Krieg in Israel Raketen

Erneut Luftalarm und Explosion

Israels Armee fing zweite Rakete über Tel Aviv ab

ÖSTERREICH-Reporter Karl Wendl live aus Israel

Das israelische Raketenabwehrsystem "Iron Dome" ("Eisenkuppel") hat am Sonntag über der Metropole Tel Aviv zum zweiten Mal eine Rakete abgefangen. Wegen des Angriffs aus dem Gazastreifen sei erneut Luftalarm ausgelöst worden, teilte die Armee über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Laut Polizei gab es zunächst keine Berichte über Opfer oder sonstige Schäden.

Israel hatte am Mittwoch eine Luftoffensive im Gazastreifen gestartet, von dem aus militante Palästinenser Raketen abfeuern. Allein am Sonntag wurden bei Bombardements in Gaza sowie im Norden und Zentrum des Gazastreifens 20 Palästinenser getötet, wie Rettungskräfte des Palästinensergebietes mitteilten. Damit handelte es sich um den bisher blutigsten Tag der Offensive.

Bei einem Großteil der Opfer vom Sonntag handelte es sich den Angaben zufolge um Frauen und Kinder. Getötet wurden unter anderem acht Mitglieder einer Familie, unter ihnen vier Kinder, in Gaza. Der Familienvater habe für das Innenministerium der radikalislamischen Hamas gearbeitet und sei für den Personenschutz zuständig gewesen. Auch zwei Nachbarn der Familie im Alter von 83 und 22 Jahren starben den Rettungskräften zufolge bei dem Angriff.

"Dieses Massaker beweist, dass der Besatzer sich an Zivilisten für sein militärisches Scheitern rächt", erklärte Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri. Die Israelis würden dafür "bezahlen". Die Iss al-Din ("Ezzedin-al-Kassam-Brigaden"), der bewaffnete Arm der Hamas, drohten, der Angriff bleibe "nicht ungestraft". Seit Mittwoch starben in dem Konflikt nach Angaben der beiden jeweiligen Seiten mindestens 65 Palästinenser und drei Israelis.
 

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19.20 Uhr: Genauere Infos zu Opfern bekannt geworden
Bei einem Großteil der Opfer vom Sonntag handelte es sich den Angaben zufolge um Frauen und Kinder. Getötet wurden unter anderem acht Mitglieder einer Familie, unter ihnen vier Kinder, in Gaza. Der Familienvater habe für das Innenministerium der radikalislamischen Hamas gearbeitet und sei für den Personenschutz zuständig gewesen. Auch zwei Nachbarn der Familie im Alter von 83 und 22 Jahren starben den Rettungskräften zufolge bei dem Angriff.

19.05 Uhr: Wie zuverlässig ist"Iron Dome"?
Hundertprozentigen Schutz bietet auch das Hightech-System nicht. Laut israelischer Armee liegt die Trefferquote bisher zwischen 75 und 90 Prozent. Militärexperten zufolge wären 13 Einheiten nötig, um Israel einen kompletten Schutz zu bieten. Bis so viele im Einsatz sind, dürften noch Jahre vergehen. Große Städte wie Haifa und Tel Aviv sowie grenznahe Gebiete gelten weiter als gefährdet.

18.45 Uhr: Israels Armee fing zweite Rakete über Tel Aviv ab
Das israelische Raketenabwehrsystem "Iron Dome" ("Eisenkuppel") hat am Sonntag über der Metropole Tel Aviv zum zweiten Mal eine Rakete abgefangen. Wegen des Angriffs aus dem Gazastreifen sei erneut Luftalarm ausgelöst worden, teilte die Armee über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Laut Polizei gab es zunächst keine Berichte über Opfer oder sonstige Schäden.
 

18.35 Uhr: Gaza-Konflikt lässt Touristen vor Heiligem Land zurückschrecken.
Fast die Hälfte aller Reservierungen für kommende Monate in Bethlehem storniert.

18.20 Uhr: Laut Karl Wendl gab es zunächst keine Berichte über Opfer oder sonstige Schäden des zweiten Luftalarm in Tel Aviv.

