Man werde jeden israelischen Angriff auf iranische "Interessen, Vertreter oder Bürger" vergelten, teilte der Kommandant der mächtigen Revolutionsgarden mit. Von der Armeeführung ist es, dass auf eine Vergeltung ein "größerer Schlag" folgen werde als jener der vergangenen Nacht. Der Iran stellte den Angriff auf Israel als angemessene Reaktion für die Tötung von zwei iranischen Generälen bei einem Luftangriff auf die Botschaft Teherans in Syrien Anfang April dar. Damit könne "die Angelegenheit als abgeschlossen betrachtet werden", betonte die iranische UNO-Vertretung in New York.

Hagari hatte in der Nacht berichtet, dass unter den Geschoßen auch Dutzende Boden-Boden-Raketen seien. "Die große Mehrheit der Raketen wurde von unserer Raketenabwehr noch außerhalb der Grenzen Israels abgefangen." Nur eine kleine Anzahl von Raketen sei auf israelischem Gebiet eingeschlagen. Dabei sei ein Mädchen verletzt worden. Außerdem wurde Hagari zufolge eine Militärbasis im Süden des Landes getroffen und leicht beschädigt. Israelische Kampfflugzeuge hätten mehr als zehn iranische Marschflugkörper außerhalb des israelischen Staatsgebiets abgefangen.

 


Kurze Zeit später teilte der israelische Heimatschutz mit, dass sich die Einwohner im Norden und Süden des Landes nicht mehr in der Nähe von Schutzräumen aufhalten müssen. Zunächst war unklar, ob dies das Ende des Angriffs signalisierte. Verteidigungsminister Yoav Gallant sagte am Sonntag in der Früh, Israel habe eine erste große Welle von Drohnen- und Raketenangriffen abgewehrt. Die Konfrontation sei aber noch nicht vorbei, fügte er hinzu. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte auf dem Kurznachrichtendienst X: "Wir haben abgefangen, wir haben abgewehrt, zusammen werden wir gewinnen." Präsident Yitzhak (Isaac) Herzog dankte dem israelischen Militär, aber auch dem Verbündeten USA. "Segne die Koalition der Nationen unter der Führung der USA" und ihrem Präsidenten, teilte Herzog am Sonntag in der Früh auf X mit.

Biden wertet Angriff als Misserfolg

US-Präsident Joe Biden teilte am späten Samstagabend (Ortszeit) mit, dass der iranische Angriff auch wegen der Beteiligung von Kampffliegern und Zerstörern der USA ein Misserfolg gewesen sei. "Wir haben Israel dabei geholfen, praktisch alle einfliegenden Drohnen und Raketen abzufangen", betonte er. Aus US-Regierungskreisen war zuvor verlautet, dass die US-Streitkräfte "Dutzende" iranische Geschoße aus der Luft geholt hätten. Die USA sind mit zahlreichen Stützpunkten in der Region präsent, unter anderem mit 2.400 Soldaten im westlichen Nachbarland des Iran, Irak. Im Vorfeld der Attacke hatte das US-Militär seine Präsenz in der Region noch verstärkt.

Der Iran hat nach eigenen Angaben all seine Ziele durch den Angriff mit Drohnen und Raketen auf Israel erreicht. Armeechef Mohammed Bagheri sagte am Sonntag im iranischen Fernsehen: "Die Operation 'Ehrliches Versprechen' ist zwischen gestern Abend und heute Früh mit Erfolg ausgeführt worden und hat all ihre Ziele erreicht."

Biden äußerte sich nach einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Netanyahu. Auch Verteidigungsminister Lloyd Austin telefonierte mit seinem Amtskollegen Gallant und betonte, dass das Land weiterhin auf "volle Unterstützung" bei seiner Verteidigung gegen Angriffe durch den Iran und seine Verbündeten zählen könne. Gallant und Austin lobten in dem Gespräch die "außerordentlichen Verteidigungsmaßnahmen" und die "starke Zusammenarbeit" bei der Abwehr des iranischen Angriffs.

Einsatzzentrum der israelischen Luftwaffe

Generalstabschef Herzi Halevi führt im Einsatzzentrum der Luftwaffe eine Lagebeurteilung durch.

© APA/AFP/Israeli Army
× Einsatzzentrum der israelischen Luftwaffe

Biden zog im Gespräch mit Netanyahu aber auch eine "rote Linie", wie der US-Nachrichtensender CNN berichtete. Demnach würden sich die USA an keinen offensiven Militäraktionen gegen den Iran beteiligen. Laut dem US-Sender NBC hatte Biden die Befürchtung geäußert, von Netanyahu in den Konflikt hineingezogen zu werden. Einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens zufolge übermittelte Teheran den USA über die Schweizer Vertretung die Botschaft, dass die US-Militärstützpunkte ins Visier des Iran geraten werden, sollte Washington den erwarteten Vergeltungsschlag Israels unterstützen.

Raketensalven auf Israel abgefeuert

Zeitgleich mit dem iranischen Luftangriff auf Israel führten auch die Hisbollah-Miliz im Libanon sowie die Houthi-Rebellen im Jemen Angriffe gegen israelische Ziele. Die mit dem Iran verbündete Hisbollah feuerte innerhalb weniger Stunden zwei Raketensalven auf Israel ab, wie sie am Sonntag in der Früh mitteilte. Binnen weniger Stunden habe sie wiederholt "dutzende Raketen vom Typ Katjuscha" auf drei israelische Militärstützpunkte auf den besetzten Golanhöhen abgefeuert.

