Kim Jong-Un Donald Trump

Atom-Streit

Kim verweigert Gespräche mit den USA

Nordkorea lässt US-Außenminister Tillerson abblitzen.

Nordkorea hat nach Angaben des US-Außenministeriums keinerlei Interesse an Gesprächen mit Washington. Es gebe keine Hinweise darauf, dass Pjöngjang an Verhandlungen über eine Denuklearisierung interessiert sei, erklärte Außenamtssprecherin Heather Nauert am Samstag in Washington. Dabei hätten die USA Nordkorea unter anderem zugesichert, Machthaber Kim Jong Un nicht stürzen zu wollen.

Zuvor hatte US-Außenminister Rex Tillerson bei einem Besuch in Peking gesagt, die USA stünden in Kontakt mit Nordkorea, um die Möglichkeit von Verhandlungen über dessen Atom- und Raketenprogramm auszuloten. Dazu gebe es "zwei, drei Kanäle", deren Existenz Nauert bestätigte. "Wir können mit ihnen reden, und wir reden mit ihnen", sagte Tillerson am Samstag.

Gegenseitige Drohungen

Zuletzt hatten die USA und Nordkorea im Konflikt um das Atom- und Raketenprogramm des ostasiatischen Landes auf äußerst martialische Töne gesetzt. US-Präsident Donald Trump hatte Nordkorea sogar mit der "vollständigen Vernichtung" gedroht, falls das Land seine atomare Aufrüstung fortsetze. Der nordkoreanische Außenminister Ri Yong Ho wertete dies als Kriegserklärung.

Nordkorea hatte am 3. September seinen bisher stärksten Atomwaffentest vorgenommen. Zudem testet das isolierte Land regelmäßig Raketen und verletzt damit Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Nordkorea arbeitet erklärtermaßen an der Entwicklung einer Rakete, die einen Atomsprengkopf bis aufs Festland der USA tragen kann. Die USA wollen dies verhindern.
 

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