Jetzt kommt der E-Joint nach Europa

Nach der E-Cig

Jetzt kommt der E-Joint nach Europa

Die elektrische Zigarette für Cannabis-Liebhaber lässt die Wogen hochgehen.

E-Zigaretten haben in den letzten Jahren die Welt im Sturm erobert. Zahlreiche Raucher sind auf die, wie sie propagiert wird, "gesündere Alternative" umgestiegen. Untersuchungen haben gezeigt, dass auch die elektrischen Zigaretten ihre Risiken bergen und die Diskussion zwischen Befürwortern und Gegnern ist heiß wie nie. Die neueste Erfindung -  ein "E-Joint", bringt jetzt eine neue Facette in die Diskussion um die elektrischen Verdampfer.

© KanaVape

Ganz wie eine herkömmliche E-Zigarette enthält das Gerät ein Liquid, das verdampft wird. Das Besondere: Die Liquide für das neue Gerät enthalten Cannabis-Extrakt. Das soll zur Entspannung und zu einem guten Geschmack beitragen. Dadurch, dass es kein THC enthält, ist das Gerät legal, erklärt der Hersteller KanaVape. THC zählt zu den psychoaktiven Inhaltsstoffen in Cannabis und ist als Droge verboten. In England und den Niederlanden ist der "E-Joint", den es zuvor nur in Asien gab, bereits an den Start gegangen. In Frankreich strebt sich die Politik noch dagegen, das Gerät zuzulassen.

Österreich-Start unsicher
Die Hersteller geben an, dass ihr Gerät die gleiche entspannende Wirkung wie gerauchtes Cannabis entfaltet – ohne die psychoaktiven Nebeneffekte und ohne den Geruch nach Rauch. Der Hanf für das Liquid wird in Frankreich hergestellt. Bevor man die neue Cannabis-Zigarette auch in anderen europäischen Ländern genießen kann, gilt es aber, noch mehrere rechtliche Hürden zu überwinden. Auch Freunde von E-Zigaretten haben Besorgnis ausgedrückt, dass die Cannabis-Zigarette dem Image der E-Zigaretten schaden könnte. Wann das Produkt nach Österreich kommt, ist noch nicht bekannt.

Franzosen wollen neue Zigarette verbieten
Die französische Gesundheitsministerin Marisol Touraine kündigte am Dienstag an, sie werde vor Gericht ziehen, um die Cannabis-E-Zigaretten verbieten zu lassen. "Ich bin dagegen, dass ein solches Produkt in Frankreich vermarktet werden darf", sagte die Ministerin. Zur Begründung führte sie im Sender RTL an, dies sei eine Anstiftung zum Konsum der Droge Cannabis.
 

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