LIVE-Ticker

Trump: "Wir werden das Land selbst regieren"

Bei einem großangelegten Militäreinsatz in Venezuela haben die USA den langjährigen Staatschef Nicolás Maduro entmachtet und nach Angaben von US-Präsident Donald Trump vorerst die Führung des Landes übernommen. 

US-Kampfflugzeuge griffen in der Nacht auf Samstag Ziele in Venezuela an, Elitesoldaten nahmen Maduro und dessen Frau fest und brachten beide außer Landes. Venezuelas Oppositionsführerin María Corina Machado sprach von einer "Stunde der Freiheit" für ihr Land.
 

Wir werden das Land so lange regieren, bis wir einen sicheren, ordentlichen und vernünftigen Übergang gewährleisten können", sagte Trump am Samstag bei einer Pressekonferenz in seiner Privatresidenz Mar-a-Lago in Florida. Der im Dezember mit dem Friedensnobelpreis geehrten venezolanischen Oppositionsführerin sprach er die Fähigkeit zur Führung ihres Landes ab: Sie habe nicht "die Unterstützung oder den Respekt" für diese Aufgabe, sagte Trump.

Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodriguez habe sich jedoch zur Kooperation bereit erklärt: "Sie ist prinzipiell bereit zu tun, was wir für notwendig halten, um Venezuela wieder großartig zu machen."

Machado hatte zuvor die sofortige Einsetzung des Oppositionspolitikers und früheren Präsidentschaftskandidaten Edmundo Gonzáles Urrutia als Staatschef gefordert. Gonzáles Urrutia selbst sprach von "entscheidenden Stunden" für das Land.

Maduro in "Festung" gefangen genommen

Laut Trump wurde Maduro von US-Elitesoldaten in einer schwer bewachten "Festung" gefangen genommen, als er sich gerade in einen stahlverstärkten Schutzraum flüchten wollte. Er selbst habe die Festnahme live "wie eine Fernsehshow" verfolgt, schilderte der US-Präsident. Bei dem "brillanten" Einsatz sei kein US-Soldat ums Leben gekommen. In Onlinediensten veröffentlichte Trump ein Foto, das Maduro in Handschellen und mit einer schwarzen Maske über den Augen an Bord eines US-Kriegsschiffes zeigt.

Nach Angaben des US-Justizministeriums soll Maduro in New York wegen "Verschwörung zum Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden. Er werde "den vollen Zorn der amerikanischen Justiz" zu spüren bekommen, erklärte Justizministerin Pam Bondi. Trump hatte Venezuela in den vergangenen Monaten immer wieder vorgeworfen, den  
 

Maduro
© Truth Social

 

+++ Der oe24-Liveticker zum Trump-Angriff auf Venezuela +++  

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 20:01

Kritik aus Frankreich

Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot hat die Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte scharf verurteilt. Der US-Einsatz "verstößt gegen das Gewaltverbot, das dem Völkerrecht zugrunde liegt", schrieb Barrot am Samstag im Onlinedienst X.

Auch wenn Maduro "die Würde und das Recht des venezolanischen Volkes auf Selbstbestimmung schwer verletzt" habe, dürfe dem Land "keine dauerhafte politische Lösung von außen aufgezwungen werden", hieß es weiter.

"Souveräne Völker entscheiden allein über ihre Zukunft", betonte der französische Außenminister. Die "zunehmenden Verstöße" von Ländern, die als ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrats besondere Verantwortung trügen, hätten schwerwiegende Folgen für die Sicherheit der Welt, warnte Barrot.

 19:21

Experte: "Lateinamerika tief gespalten"

Die politische Lage in Venezuela sorgt nach Einschätzung des kolumbianischen Politologen und Lateinamerika-Experten Andrés Londoño Niño für große Unsicherheit - nicht nur im Land selbst, sondern in ganz Lateinamerika. Die Region sei "tief gespalten". Das würden auch die unterschiedlichen Reaktionen auf den am Samstag erfolgten US-Schlag gegen das bisher vom linksautoritären Staatschef Nicolás Maduro regierte Land zeigen, so Londoño im APA-Interview.

Die Spaltung ziehe sich sowohl durch die Bevölkerung als auch durch die Staats- und Regierungschefs, so Londoño. Präsidenten wie Kolumbiens Staatschef Gustavo Petro hätten eine mögliche US-Intervention verurteilt, während andere, etwa Argentiniens Präsident Javier Milei, den Machtverlust Maduros begrüßten und erklärten, "endlich gibt es Freiheit in Lateinamerika".