18.00 Uhr:  ÖSTERREICH-Reporter Karl Wendl: „Die Israelis rechnen damit dass es rasch zu einer Boden-Offensive kommen wird.“ Gerade eben begegnete ihm eine israelische Frau die höllische Angst um ihren 20-Jährigen Freund hat. „Heute Früh wurde er Richtung Gaza Streifen geschickt. Sobald die Boden-Offensive los geht, ist hier alles unberechenbar.“

17.55 Uhr:  ÖSTERREICH-Reporter Karl Wendl live aus Israel:
In Tel Aviv haben am Sonntag erneut die Sirenen geheult. Kurz nach Beginn des Luftalarms war im Stadtzentrum eine dumpfe Explosion zu hören. Heute Sonntag, war das erste Mal dass es mehrmals an einem Tag zu Raketen-Alarm in Tel Aviv kam.

17.48 Uhr: Wieder Luftalarm nach Explosion in Tel Aviv

17.30 Uhr:  Auch Netanyahu fordert vor Waffenruhe Ende der Raketenangriffe
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat vor einer Waffenruhe mit der im Gazastreifen herrschenden Hamas einen Stopp der Raketenangriffe gefordert. "Erst mal müssen die Raketenangriffe (auf Israel) aufhören, und dann können wir über den Rest reden", sagte er nach einem Treffen mit dem französischen Außenminister Laurent Fabius, der sich um eine Waffenruhe in Nahost bemüht. Ähnlich hatte sich zuvor schon Israels Außenminister Avigdor Lieberman im Rahmen eines Treffens mit Fabius geäußert.
 

17.15 Uhr: Mehr als 900 Raketen auf Israel abgefeuert.
Der militärische Arm der im Gazastreifen herrschenden Hamas erklärte am Sonntag, seit Beginn des Schlagabtauschs habe die Organisation mehr als 900 Raketen auf Israel abgefeuert.
 

16.58 Uhr: 550 Verletzte
Die Zahl der Toten stieg damit auf der palästinensischen Seite seit Beginn der Militäroperation "Säule der Verteidigung" am Mittwoch auf 65. Etwa die Hälfte der Toten seien Zivilisten - Kinder, Frauen und ältere Männer, teilte das Hamas-Gesundheitsministerium mit. Auch ein Großteil der etwa 550 Verletzten seien Zivilisten.
 

16.47 Uhr: Die Zahl der Toten steigt:
Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Haus in Gaza sind am Sonntag nach palästinensischen Angaben zehn weitere Zivilisten getötet worden. Ein Sprecher des Hamas-Gesundheitsministeriums teilte mit, unter den Toten seien fünf Kinder und zwei Frauen. Zehn weitere Menschen seien verletzt worden. Das vierstöckige Gebäude sei nach dem Luftangriff eingestürzt.

16.40 Uhr: Bei den Kämpfen starben bislang 55 Menschen - vor allem Palästinenser. Israel schützt sich mit einem Raketenabwehrsystem namens "Iron Dome"

16.23 Uhr: Israelische Regierung bestätigt Hacker-Angriffe:
Die israelische Regierung hat am Sonntag Massenangriffe von Hackern auf staatliche Internetseiten eingeräumt. Die Regierung führe angesichts der Cyber-Attacken einen Krieg an "zweiter Front", sagte Finanzminister Yuval Steinitz vor einer Kabinettssitzung. In den vergangenen vier Tagen habe es 44 Millionen Cyber-Angriffe auf Webseiten der Regierung gegeben. Bis auf einen Angriff seien alle erfolgreich abgewehrt worden.

16.13 Uhr: CNN verkündigt Obama-Message:
Der US-Präsident meldet sich aus Bangkok zu Wort. Er sagt: „Ein wirklich ernstzunehmender Versuch“, Frieden im Nahen Osten zu schaffen, beginne damit, den Raketenbeschuss auf Israel zu stoppen. Der Demokrat betont das Recht Israels auf Selbstverteidigung.

© twitter
Israels Armee fing zweite Rakete über Tel Aviv ab

15.55 Uhr: Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Haus in Gaza sind am heute nach palästinensischen Angaben neun Zivilisten getötet worden. Ein Sprecher des Hamas-Gesundheitsministeriums teilte mit, unter den Toten seien fünf Kinder und zwei Frauen. Zehn Menschen seien verletzt worden.

15.49 Uhr: ÖSTERREICH-Reporter Karl Wendl live aus Israel:
Das Leben in Tel Aviv verläuft trotz des Terrors größtenteils normal. Die Menschen gehen zur Arbeit, in den Straßen herrscht dichter Verkehr, die Geschäfte sind geöffnet und am kilometerlangen Sandstrand räkeln sich Touristen in der Sonne. Kommt es zu einem Raketenangriff auf die Hauptstadt ertönt ein Sirenenalarm. Vom Alarm bis zum Einschlag dauert es maximal 90 Sekunden, jedoch die Menschen flüchten diszipliniert und ohne jede Panik in die Luftschutzbunker. 5 Minuten: Das ist die Faustregel, solange muss man im Bunker ausharren, danach ist der Spuk wieder vorbei. Das Warten auf den nächsten Alarm beginnt.
 

