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Kaviar- und Trüffel-Verbot für Assad

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Auch Gasmasken und Schutzanzüge dürfen nicht nach Syrien verkauft werden.

Der syrische Diktator Bashar al-Assad darf für sich und seine Familie in der EU keinen Kaviar und keine Trüffel mehr kaufen. Auch teure Schuhe, Uhren und Autos stehen auf einer Liste von Luxusgütern, die wegen der blutigen Unterdrückung der Opposition nicht mehr an den Assad-Clan verkauft werden dürfen. Die Außenminister der Europäischen Union hatten die Luxus-Sanktionen bereits am 23. April beschlossen - mit der jetzt beschlossenen Liste treten sie vom Sonntag an offiziell in Kraft.

Kaviar, Trüffel und Zigarren gelten als Luxusgüter, wenn sie mehr als zehn Euro pro Stück oder pro Packung kosten. Bei Wein und Schnaps beginnt der Luxus bei einem Preis von 50 Euro pro Liter. Geschirr und Uhren stehen auf der Sanktionsliste, wenn sie mehr als 500 Euro kosten. Autos dürfen nur noch nach Syrien verkauft werden, wenn sie weniger als 25.000 Euro kosten.

Die EU verbot auch den Verkauf von bestimmten Gütern, die für die Unterdrückung der Bevölkerung benutzt werden könnten. Betroffen sind unter anderem Gasmasken und Schutzanzüge, wie die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton am Freitag in Brüssel mitteilte. Hinzu kommt ein Exportverbot für bestimmte Chemikalien, Viren, Bakterien und Giftstoffe sowie Labormaterial. Für weitere Stoffe und Geräte muss künftig eine Erlaubnis eingeholt werden.

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