Auch ehemalige Präsidenten aus dem rechten politischen Spektrum des Nachbarlandes Kolumbiens, darunter Álvaro Uribe und Iván Duque, würden den Zusammenbruch der Regierung Maduro feiern oder zumindest positiv bewerten. Londoños Ansicht nach sei Maduro offiziell weiterhin im Amt sei und die rechtliche Lage entsprechend ungeklärt. Laut Medienberichten hatten die USA jedoch Venezuelas Präsidenten und seine Frau in der Nacht auf Samstag festgenommen.

 18:58

UN-Chef Guterres alarmiert über Eskalation in Venezuela

UN-Generalsekretär António Guterres hat sich angesichts der jüngsten Eskalation in Venezuela und der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch das US-Militär, alarmiert gezeigt. Die Entwicklungen stellten einen gefährlichen Präzedenzfall dar und hätten potenziell weitreichende Folgen für die Region, erklärte ein UN-Sprecher.

Guterres betonte die Notwendigkeit der uneingeschränkten Achtung des Völkerrechts und der UN-Charta und äußerte Sorge, dass diese Grundsätze nicht gewahrt worden seien. Zugleich rief er alle Akteure in Venezuela zu einem inklusiven Dialog unter Wahrung der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit auf.

 18:42

Letzte Frage geht um Putin

"Ich bin nicht begeistert von Putin. Er tötet zu viele Menschen", so Trump. „Dieser Krieg ist zu einem Blutbad geworden.“ Damit ist die Pressekonferenz zu Ende.

 18:38

Ist jetzt Kuba dran?

"Über Kuba werden wir bald sprechen“, sagt Trump. Rubio ergänzt: "Wenn ich in Havanna leben würde und in der Regierung wäre, würde ich mir Sorgen machen."

 18:33

Trump nennt weitere Details

Maduro hätte getötet werden können, so der US-Präsident. „Er wollte in einen sicheren Raum rennen, er hat es bis zur Tür geschafft und konnte sie öffnen, aber er hat es nicht mehr rein geschafft.“

 18:23

Was heißt Venezuela regieren?

Trump bleibt vage, ob die USA Soldaten schicken. Der US-Präsident sagt nur: "Wir machen Venezuela great again.“

 18:20

Rubio: "Maduro wollte Spielchen spielen"

„Maduro hat viele Gelegenheiten bekommen, den Sturz zu vermeiden", so der Außenminister. "Aber er hat sich dafür entschieden, den big boy zu spielen."

 18:16

Details zum Einsatz

Armee-Chef Dan Caine gibt Details zur Mission preis. Trump habe um 22.46 Uhr das Go mit den Worten: „Good luck and Godspeed“, sein Go gegeben. 150 Jets waren an der Operation beteiligt.

 18:08

Hegseth am Wort

Trumps Kriegsminister lobt den Präsidenten und stellt dann klar: "Das ist America First, das ist Frieden durch Stärke. Willkommen in 2026.“

 18:00

"Einer der Schlimmsten"

Maduro sei "einer der Schlimmsten" gewesen, so Trump. „Er wird niemals mehr in der Lage sein, unschuldige Amerikaner oder Venezolaner zu bedrohen"

Trump © Getty

 17:51

Menschen in Venezuela glücklich

Die Menschen in Venezuela würden sich über den Sturz freuen, sie seien jetzt „happy“, so Trump. Falls notwendig, werde er eine zweite Angriffswelle befehlen.

Trump © Getty

 17:49

Es geht ums Öl

"Unsere großen Öl-Firmen werden reingehen und die kaputte Infrastruktur reparieren", so Trump. "Sie werden anfangen, Geld für das Land zu machen"

 17:49

„Werden das Land regieren“

Laut Trump kann kein anderes Land eine derartige Operation ausführen. Die USA werden das Land regieren, bis ein richtiger Übergang sichergestellt ist.

 17:47

"Spektakulärster Angriff seit dem Zweiten Weltkrieg"

Trump lobt den „spektakulären Angriff“ auf Land, See und aus der Luft, „wie ihn die Menschen seit dem Zweiten Weltkrieg nicht gesehen haben“

 17:33

Erstes Foto von Maduro

Trump hat ein erstes Foto vom festgenommenen Ex-Diktator auf Truth Social gepostet.

Maduro © Truth Social

 17:24

Trump-Auftritt verzögert sich

Eigentlich war die PK für 17 Uhr (MEZ) geplant, bisher ist in Mar-a-Lago aber nur ein Rednerpult zu sehen.

 17:12

Trump gibt Pressekonferenz

Der US-Präsident tritt in wenigen Augenblicken in Florida vor die Presse.