15.27 Uhr: ÖSTERREICH-Reporter Karl Wendl live aus Israel:
Insgesamt sind alleine in den vergangenen 48 Stunden fast 600 Raketen aus dem Gaza-Streifen auf Israel abgefeuert worden. Die meisten konnten vom Patriot-Abwehrsystem "Iron Dome" abgefangen werden. So auch jene, die am Samstag um 17.32 Uhr über dem Meer bei Tel Aviv abgeschossen werden konnte.

15.03 Uhr:
ÖSTERREICH-Reporter Karl Wendl live aus Israel:
Das Gebiet südöstlich von Ashkelon ist hermetisch von der israelischen Armee abgeriegelt. Ständig werden auf Tieflader Panzer, Caterpillars und schwerstes Gerät angeliefert. Die normalen Touristenbusse transportieren jetzt die Reservisten zur Grenze. Insgesamt 75.000 Soldaten wurden zusammengezogen und Israels Premier Benjamin Netanyahu sprach heute erstmals davon, dass die Armee bereit sei für eine Offensive. Die Zeichen stehen also auf Sturm.

14.43 Uhr: ÖSTERREICH-Reporter Karl Wendl live aus Israel:
Auch Alexander Leibowitz, der in der Wohnung darüber lebt blieb unverletzt: "Ich bin gerade beim Frühstück gesessen, als die Rakete die Decke meines Wohnzimmers durchschlug und direkt in die Wohnung unter mir krachte." Seine Wohnung ist total zerstört, überall Staub, der beißende Gestank von Verbranntem liegt in der Luft: "Seit zwölf Jahren werden wir von der Hamas beschossen - Jetzt hat es auch mich getroffen. Ich bin zu alt für die Armee und auch körperlich nicht fit genug, aber erstmals denke ich jetzt an wirkliche Rache!" 

14.28 Uhr: ÖSTERREICH-Reporter Karl Wendl live aus Israel:
In Ashkelon kam es heute früh auch fast zu einer Katastrophe: Kurz vor 8 Uhr früh schlug eine Qassam-Rakete der Hamas in ein dreistöckiges Wohnhaus ein. Sie durchschlug das Flachdach des Gebäudes und raste durch zwei Wohnungen bis sie im Wohnzimmer von Irina Ivankova liegen blieb. "Zum Glück habe ich Sekunden vor der Rakete meine Wohnung verlassen. Ich musste zur Arbeit, nur deshalb bin ich unverletzt geblieben," erzählte die geschockte Frau.

14.14 Uhr: ÖSTERREICH-Reporter Karl Wendl live aus Israel:
In Ashdod, einer Stadt knappe 40 Kilometer südlich von Tel Aviv, gab es innerhalb nur weniger Minuten fünf Einschläge von Fajr-Raketen iranischer Bauart. Dabei wurden sechs Menschen verletzt. Nur wenige Stunden zuvor gab es mehrere direkte Raketentreffer in Ashkelon. Die 120.000-Einwohner-Stadt liegt nur 13 Kilometer von der Grenze zum Gaza-Streifen entfernt, von wo die Raketen abgefeuert werden.

13.51 Uhr: Hackerangriff auf Israel
Die Hackergruppe Anonymous hat nach eigenen Angaben aus Protest gegen die Luftangriffe israelische Internetseiten angegriffen. Wie die Hacker mitteilten, waren von der Attacke mehr als 650 private oder öffentliche Einrichtungen betroffen, darunter die Bank of Jerusalem, eines der größten Finanzhäuser des Landes. "Der Datenbestand ist gelöscht", hieß es in einer über den Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlichten Mitteilung neben dem Link zur nicht funktionierenden Website der Bank. Auch die Website des israelischen Außenministeriums wurde demnach kurzzeitig lahmgelegt.

