Sonne, Meer und lange Sandstrände gelten als Inbegriff des klassischen Badeurlaubs. Doch an einem beliebten Urlaubsort gerät diese Kulisse nun zunehmend ins Wanken.
Traumstrände, türkisblaues Meer, genau das zieht Millionen Urlauber an. Doch in Italien verändert sich das Bild rasant. An immer mehr Orten verschwindet der Sand, das Meer rückt näher und ganze Küstenabschnitte stehen plötzlich unter Druck.
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Experten schlagen Alarm: Immer mehr Küsten werden abgetragen, ganze Strandbereiche könnten langfristig verschwinden.
Jeder zweite Strand bedroht
Die Lage ist besonders in Italien dramatisch. Eine Studie der Universität Rom La Sapienza zeigt, dass bis 2050 rund 20 Prozent der Strände verloren gehen könnten, bis zum Ende des Jahrhunderts sogar fast die Hälfte.
Vor allem Regionen wie Sardinien, Kampanien, Latium und Apulien gelten als besonders gefährdet.
Klimakrise trifft Küsten
Die Ursachen sind vielfältig, aber eindeutig: steigende Temperaturen, ein wachsender Meeresspiegel und immer häufigere Extremwetterlagen setzen den Küsten massiv zu. Gerade flache Sandstrände leiden besonders. Dabei sind diese nicht nur für den Tourismus, sondern auch für den Schutz vor Sturmfluten entscheidend.
Erste Folgen bereits sichtbar
Die Auswirkungen sind längst Realität. In Apulien stürzte die bekannte Felsformation "Liebesbogen" nach Unwettern ins Meer, gleichzeitig gingen dort in nur wenigen Jahren dutzende Kilometer Küstenlinie verloren. Auch in Spanien spitzt sich die Lage zu: Selbst Infrastruktur wie Bahnstrecken entlang der Küste ist inzwischen bedroht.
Die Behörden versuchen gegenzusteuern. Mit Dämmen, künstlichen Riffen und aufgeschüttetem Sand soll das Meer gebremst werden. Doch viele dieser Maßnahmen sind umstritten. Experten warnen, dass sie zwar lokal helfen können, gleichzeitig aber an anderen Stellen neue Probleme verursachen.
Unsichere Zukunft für Urlauber
Neue Ansätze setzen deshalb verstärkt auf natürliche Lösungen wie den Wiederaufbau von Dünen oder gezielte Sandverlagerung. Ob das reicht, ist unklar. Fest steht: Der klassische Badeurlaub, wie man ihn kennt, steht zunehmend unter Druck.