 17:06

Machado plädiert für Oppositionellen González als neuen Präsidenten

Die Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado fordert nach der Festnahme von Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte die Einsetzung des Oppositionspolitikers Edmundo González Urrutia als Nachfolger. Er habe die Präsidentenwahl vor eineinhalb Jahren gewonnen und sollte sein verfassungsmäßiges Amt nun unverzüglich antreten, hieß es in einer auf X veröffentlichten Mitteilung Machados.

 17:02

Trump: "Wir werden sehr involviert sein"

Außerdem kündigte Trump gegenüber Fox News, bei der Machtfrage in Caracas mitentscheiden zu wollen. "Wir treffen diese Entscheidung jetzt. Wir können nicht riskieren, dass jemand anderes übernimmt und einfach so weitermacht", sagte er auf die Frage nach der politischen Zukunft von Venezuela. "Wir werden sehr involviert sein. Wir wollen Freiheit für die Menschen erreichen." Vor allem Auslandsvenezolaner freuten sich über die Absetzung Maduros.

Nach der venezolanischen Verfassung würde Vizepräsidentin Delcy Rodríguez bei einem Ausfall des Staatschefs bis zu Neuwahlen die Regierungsgeschäfte übernehmen. Als mögliche Szenarien werden in der Verfassung unter anderem Tod, Rücktritt, Amtsenthebung oder Amtsaufgabe aufgeführt.

Da im vorliegenden Fall keiner dieser Gründe vorliegt, geht Venezuelas Außenminister davon aus, dass Maduro weiterhin Präsident ist. "Die Verfassung ist klar: Der gewählte Präsident, der verfassungsmäßige Präsident ist Nicolás Maduro Moros. Seine physische Anwesenheit in Venezuela muss von den USA sofort wieder hergestellt werden", sagte Außenminister Yvan Gil im Staatsfernsehen.

 16:28

Festnahme Maduros "wie eine Fernsehsendung"

Die Festnahme Maduros verfolgte Trump live. Gegenüber Fox News sagte der US-Präsident, er habe den Einsatz gemeinsam mit ranghohen Militärs in einem Raum seines Anwesens Mar-a-Lago beobachtet - es sei gewesen "wie in eine Fernsehsendung zu schauen".


Er sprach von einem sehr komplexen Manöver und lobte die beteiligten Einheiten: "Wenn Sie die Geschwindigkeit und die Gewalt gesehen hätten - es war unglaublich." Nach seinen Worten durchbrachen US-Soldaten unter anderem speziell gesicherte Stahltüren. Außerdem habe eine große Zahl von Flugzeugen, Hubschraubern und Kampfjets bereitgestanden.

 16:13

Trump: Habe Maduro zur Kapitulation aufgefordert

Im Gespräch mit Fox News sagte Trump ferner, er habe Maduro vor einer Woche zur Kapitulation aufgefordert. "Ich sagte, du musst aufgeben. Du musst dich ergeben." Sie hätten vor etwa einer Woche miteinander telefoniert. Maduro habe sich allerdings geweigert.

 15:59

Trump: Maduro und Ehefrau auf dem Weg nach New York

Der von US-Eliteeinheiten festgenommene Staatschef Venezuelas, Nicolás Maduro, befindet sich nach Angaben von US-Präsident Donald Trump auf dem Weg nach New York. Zusammen mit seiner Ehefrau Cilia Flores sei Maduro auf dem Kriegsschiff Iwo Jima, sagte Trump im Interview mit dem US-Fernsehsender Fox News.


Das Schiff Iwo Jima ist ein amphibisches Angriffsschiff der US-Navy, das in den 1960er-Jahren vor allem für den Transport von Marines und Hubschraubern konzipiert wurde. Bekannt wurde es unter anderem durch seine Einsätze im Vietnamkrieg sowie als Bergungsschiff der Apollo-Weltraummissionen.


Samstagfrüh hatte der US-Präsident den Angriff auf Venezuela bestätigt. Im Gespräch mit Fox News sagte Trump weiter, dass die US-Streitkräfte auch für einen zweiten Schlag vorbereitet gewesen wären.

 15:27

Trump: Verletzte auf US-Seite

US-Präsident Donald Trump hat sich beim Sender "Fox News" zu dem US-Angriff auf Venezuela geäußert. Während einer Telefonschalte sagte der Präsident, dass auf der amerikanischen Seite "einige Verletzungen, aber keine Tote" gab.

 14:58

Starmer: Großbritannien nicht an US-Angriffen beteiligt

Großbritannien ist nach den Worten von Premierminister Keir Starmer nicht an den US-Angriffen auf Venezuela beteiligt gewesen. Er wolle ⁠sich zunächst über die Fakten informieren, sagte Starmer britischen Sendern. Dazu wolle er mit US-Präsident Donald Trump und Verbündeten sprechen. Starmer fügte hinzu, man müsse das Völkerrecht achten.