Die auf maritime Sicherheit spezialisierte Firma Ambrey erklärte unterdessen, die Houthi-Rebellen hätten "in Abstimmung mit dem Iran" Drohnen in Richtung Israel abgefeuert. Mögliche Ziele seien Häfen, teilte das Unternehmen mit. Es warnte vor "Kollateralschäden" für die Schifffahrt. Im Kibbutz Snir im Norden Israels nahe der Grenze zum Libanon wurden in der Nacht die Alarmsirenen ausgelöst, wie die israelische Armee mitteilte.

Explosionen auch im kurdischen Nordirak

Auch aus dem kurdischen Nordirak wurden Explosionen gemeldet. Augenzeugen und kurdischen Medien zufolge gingen in der Nacht zum Sonntag rund 20 Raketen in der Provinz Erbil nieder, wo unter anderem ein US-Konsulat und eine US-Militärbasis liegen. An dem Konsulat seien Warnsirenen zu hören gewesen. Der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge wurde auch in Syrien, das mit dem Iran verbündet ist, die Luftabwehr aktiviert.

Die radikal-islamische Hamas begrüßt den iranischen Angriff. "Wir in der Hamas betrachten den Militäreinsatz der Islamischen Republik Iran als natürliches Recht und als verdiente Antwort auf das Verbrechen im iranischen Konsulat in Damaskus und auf die Ermordung mehrerer Führer der Revolutionsgarden", erklärt Hamas mit Blick auf den Israel zugeschriebenen Angriff auf das Botschaftsgelände in Syrien am 1. April.

Jerusalem

Jerusalem bei Sonnenaufgang, nach dem massiven iranischen Luftangriff. Das Mullah-Regime feuerte mehr als 300 Drohnen und Raketen auf Israel ab.

© APA/AFP/RONALDO SCHEMIDT
× Jerusalem

International wurde der iranische Angriff scharf verurteilt, unter anderem von Bundeskanzler Karl Nehammer und Außenminister Alexander Schallenberg (beide ÖVP). UNO-Generalsekretär António Guterres äußerte die Furcht vor einer katastrophalen Zuspitzung im Nahost-Konflikt. Auf Ersuchen Israels sollte der UNO-Sicherheitsrat am Sonntagnachmittag (16 Uhr Ortszeit, 22 Uhr MESZ) zu einer Sitzung zusammenkommen.

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 22:03

Baerbock will EU-Sanktionen gegen Iran ausweiten

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock wirbt für weitere Sanktionen gegen den Iran als Folge des Angriffs auf Israel. Baerbock verweist im ARD-Brennpunkt darauf, dass es bereits EU-Sanktionen gegen das Mullah-Regime wegen der Lieferung von Drohnen an Russland gebe. "Ich werbe intensiv dafür, dass wir die ausweiten mit Blick auf den Iran", sagt Baerbock. "Wir sehen, wie gefährlich sein Agieren ist."

 20:55

Moskau und Teheran warnen vor weiteren Provokationen

Wenige Stunden nach dem iranischen Angriff auf Israel und vor einer drohenden Reaktion des israelischen Militärs haben die Außenminister Russlands und des Irans vor "neuen gefährlichen Provokationen" gewarnt. Diese könnten nach Meinung des russischen Außenministers Sergej Lawrow und seines iranischen Kollegen Hussein Amirabdollahian zu verstärkten Spannungen in Nahost führen. "Wie festgestellt wurde, können eine weitere Eskalation der Situation in der Region und neue gefährliche provokative Handlungen zu einer Zunahme der Spannungen im Nahen Osten führen", berichtete das russische Außenamt am Sonntag über den Inhalt des Telefonats der beiden Minister.

 18:20

G7 verurteilen Irans Angriff auf Israel und rufen zu "Zurückhaltung" auf

Die Gruppe der G7-Staaten hat den Angriff des Iran auf Israel "einhellig" verurteilt. Wie EU-Ratspräsident Charles Michel am Sonntag nach einer Videokonferenz der Staatengruppe mitteilte, rufen sie zudem alle Seiten zur "Zurückhaltung" auf. Zur G7-Gruppe wichtiger Industrieländer zählen die USA, Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Kanada und Japan.

 17:50

Präsident Biden lehnt US-Beteiligung an israelischem Vergeltungsschlag ab

Dies habe Biden dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mitgeteilt, berichten CNN und "Wall Street Journal". Biden habe in dem Gespräch mit Netanjahu signalisiert, dass weitere Reaktionen nicht nötig seien.

 16:10

USA wollen weder "Eskalation" noch "Krieg" mit Iran

Die USA wollen nach eigenen Angaben weder eine "Eskalation" noch "Krieg" mit dem Iran. "Wir wollen keine Eskalation. Wir sind nicht auf einen größeren Krieg mit dem Iran aus", sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates im Weißen Haus, John Kirby, am Sonntag dem Sender NBC. Zuvor hatte der Iran Israel erstmals direkt massiv angegriffen - nach israelischen Angaben wurden fast alle der 300 abgefeuerten Drohnen und Raketen abgewehrt.