13.20 Uhr: Unterhändler in Kairo zu Gesprächen über Waffenruhe
Ein israelischer Unterhändler ist nach ägyptischen Behördenangaben zu Gesprächen über eine Waffenruhe Israels mit der radikal-islamischen Palästinenser-Organisation Hamas in Kairo eingetroffen. Ein hochrangiger israelischer Gesandter soll heute mit einem Privatflugzeug aus Tel Aviv in der ägyptischen Hauptstadt gelandet sein. Er wolle in den kommenden Stunden Gespräche über die jüngste Eskalation der Gewalt im Hamas-beherrschten Gazastreifen führen. Ägypten mit seinem islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi, das einen Friedensvertrag mit Israel hat, könnte Einfluss auf die Hamas geltend machen.

12.58 Uhr: Cameron fürchtet weitere Eskalation
Der britische Premierminister David Cameron hat heute in einem Telefongespräch den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu zu Friedensschließung aufgerufen. "Der Premierminister hat Netanyahu gedrängt, alles nur Mögliche zu tun, um dem Konflikt ein Ende zu bereiten", sagte eine Sprecherin der Downing Street. Der Premier sei besorgt, dass der Konflikt weiter eskalieren könne.

12.39 Uhr: Angriffe auf Journalisten verurteilt
Der Auslandspresseverband (FPA) im Nahen Osten hat heute israelische Angriffe auf Mediengebäude in Gaza verurteilt. Bei dem Angriff wurden nach Krankenhausangaben sechs palästinensische Journalisten verletzt. Nach FPA-Informationen wurden in Gaza zwei Gebäude angegriffen und acht Menschen verletzt. In einem davon hätten mehrere internationale Medien gegenwärtig oder in der Vergangenheit Büros gehabt.

12.02 Uhr: Gemeinsam gegen den "Hauptfeind"
Der Iran hat die arabischen und islamischen Länder aufgefordert, gemeinsam gegen den "Hauptfeind" Israel Front zu machen. "Sie sollten sich auf den Hauptfeind konzentrieren, und dieser ist das zionistische Regime", sagte Außenminister Ali-Akbar Salehi am Sonntag auf einer Syrien-Konferenz in Teheran. Gleichzeitig rief er dazu auf, den Menschen im Gazastreifen zu helfen.

11.45 Uhr:  Eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete hat heute Morgen ein Wohnhaus in der israelischen Küstenstadt Ashkelon direkt getroffen. Das Geschoss hat mehrere Wohnungen einfach durchschlagen. Zwei Menschen seien leicht verletzt worden. Zwei weitere Raketen seien von der Raketenabwehr abgefangen worden, so ein Polizeisprecher.

© EPA
Krieg in Israel Raketen

Rakete durchschlägt Wohnhaus in Ashkelon , © EPA

11.31 Uhr: Israel ist nach den Worten seines Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu auf eine massive Ausweitung seiner Offensive gegen den Gazastreifen vorbereitet. Die radikal-islamische Hamas und andere extremistische Organisationen der Palästinenser müssten einen hohen Preis für die Raketenangriffe auf Israel bezahlen, so Netanyahu heute im Kabinett. Die israelischen Streitkräfte träfen die dazu erforderlichen Schritte.

11.00 Uhr: Der Iran hat israelische Vorwürfe zurückgewiesen, Fajr-5-Raketen mit längerer Reichweite an militante Palästinenser im Gazastreifen geliefert zu haben. Die Anschuldigungen entbehrten jeder Grundlage, sagte der Vorsitzende des Parlamentsausschusses für auswärtige Angelegenheiten und nationale Sicherheit im iranischen Fernsehen. Die militanten Kräfte benötigten keine Hilfe von außen, wurde Alaeddin Boroujerdi am Samstagabend auf der Internetseite des arabisch-sprachigen Fernsehssenders Al-Alam zitiert.

Israels Militär veröffentlichte ein Video von Anschlag auf Hamas-Führer:

10.40 Uhr: Auch vier palästinensische Kinder sollen bei den jüngsten Angriffen umgekommen sein. Nach Angaben von Rettungskräften wurde ein 18 Monate altes Kleinkind getötet. Zwei Brüder des Kindes - vier und fünf Jahre alt - seien zudem schwer verletzt worden, sagte ein Sprecher der Rettungsdienste, die der Hamas-Regierung unterstehen, heute.

10.00 Uhr: Die nächtlichen Angriffe auf die Mediengebäude galten in erster Linie den Fernsehsendern Al-Quds TV und Al-Aksa TV, die der Hamas-Regierung im Gazastreifen nahestehen. Mindestens sechs Journalisten wurden nach palästinensischen Angaben verletzt.



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