Mindestens sechs Häfen schwer beschädigt

Beben und Tsunami in Japan

Mindestens sechs Häfen schwer beschädigt

Die Frachtschifffahrt wird für Monate beeinträchtigt sein.

In Japan sind wegen des schweren Erdbebens und des anschließenden Tsunamis mindestens sechs Häfen schwer beschädigt worden. Die nordöstlichen Häfen Hachinohe, Sendai, Ishinomaki und Onahama sind nach Angaben von Betreibern und Reedereien vom Montag so stark verwüstet worden, dass sie für Monate, wenn nicht sogar Jahre außer Betrieb bleiben dürften.

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    Ausfall kostet 3,4 Milliarden pro Tag
    Japans neuntgrößter Container-Hafen Kashima und der kleinere Hafen Hitachinaka seien weniger stark beschädigt, würden aber voraussichtlich erst in einigen Wochen wieder in Betrieb gehen. Dutzende Container-Schiffe seien außerdem vernichtet worden.

    Die Hafenausfälle dürften nicht nur die Hilfs- und Aufräumarbeiten im Katastrophengebiet nordöstlich der Hauptstadt Tokio erschweren, sondern auch zu erheblichen Störungen der internationalen Handelsströme führen. Die Schließung der Häfen wird die japanische Volkswirtschaft voraussichtlich 3,4 Milliarden Dollar täglich kosten, wie aus Daten des Schifffahrtsmagazins Lloyd's List Intelligence hervorgeht. Der maritime Handel der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft hatte im vergangenen Jahr ein Volumen von 1,5 Billionen Dollar.

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    "Größer als nach Kobe-Beben"
    Nach Einschätzung von Analysten dürfte es Monate dauern, bis die japanische Frachtschifffahrt wieder ihr normales Niveau erreicht hat. "Die kurzfristigen Auswirkungen auf die Wirtschaft könnten größer sein als nach dem Kobe-Erdbeben", sagte Analyst Jiyun Konomi von Nomura Securities. Nach dem Erdbeben in Kobe 1995 hätte die japanische Speditionsbranche drei Monate benötigt, um wieder ihr normales Niveau zu erreichen.

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