Benny Gantz, Mitglied des israelischen Kriegskabinetts, hofft auf die Bildung einer regionalen Koalition gegen die iranische Bedrohung. Man werde dafür sorgen, dass der Iran den Preis für seinen Angriff auf Israel zahlen werde, "wie und wann es uns passt", sagte Gantz am Sonntag.

"Der Iran ist ein weltweites Problem, eine regionale Herausforderung und auch eine Gefahr für Israel", erklärte Gantz. Die Welt habe sich in der Nacht zum Sonntag gemeinsam mit Israel dieser Gefahr gestellt. Dies sei ein strategischer Erfolg für Israel. Israel habe "bewiesen, dass es ein Anker militärischer und technologischer Stärke und Anker der Sicherheit im Nahen Osten" sei.

Das Kriegskabinett versammelte sich am Sonntagnachmittag, um über das weitere Vorgehen nach dem iranischen Angriff auf Israel zu beraten. Das israelische Militär wehrte nach eigenen Angaben die Attacke erfolgreich ab. Dabei hatte es Unterstützung der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Jordaniens.

 15:36

Frankreich ruft Bürger zum Verlassen des Iran auf

Nach dem Angriff des Irans auf Israel hat Frankreich seinen Staatsbürgern im Iran empfohlen, das Land aufgrund des Risikos einer militärischen Eskalation vorübergehend zu verlassen. Laut französischen Medien hat das Außenministerium am Sonntag auch nachdrücklich darum gebeten, äußerste Vorsicht bei Reisen walten zu lassen, Menschenansammlungen im Land zu vermeiden und sich über die Situation informiert zu halten

 15:24

Israel will Irans Revolutionsgarden als Terroristen einstufen

Nach dem Angriff des Irans auf Israel mit Raketen und Drohnen hat das israelische Außenministerium gefordert, der Iran müsse einen Preis für die Aggression bezahlen. Dazu gehöre als sofortige Reaktion die Einstufung der iranischen Revolutionsgarden, die die Angriffe durchgeführt hätten, als Terrororganisation, hieß es in der Mitteilung vom Sonntag, die Außenamtssprecher Lior Haiat auch auf der Plattform X (vormals Twitter) verbreitete. Dem Iran müssten schmerzhafte Sanktionen auferlegt werden, einschließlich im Bereich von Raketen. Der iranische Angriff sei von zusätzlichen Terrorangriffen durch irakische Milizen, die Huthi-Miliz im Jemen und die Hisbollah im Libanon begleitet worden, so Haiat. Die Attacke beweise, was Israel seit Jahren erkläre: Der Iran sei die größte Bedrohung der regionalen Stabilität und stehe hinter den Terrorangriffen in der Region.

 15:19

Israel zerstört Hisbollah-Gebäude im Libanon

Wenige Stunden nach dem Großangriff des Iran hat die israelische Armee ein Gebäude der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Osten des Libanon unter Beschuss genommen. Die israelische Armee bestätigte am Sonntag, Kampfjets hätten eine "wichtige Waffenproduktionsstätte" der Hisbollah in der Umgebung des weit innerhalb des Libanon gelegenen Ortes Nabi-Tshit getroffen. Der Ort liegt nahe der syrischen Grenze und südlich der Hisbollah-Hochburg Balbeek.

 15:01

Irans Außenminister: Verbündete 72 Stunden vorher gewarnt

Der Iran hat nach Worten seines Außenministers Verbündete in der Region im Vorfeld über einen Angriff auf Israel unterrichtet. "Natürlich haben wir unseren Freunden in den Ländern der Region 72 Stunden vor der Operation mitgeteilt, dass die Antwort des Irans in Form einer legitimen Verteidigung definitiv und sicher ist", sagte Hussein Amirabdollahian laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna.

Ob den Verbündeten damit auch der genaue Zeitpunkt mitgeteilt wurde, war nicht klar. "Wir betrachten die Sicherheit unserer Nachbarn und der Region als die Sicherheit der Islamischen Republik Iran", fügte der Minister hinzu und sagte: "Wir haben davor gewarnt, dass wenn die Vereinigten Staaten den Luftraum oder Boden der entsprechenden Länder zur Verteidigung von Tel Aviv nutzen, amerikanische Militärstützpunkte in dem (jeweiligen) Land zum Ziel genommen werden."

 15:00

Am Dienstag Videokonferenz der EU-Außenminister

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat nach den iranischen Angriffen auf Israel für Dienstag ein außerordentliches Videokonferenz-Treffen der EU-Außenminister einberufen. Dies teilte Borrell auf X mit. "Unser Ziel ist es, zur Deeskalation und Sicherheit in der Region beizutragen", schrieb er. Das Treffen findet somit einen Tag vor einem außerordentlichen EU-Gipfel in Brüssel statt, der sich unter anderem der Strategischen Agenda der EU für die kommenden fünf Jahre widmen soll.

 15:00

Selenskyj: Iran und Russland verbreiten Terror

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilt die iranischen Angriffe auf Israel und mahnt Bemühungen an, eine weitere Eskalation der Lage im Nahen Osten zu verhindern. "Irans Handlungen gefährden die gesamte Region und die Welt, genauso wie ein größerer Konflikt droht wegen Russlands Handlungen", schreibt Selenskyj auf der Plattform X. "Die offensichtliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Regimen, Terrorismus zu verbreiten, muss auf eine resolute und geeinte Antwort der Welt treffen."

