AKW Fukushima

Kernschmelze in drei Reaktoren droht

Teilen

Im zweiten Reaktorblock könnte sie bereits begonnen haben.

Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Eins droht nach Angaben der Behörden eine Kernschmelze in drei Reaktoren. Das sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Montag nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo. Im Reaktorblock 2 könnte die Kernschmelze bereits begonnen haben, wie die Betreibergesellschaft Tepco mitteilte. Die Radioaktivität um den Reaktor sei erhöht.

Die Brennstäbe im zweiten Reaktor des Atomkraftwerks Fukushima Eins ragten nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo am Montagnachmittag (MEZ) wieder in vollem Umfang aus dem Wasser heraus. Damit nahm das akute Risiko einer bedrohlichen Kernschmelze weiter zu. Zuvor hatte die Betreibergesellschaft Tepco erklärt, es werde versucht, den Reaktor mit Seewasser zu fluten. Anschließend hieß es, die Brennstäbe stünden wieder zur Hälfte unter Wasser.

Japans Bevölkerung in Panik

Explosion bei Reaktor 3
Montag früh hatte es eine Explosion beim Reaktor 3 gegeben, die die Betonhülle des Gebäudes beschädigte. Nach Angaben der japanischen Behörden ist der Reaktor selbst jedoch intakt, es sei kaum Strahlung ausgetreten.

Das Erdbeben mit anschließendem Tsunami am Freitag beschädigte die Kühlanlage im Kraftwerk. Bereits am Samstag kam es beim Reaktor 1 zu einer ähnlichen Explosion.

Arbeiter verletzt
Bei der zweiten Explosion im Atomkraftwerk Fukushima Eins sind am Montag nach Angaben der Betreibergesellschaft Tepco sieben Arbeiter verletzt worden. Von ihnen seien fünf verstrahlt worden, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

Zu der zweiten Wasserstoffexplosion kam es um 11.00 Uhr Ortszeit (03.00 Uhr MEZ) nach einem heftigen Nachbeben. Betroffen war diesmal ein zum Reaktorblock 3 gehörendes Gebäude.

Regierung: Explosion unwahrscheinlich
Die japanische Regierung gab in einem Statement bekannt, dass eine Explosion im beschädigten Reaktor 2 unwahrscheinlich sein. Laut Sprecher Yukio Edano geht man davon aus, dass sich keine Anhäufung von Wasserstoff ereignen werde.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.

Zweite Explosion in AKW Fukushima

Im dritten Reaktorblock des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima 1 hat sich am Montagvormittag (Ortszeit) eine Wasserstoffexplosion ereignet

Aus dem Gebäude steigt Rauch auf.

Die Techniker hatten dort zuvor seit Tagen gegen die drohende Kernschmelze gekämpft.

Unklar war zunächst, ob bei der Explosion eine größere Menge Radioaktivität ausgetreten ist.

Laut japanischen Behörden wurde der innerste Sicherheitsbehälter nicht beschädigt.

Allerdings sinkt der Wasserstand. Jetzt werden Vorebereitung getroffen, Meerwasser einzuleiten.

Dadurch soll die Gefahr einer Überhitzung gering gehalten werden.

Die Vorher-Nachher Bilder von Japan

Die Stadt Sendai vor dem Unglück...

...und danach.

Die Küste von Banda Aceh vorher...

... und nachher.

Teile von Yuragi...

...sind teilweise völlig verwüstet.

Die am Meer gelegene Stadt Ishinomaki...

...hat es auch schwer erwischt.

Die Stadt Natori...

...ist sehr stark betroffen.

Sendai vorher...

... und nachher.

Ein Teil der Stadt Yuragi...

...der nun kaum wiedererkennbar ist.

Ein Teil von Sendai vorher...

...und nachher.

Kesennuma City vor...

...und nach dem Erdbeben.

Das ist Yuriage bevor...

...und nachdem es von Erdbeben und Tsunami verwüstet wurde.

Auch Rikutenzakata wurde von einer pulsierenden Stadt...

...in ein Trümmerfeld verwandelt.

Ähnliches Bild in Minamisanriku: Beben und Rekord-Welle hinterließen...

...ein trauriges Panorama.

Ein erneuter Blick auf das Inferno, bevor und nachdem es Natori heimgesucht hat.

ÖSTERREICH-Reporter in Japan

Im Hubschrauber flog Herbert Bauernebel über die Krisengebiete.

Erschütternder Bilder: Selbst tonnenschwere Containerschiffe wurden vom Tsunami weggespült

In Minamisanriku hat der Tsunami fast nichts mehr übrig gelassen.

SOS am Sportfeld der High School von Minamisanriku

In der Schule in Sendai stehen Menschen Schlage für Wasser.

Schreckensbilanz in Onagawa: Über 650 Tote, 390.000 Obdachlose.

Brennendes Industriegelände in Sendai.

Die schlimmsten AKW-Unfälle

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten