Nach Wahl-Schlappe

Kamala Harris erwägt neue Kandidatur

Aussagen der 61-jährigen Demokratin lassen die amerikanischen Wähler aber noch im Unklaren

Knapp eineinhalb Jahre nach ihrer Niederlage bei der US-Präsidentschaftswahl gegen Donald Trump hat die frühere US-Vizepräsidentin unter Joe Biden, Kamala Harris, eine erneute Kandidatur angedeutet. Bei einer Veranstaltung einer Bürgerrechtsorganisation in New York sagte Harris am Freitag auf eine entsprechende Frage: "Ich könnte, ich könnte. Ich denke darüber nach!" Es war Harris' bisher stärkster Hinweis darauf, dass sie bei Wahl im Jahr 2028 erneut antreten könnte.

Die Demokratin Harris hatte als damals amtierende Vizepräsidentin 2024 klar gegen Donald Trump verloren. Dieser war wiederum vier Jahre davor nach seiner ersten Amtszeit Biden unterlegen. Die Partei hatte Harris nur wenige Wochen vor der Wahl zur Kandidatin ernannt, nachdem Biden sich nach einem katastrophal verlaufenen Fernsehduell gegen Trump im Juli 2024 aus dem Wahlkampf zurückgezogen hatte.

Kein klares Ja, aber erste Schritte

Harris meinte nun bei der von einer Organisation des Bürgerrechtlers Al Sharpton organisierten Veranstaltung, sie sei damals nur "einen Herzschlag" von der Präsidentschaft entfernt gewesen. "Ich habe viele Stunden im Oval Office im Situation Room verbracht. Ich kenne den Job. Und ich weiß, was er erfordert", führte Harris weiter aus.

Die 61-Jährige hatte sich nach ihrer Niederlage zunächst aus dem Rampenlicht zurückgezogen. Im vergangenen September veröffentlichte Harris ihre Memoiren, zuletzt absolvierte sie mehrere Auftritte in den US-Südstaaten. Aus ihr nahestehenden Kreisen war zuletzt verlautet, Harris sei zwar noch unentschlossen, übernehme aber erste Schritte für eine Kandidatur.

Erste Umfragen deuten darauf hin, dass die Juristin unter den als möglich geltenden, demokratischen Kandidaten am bekanntesten ist. Zu einer Nominierung als Präsidentschaftskandidatin der Demokraten wäre der Weg aber noch lang. In den vergangenen Wochen und Monaten hatten diverse prominente Politiker der Partei eine mögliche Kandidatur angedeutet. Der Republikaner Trump darf nach zwei Amtszeiten laut der US-Verfassung nicht mehr auf dem Wahlzettel stehen.

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