 14:59

Israel: Werden mit Taten antworten - nicht mit Worten

Ein israelischer Armeesprecher hat nach dem iranischen Großangriff auf Israel eine nicht weiter ausgeführte Reaktion angekündigt. "Wir werden dem Iran mit Taten antworten, nicht mit Worten", sagte er dem oppositionellen Exil-Sender Iran International laut einem Post der Armee auf der Online-Plattform X (vormals Twitter). Der Militärsprecher ging demnach allerdings nicht näher darauf ein, wie ein israelisches Vorgehen aussehen könnte. In einem weiteren X-Post der Armee auf Farsi hieß es: "Jede Aktion hat eine Reaktion, aber nicht mit Worten, sondern Taten."

 14:59

Menschen im Gazastreifen jubeln

Viele Palästinenser im Gazastreifen haben erfreut auf die iranischen Angriffe gegen Israel reagiert. Es gab aber auch Stimmen, die von einer Inszenierung sprachen. "Zum ersten Mal haben wir Raketen gesehen, die nicht in unserem Gebiet eingeschlagen sind, diese Raketen gingen in das besetzte Palästina", sagte Abu Abdallah, ein 32-jähriger Palästinenser, mit Blick auf Israel.

"Wir sind hoffnungsvoll, dass, sollte der Iran oder ein anderes Land in den Krieg eintreten, eine Lösung für Gaza näher als je zuvor liegen könnte."

 14:18

Sunak: Britsche Jets haben Drohnen abgeschossen

Der britische Premierminister Rishi Sunak hat den Einsatz britischer Jets zur Abwehr iranischer Drohnen bestätigt. Kampfflugzeuge hätten "eine Reihe" iranischer Angriffsdrohnen abgeschossen, sagte Sunak. Zuvor war bekannt geworden, dass Großbritannien zusätzliche Flugzeuge in die Region verlegt hatte.

 14:18

Scholz warnt vor weiterer Eskalation

Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz warnt vor "jeder weiteren Eskalation". "Man darf auf diesem Weg nicht weitermachen", sagte Scholz am Sonntag im chinesischen Chongqing. "Wir werden alles dafür tun, dass es nicht zu einer weiteren Eskalation kommt." Zugleich verurteilte er die iranische Attacke erneut scharf. "Das ist ein durch nichts zu vertretender Angriff, das ist eine schlimme Eskalation der Lage." Sie sei in keiner Weise akzeptabel, nachvollziehbar oder hinnehmbar.

"Wir können nur alle warnen, insbesondere den Iran, so weiterzumachen", sagte Scholz. Er betonte erneut die deutsche Solidarität mit Israel, das seit dem Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober jedes Recht habe, sich zu verteidigen. Scholz kündigte für den Abend (Ortszeit) ein Gespräch mit den für Sicherheit zuständigen Ministern in seinem Kabinett an.

Deutscher Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) © AFP/APA

 13:25

Iranischer Geheimdienst warnt vor pro-israelischen Posts

Der Geheimdienst der Revolutionsgarden warnt vor pro-israelischen Beiträgen iranischer Nutzer in sozialen Medien. Dies berichten staatliche Medien in der Islamischen Republik. Hintergrund sind einige Einträge in sozialen Netzwerken, die offenbar von Iranern im In- und Ausland stammen und in denen Israel unterstützt wird.

 13:06

"Nahen und Mittleren Osten an den Rand des Abgrunds geführt"

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock wirft der iranischen Regierung vor, eine schwerwiegende Eskalation in der Region riskiert zu haben. Die "weltweiten Verurteilungen" des iranischen Vorgehens zeigten, dass Teheran mit seinem "aggressiven Verhalten" isoliert sei, sagte Baerbock nach einem Treffen des Krisenstabs im Auswärtigen Amt.

"Das iranische Regime hat sehenden Auges den ganzen Nahen und Mittleren Osten an den Rand des Abgrunds geführt", sagt die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock.

Deutsche Außenministerin Annalena Baerbock © APA/dpa

 12:59

Schallenberg-Statement um 16.30 Uhr

Zu den aktuellen Entwicklungen nach dem iranischen Angriff auf Israel gibt Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) um 16.30 Uhr ein Presse-Statement ab.

Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) © APA/AFP

 12:59

CSU-Politiker will Bundeswehr-Einsatz prüfen

CSU-Bundestagsabgeordneter Florian Hahn hat die Möglichkeit eines Bundeswehr-Einsatzes ins Gespräch gebracht. Die Bundesregierung müsse "alle Möglichkeiten einer substantiellen Hilfe und Unterstützung für Israel" prüfen, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion am Sonntag der Mediengruppe Bayern. Dabei müsse "auch militärische Unterstützung eine Option sein". Insbesondere müsse geprüft werden, ob sich die Luftwaffe etwa mit Eurofightern an der Seite von Alliierten am Schutz Israels beteilige.

Luftwaffe (Bundeswehr) © APA/AFP (Symbolbild)

 12:36

Iran bestellt westliche Botschafter ein

Der Iran hat nach eigenen Angaben die Botschafter Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs einbestellt. Das iranische Außenministerium begründete die Maßnahme am Sonntag mit "unverantwortlichen Positionen" der Länder bezüglich des iranischen Angriffs auf Israels. Details wurden nicht genannt.

 12:35

Papst ruft zur Mäßigung auf

Papst Franziskus fordert Israel und den Iran dazu auf, Handlungen zu vermeiden, die eine "Spirale der Gewalt" befeuern könnten. "Genug des Krieges, genug der Angriffe, genug der Gewalt. Ja zum Dialog, ja zum Frieden", sagt er vor Gläubigen auf dem Petersplatz.

Papst Franziskus © APA/AFP (Archiv)

 12:27

Moskau gibt Westen Mitschuld

Russland ist besorgt wegen der Eskalation im Nahen Osten und gibt dem Westen eine Mitschuld daran. Der Iran berufe sich bei seinem Raketenangriff auf Israel auf das Selbstverteidigungsrecht nach Artikel 51 der UNO-Charta nach der Attacke auf die iranische Botschaft in Damaskus, erklärte das russische Außenministerium in Moskau. Russland habe den damaligen Vorfall klar verurteilt. "Leider konnte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wegen der Haltung seiner westlichen Mitglieder nicht angemessen auf den Schlag gegen die iranische konsularische Vertretung regieren."

Moskau stellte die Eskalation in den Zusammenhang zahlreicher ungelöster Konflikte im Nahen Osten, vor allem des israelisch-palästinensischen Konflikts. Diese Konflikte würden durch "unverantwortliche provokative Handlungen" noch verschärft, hieß es in der Mitteilung vom Sonntag. "Wir rufen alle beteiligten Seiten zu Zurückhaltung auf." Die Staaten der Region sollten die Probleme mit politischen und diplomatischen Mitteln lösen. Dazu sollten die "konstruktiv gesonnenen internationalen Kräfte" beitragen. Russland ist ein enger Verbündeter des Irans und bezieht von dort auch Waffen für seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

APA.PNG

 12:00

Israel wägt Vorgehen genau ab

Israel will nach den Worten von Außenminister Israel Katz sein weiteres Vorgehen genau abwägen. Er betonte in einem Interview des israelischen Armeesenders am Sonntag: "Wir haben gesagt: Wenn der Iran Israel angreift, werden wir im Iran angreifen. Und dieses Bekenntnis ist immer noch gültig." Die konkrete Frage einer möglichen Reaktion werde allerdings in einem angemessenen Rahmen unter Vorsitz von Regierungschef Benjamin Netanyahu besprochen.

Der israelische Fernsehsender Channel 12 und weitere Medien berichteten am Mittag übereinstimmend, dass sich das Kriegskabinett um 14.30 Uhr (MESZ) versammeln werde, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

 12:00

Raisi: "Haben Israel eine Lektion erteilt"

Irans Revolutionsgarden haben nach den Worten von Präsident Ebrahim Raisi dem Erzfeind Israel eine "Lektion" erteilt. "Die Bestrafung des Aggressors, die das aufrichtige Versprechen des mächtigen und weisen Führers der Islamischen Revolution war, hat sich erfüllt", sagte Raisi laut einer Mitteilung des Präsidialamts. Gleichzeitig warnte Raisi auch Israels Verbündete vor Gegenangriffen: "Wir raten den Anhängern des Besatzungsregimes, diese verantwortungsvolle und verhältnismäßige Aktion der Islamischen Republik Iran zu würdigen."

Irans Präsident Ebrahim Raisi © APA/AFP (Archiv)

 11:59

Krisenstab im Außenministerium

In Österreich tausche sich der im Außenministerium seit Beginn des Gaza-Kriegs eingerichtete Krisenstab laufend aus und evaluiere die Situation, hieß es am Sonntagvormittag aus dem Außenamt.

 11:58

Nahostexpertin: Direkter Angriff Wendepunkt

Die Nahostexpertin Maha Yahya hat den massiven Angriff des Irans auf Israel als Wendepunkt in dem schon seit langem währenden Konflikt dieser beiden Ländern bezeichnet. "Wir stehen offen gesagt am Rande eines gefährlichen Abgrunds", sagte die Direktorin der US-Denkfabrik Carnegie Middle East Center am Sonntag dem US-Sender CNN.

"Wir befinden uns nicht länger in einem Schatten- oder Stellvertreterkrieg zwischen diesen beiden Ländern", so Nahostexpertin Maha Yahya.

 11:15

Frankreich ruft zur Zurückhaltung auf

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den Schlag des Irans gegen Israel verurteilt. Der beispiellose Angriff drohe die Region zu destabilisieren, warnte der Staatschef auf X: "Frankreich arbeitet mit seinen Partnern an einer Deeskalation und ruft zur Zurückhaltung auf".

Macron sprach in dem Tweet seine Solidarität mit dem israelischen Volk aus und hob die Bedeutung der Sicherheit Israels für Frankreich hervor. Nach Angaben des israelischen Armeesprechers, Daniel Hagari, gehört Frankreich zu der Koalition, die zur Abwehr des Angriffs beigetragen hat. Hagari zufolge soll das Land Technologien zur Überwachung des Luftraums zur Verfügung gestellt haben.

 10:54

Irans Parlament brüllt "Tod für Israel"

Die Mitglieder des iranischen Parlaments rufen "Tod für Israel". Das Mullah-Regime hat die USA gewarnt in den Konflikt mit Israel einzugreifen. Sonst würden sie militärische Einrichtungen angreifen.

 10:52

Meiste Drohnen über Syrien abgeschossen

Die meisten der iranischen Drohnen sind nach Angaben aus Geheimdienstkreisen über Syrien abgeschossen worden. Israelische und amerikanische Jets hätten sie abgefangen, bevor sie ihre Ziele in Israel erreichen konnten, sagten zwei Mitarbeiter westlicher Geheimdienste zu Reuters. Die vom Iran gestarteten Flugkörper seien über Südsyrien, dem syrischen Teil der Golanhöhen und in Ostsyrien entlang der Grenze zum Irak geflogen.

Auch die jordanische Armee hat Flugkörper abgefangen. Das teilte das Kabinett in Amman mit. Die Objekte seien in den jordanischen Luftraum eingedrungen. Einige Trümmer sein in mehreren Orten aufgeschlagen. Menschen seien nicht verletzt worden. An Gebäuden seien keine großen Schäden registriert worden.

Iranische Drohnen © APA/AFP

 10:51

Hamas begrüßt Angriff

Die radikal-islamische Hamas begrüßt den iranischen Angriff. "Wir in der Hamas betrachten den Militäreinsatz der Islamischen Republik Iran als natürliches Recht und als verdiente Antwort auf das Verbrechen im iranischen Konsulat in Damaskus und auf die Ermordung mehrerer Führer der Revolutionsgarden", erklärt Hamas mit Blick auf den Israel zugeschriebenen Angriff auf das Botschaftsgelände in Syrien am 1. April.

 10:33

Sobotka kritisiert Angriff "auf das Schärfste"

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) hat den "ungerechtfertigten Angriff" des Irans auf Israel "auf das Schärfste" verurteilt. Es handle sich "um eine beispiellose Eskalation und eine schwerwiegende Bedrohung für die regionale Sicherheit", so Sobotka in einer der APA übermittelten Stellungnahme.

„Ich fordere den Iran und seine Stellvertreter in der Region dazu auf, jede weitere Eskalation und Provokation zu vermeiden“, so Sobotka.

 09:52

Jordanien, Irak und Libanon öffnen Luftraum

Israels regionale Nachbarländer Jordanien, Irak und Libanon haben ihren jeweiligen Luftraum wieder geöffnet. Die zivile Luftfahrbehörde Jordaniens, das über Hunderte Kilometer an Israel grenzt, teilte den Schritt in der Früh mit - nach einer rund zehnstündigen Schließung seit Samstagabend.

Auch im Irak ist der Luftraum wieder offen. "Alle Risiken, die die Sicherheit der zivilen Luftfahrt beeinträchtigen, wurden überwunden", hieß es in einer Mitteilung. Im Zuge des Angriffs war es im Nordirak in der Provinz Erbil, wo unter anderem ein US-Konsulat und eine US-Militärbasis liegen, zu mehreren Explosionen gekommen. Berichte über größere Schäden oder Opfer gab es nicht. Der Irak liegt wie Jordanien zwischen dem Iran und Israel.

Im Libanon, der im Süden an Israel grenzt, wurde der Luftraum ebenfalls wieder geöffnet. Der Verkehr am Flughafen der Hauptstadt Beirut laufe wieder, berichtete der staatliche Fernsehsender. Am Morgen kam es dort Berichten zufolge teilweise zu Gedränge und Verzögerungen.

 09:42

Deutscher Vizekanzler Habeck warnt vor Flächenbrand

habeck.PNG © Instagram/robert.habeck

 09:42

Deutscher Vizekanzler Habeck warnt vor Flächenbrand

habeck.PNG © Instagram/robert.habeck

 09:15

Iran spricht von erfolgreicher Operation

Irans Militärführung hat den Großangriff auf Israel als erfolgreich bewertet. "Der Grund für diese Operation war die Überschreitung der roten Linien durch das zionistische Regime, die für uns nicht tragbar war", zitierte die Nachrichtenagentur Isna Irans Generalstabschef Mohammed Bagheri. Die Vergeltungsschläge gegen Israel seien erfolgreich gewesen.

Irans Generalstabschef Mohammed Bagheri © APA/AFP (Archiv)

Die Operation mit dem Titel "Aufrichtiges Versprechen" war ein Vergeltungsschlag für die Tötung hochrangiger Offiziere in Syrien. Am 1. April waren bei einem mutmaßlich israelischen Luftangriff auf Irans Botschaftsgelände in der syrischen Hauptstadt Damaskus zwei Brigadegeneräle getötet worden.

 09:13

Italien kündigt G7-Sondersitzung für den Nachmittag an

Italien beruft für Sonntagnachmittag eine Dringlichkeitssitzung der Staats- und Regierungschefs der sieben mächtigsten westlichen Industrienationen (G7) ein. Thema ist der iranische Angriff auf Israel. Das teilte das Büros von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni mit. Italien hat derzeit den Vorsitz der G7 inne.

Am Samstag hatten in Mailand die G7-Verkehrsminister getagt. Sie hatten dabei ein 13-seitiges, 67 Punkte umfassendes Dokument zur "Zukunft der Mobilität: Sicherstellung der Konnektivität angesichts wachsender globaler Instabilität" unterzeichnet.

 09:12

Krisenstab in Deutschland

In Berlin kommt am Vormittag der Krisenstab der Bundesregierung zusammen. Das Gremium werde wegen des iranischen Angriffs unter Leitung von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) im Auswärtigen Amt tagen, hieß es aus dem deutschen Außenministerium.

Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) © APA/dpa (Archiv)

 09:03

Hamas lehnt Vorschlag zu Geiselfreilassung ab

Die Hamas hat nach israelischen Angaben den jüngsten Vorschlag zur Freilassung israelischer Geiseln abgelehnt. Damit zeige sich, dass Hamas-Anführer Yahya Sinwar nicht an einer Vereinbarung interessiert sei, hieß es am Sonntag in einer Erklärung des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. Er versuche vielmehr die Spannungen mit dem Iran auszunutzen und eine regionale Eskalation des Konflikts herbeizuführen. Israel werde seine Ziele in Gaza "mit aller Kraft" verfolgen.

 09:03

Israel dankt Frankreich

Israel bedankt sich auch bei Frankreich für Hilfen bei der Abwehr des iranischen Angriffs. "Frankreich verfügt über sehr gute Technologie, Jets, Radar - und ich weiß, dass sie zur Überwachung des Luftraums beigetragen haben", sagt der Sprecher der israelischen Armee. Er erklärt, nichts Genaues darüber zu wissen, ob französische Jets von Iran abgefeuerte Raketen abgeschossen hätten.

 09:03

Irans UN-Mission warnt Israel vor Gegenangriffen

Der Iran warnt Israel vor einem Gegenangriff. "Sollte das israelische Regime erneut einen militärischen Angriff durchführen, wird die Antwort des Irans mit Sicherheit stärker und entschlossener ausfallen", zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Irna aus einem Schreiben an UNO-Generalsekretär António Guterres.

Den Großangriff mit Drohnen, Marschflugkörpern und Raketen auf den Erzfeind Israel verteidigte der Iran als Vergeltungsschlag, nachdem am 1. April bei einem mutmaßlich israelischen Angriff auf Irans Botschaftsgelände in Syrien ranghohe Generäle getötet worden waren.

 09:01

Von der Leyen verurteilt "ungerechtfertigten Angriff auf Israel"

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagt via X: "Ich verurteile den unverhohlenen und ungerechtfertigten Angriff auf Israel auf Schärfste. Und ich fordere den Iran und seine Stellvertreter auf, diese Angriffe unverzüglich einzustellen. Alle Akteure müssen nun von einer weiteren Eskalation absehen und sich für die Wiederherstellung der Stabilität in der Region einsetzen."

 08:37

Mädchen (10) bei Angriff schwer verletzt

Bei dem Großangriff des Irans auf Israel ist nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom ein zehnjähriges Mädchen schwer verletzt worden. Es handle sich um eine Beduinin aus dem Umkreis der Stadt Arad in der Negev-Wüste, teilte der Rettungsdienst in der Nacht auf Sonntag mit. Der Rettungsdienst hatte zunächst berichtet, es habe bei den iranischen Angriffen keine Verletzten gegeben.

 08:35

Israels Präsident dankt dem eigenen Militär

Der israelische Präsident Yitzhak Herzog hat sich nach dem abgewehrten iranischen Großangriff auf sein Land beim israelischen Militär, seinem Volk und dem Verbündeten USA bedankt. "Seid gesegnet, liebe Soldaten und Kommandanten", schrieb Herzog am Sonntagvormittag auf der Plattform X (vormals Twitter) und fügte hinzu: "Segne die Koalition der Nationen unter der Führung der USA" und ihrem Präsidenten.

Israels Militär konnte nach eigenen Angaben - auch dank der Mithilfe des US-Militärs - 99 Prozent der aus dem Iran in der Nacht zum Sonntag abgefeuerten Geschosse abfangen. Das israelische Volk habe eine "außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit" bewiesen, schrieb Herzog. "Gemeinsam werden die Kräfte des Guten die Kräfte des Bösen besiegen", so der israelische Präsident weiter.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu schrieb auf X: "Wir haben abgeschossen, wir haben gebremst. Gemeinsam werden wir siegen". Erstmals in der Geschichte der Islamischen Republik hatte der Iran seinen Erzfeind Israel direkt angegriffen. Die Operation "Aufrichtiges Versprechen" war ein Vergeltungsschlag für die Tötung ranghoher Offiziere in Syrien. Am 1. April waren bei einem mutmaßlich israelischen Luftangriff auf Irans Botschaftsgelände in der syrischen Hauptstadt Damaskus zwei Brigadegeneräle getötet worden.

 08:10

AUA streicht mehrere Flüge

Der in der Nacht auf Sonntag begonnen Luftangriff des Iran auf Israel hat zu zahlreichen Flugstreichungen bei der österreichischen Lufthansa-Tochter AUA geführt. Der Nachtflug von Wien nach Tel Aviv, OS 859 hätte um 23.10 Uhr starten sollen, wurde jedoch auf 06.40 Uhr verschoben. Vermutlich wird er jedoch aufgrund der Sperre des israelischen Luftraumes nicht durchgeführt werden, womit die Passagiere des Rückfluges (Tel Aviv-Wien, OS 860) vorerst in Israel gestrandet sind.

 08:09

Scholz will Reaktion auf Irans Angriff mit G7-Partnern absprechen

Bundeskanzler Olaf Scholz hat die schweren iranischen Luftangriffe auf israelisches Staatsgebiet "mit aller Schärfe verurteilt und spricht sich mit den G7-Staaten über eine Reaktion ab. "Mit dieser unverantwortlichen und durch nichts zu rechtfertigenden Attacke riskiert Iran einen regionalen Flächenbrand", teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Sonntag früh direkt nach der Ankunft von Scholz in der chinesischen Stadt Chongqing mit.

Deutschland stehe eng an der Seite Israels. "Über weitere Reaktionen werden wir uns nun eng mit unseren G7-Partnern und Verbündeten besprechen", sagte Hebestreit weiter.

 08:09

US-Repräsentantenhaus will über Militärhilfe beraten

Der iranische Angriff auf Israel bringt auch Bewegung in die US-Debatte über die seit Wochen im Repräsentantenhaus blockierten milliardenschweren Militärhilfen. Die größere Parlamentskammer werde ihre Tagesordnung ändern, um über Gesetze zur Unterstützung Israels zu beraten, teilte der republikanische Mehrheitsführer des Repräsentantenhauses, Steve Scalise, am Samstagabend (Ortszeit) mit. Der Senat hatte ein entsprechendes Hilfspaket bereits im Februar bewilligt.

 08:09

UNO-Sicherheitsrat plant Sondersitzung

Nach dem Angriff des Irans auf Israel plant der UNO-Sicherheitsrat eine Sondersitzung. Per Brief an die maltesische UNO-Botschafterin Vanessa Frazier, deren Land derzeit dem Gremium vorsitzt, habe er um ein entsprechendes Treffen des Sicherheitsrats gebeten, teilte Israels UNO-Botschafter Gilad Erdan über die Online-Plattform X, vormals Twitter, mit. Aus Diplomatenkreisen hieß es, dass Treffen in New York könne noch am Sonntag stattfinden, wahrscheinlich um 22 Uhr MESZ.

 08:07

Biden kündigt Beratungen mit G7-Partnern an

US-Präsident Joe Biden hat den iranischen Angriff "auf das Schärfste" verurteilt und für diesen Sonntag Beratungen der G7-Gruppe wirtschaftsstarker Demokratien angekündigt. Er werde die Staats- und Regierungschefs der G7 zusammenrufen, "um eine gemeinsame diplomatische Reaktion auf den dreisten Angriff des Irans zu koordinieren", teilte Biden am späten Samstagabend (Ortszeit) in Washington mit.

Er habe kurz zuvor mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanyahu telefoniert und ihm Amerikas unerschütterliche Unterstützung für die Sicherheit Israels zugesichert. Israel sei in der Lage gewesen, eine beispiellose Angriffswelle abzuwehren. Dies sei "eine klare Botschaft an seine Feinde, dass sie die Sicherheit Israels nicht wirksam bedrohen können".

 08:05

Israels Armee: 99 Prozent der Geschoße abgefangen

Israels Militär hat nach eigenen Angaben 99 Prozent der Geschoße aus dem Iran abgefangen. Teheran habe "mehr als 300 Bedrohungen verschiedener Art losgeschickt", sagte der israelische Armeesprecher Daniel Hagari am Sonntag. "Die iranische Bedrohung ist auf die israelische Überlegenheit in der Luft und im technologischen Bereich getroffen, in Kombination mit einer starken, kämpferischen Koalition, die gemeinsam den Großteil der Bedrohungen abgefangen hat."

Hagari sprach von einem "sehr bedeutsamen strategischen Erfolg". Von 170 unbemannten Flugkörpern, die der Iran losgeschickt habe, seien "null auf das israelische Gebiet vorgedrungen".

 07:37

Israelischer Heimatschutz gibt Entwarnung nach iranischem Angriff

Der israelische Heimatschutz hat nach dem Großangriff des Iran auf Israel vorerst Entwarnung gegeben. Die Einwohner im Norden und Süden des Landes müssten sich nicht mehr in der Nähe von Schutzräumen aufhalten, hieß es in einer Mitteilung auf der Webseite des Heimatschutzes. Ob dies das Ende des Angriffs signalisierte, war zunächst unklar.

Armeesprecher Daniel Hagari hatte zuvor von 200 Drohnen und Raketen gesprochen, die auf das Land abgefeuert worden seien. Die überwältigende Mehrheit davon sei von Abwehrsystemen Israels und seiner Partner abgefangen worden.

 07:36

Israelisches Raketenabwehrsystem wehrt Geschosse ab

Die Geschosse aus dem Iran hatten im gesamten Land Raketen-Alarm ausgelöst.

 07:25

Scharfe internationale Kritik an Irans Angriff auf Israel

Der iranische Angriff auf Israel in der Nacht auf Sonntag hat international Empörung und Sorge vor einer weiteren Eskalation der Lage im Nahen Osten ausgelöst. US-Präsident Joe Biden sicherte Israel die Unterstützung der USA zu. Der UNO-Sicherheitsrat plant eine Sondersitzung. Scharfe Kritik am Iran übten unter anderem UNO-Generalsekretär Antonio Guterres, die EU sowie Bundeskanzler Karl Nehammer und Außenminister Alexander Schallenberg (beide ÖVP).

Nach dem Angriff des Irans auf Israel plant der UNO-Sicherheitsrat eine Sondersitzung. Per Brief an die maltesische UNO-Botschafterin Vanessa Frazier, deren Land derzeit dem Gremium vorsitzt, habe er um ein entsprechendes Treffen des Sicherheitsrats gebeten, teilte Israels UNO-Botschafter Gilad Erdan über die Online-Plattform X, vormals Twitter, mit. Aus Diplomatenkreisen hieß es, dass Treffen in New York könne noch am Sonntag stattfinden, wahrscheinlich um 22.00 Uhr MESZ.