 14:41

Reisewarnung für Österreicher

Das Außenministerium hat angesichts der US-Angriffe auf Venezuela einen Krisenstab mit Fokus auf die Sicherheit österreichischer Staatsangehöriger eingerichtet. Wie das Außenministerium in Wien am Samstag auf X mitteilte, gilt für ganz Venezuela mittlerweile eine Reisewarnung. Österreicher und Österreicherinnen in Venezuela wurden aufgefordert, sich auf http://reiseregistrierung.at zu registrieren.

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger © APA/GEORG HOCHMUTH

Laut Außenministerium leben in Venezuela 750 Auslandsösterreicher, außerdem halte sich "eine Handvoll" reiseregistrierter Österreicher in dem Land auf. Diese wurden vom Außenministerium kontaktiert.

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) reagierte bisher nicht direkt auf die US-Angriffe. Die Außenministerin verbreitete aber auf X einen Tweet der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas. Kallas rief darin zur Achtung des Völkerrechts auf, ohne die USA direkt anzusprechen. Die EU-Chefdiplomatin hatte zuvor mit US-Außenminister Marco Rubio telefoniert.

 14:26

EU-Ratspräsident ruft zur Deeskalation auf

Auch EU-Ratspräsident António Costa zeigte sich besorgt über die Entwicklungen. "Die Europäische Union ruft zur Deeskalation und zu einer Lösung unter vollständiger Achtung des Völkerrechts und der in der Charta der Vereinten Nationen verankerten Grundsätze auf", schrieb Costa auf X. Die EU werde sich weiterhin für eine friedliche, demokratische und inklusive Lösung in Venezuela einsetzen.

 14:23

Vizekanzler Babler (SPÖ) verurteilt US-Schlag gegen Diktator Maduro

Auf X schrieb er: "Ich verurteile den bewaffneten Angriff der USA auf Venezuela. Dieser Angriff stellt eine schwere Verletzung des Gewaltverbots der UNO-Charta dar. Es ist eine Frage unserer Glaubwürdigkeit, dies auch klar zu benennen. Wir müssen die Flagge der internationalen Rechtsstaatlichkeit hochhalten. Wir sehen, wie sich die Welt geopolitisch auch im neuen Jahr im Rückwärtsgang bewegt und sich die internationalen Strukturen vor unseren Augen auflösen. Gerade angesichts der Ereignisse in Venezuela führt für uns Europäer kein Weg daran vorbei, diese Realität anzuerkennen und ein Gegenmodell anzubieten, das das Recht des Stärkeren nicht zur politischen Methode macht."

 14:09

Martialischer Auftritt

Kurz nach der Gefangennahme Maduros trat Innenminister Diosdado Cabello im Staatsfernsehen auf. Mit Helm und Schutzweste forderte er die Venezolaner auf, nicht mit dem "terroristischen Feind" zusammenzuarbeiten. Der Luftraum über Venezuela war am Samstagmorgen Flugradar-Daten zufolge vollständig leer.

 14:09

"Wir haben zusammen vor Freude geweint"

In der Bevölkerung kochten die Emotionen hoch. "Meine Schwester in den USA hat mich mit der Nachricht geweckt, sie hat geweint. Wir haben zusammen vor Freude geweint", sagt der 39-jährige Mechaniker Jairo Chacin in der Öl-Metropole Maracaibo der Nachrichtenagentur Reuters. Er habe aus Angst vor Plünderungen nach seinem Geschäft gesehen, die Straßen seien jedoch menschenleer gewesen. "Ich wollte tanken, aber die Tankstellen sind schon geschlossen. Ehrlich gesagt, bin ich hin- und hergerissen zwischen ⁠Angst und Freude."

 13:58

Venezuelas Innenminister: USA haben Ziel nur teilweise erreicht

Die USA haben mit ihrem Angriff auf Venezuela und mit der Gefangennahme des autoritären Präsidenten Nicolás Maduro ihr Ziel nach Einschätzung der Regierung in Caracas nur teilweise erreicht. "Das Land ist ganz ruhig. Was sie mit ihren Bomben und Raketen erreichen wollten, ist ihnen nur teilweise gelungen", sagte Innenminister Diosdado Cabello mit Militärhelm und taktischer Weste umgeben von Bewaffneten am Samstag im Staatsfernsehen.

"Sie haben erwartet, dass das Volk feige die Flucht ergreift. Das ist nicht geschehen. Die Zeit der Feiglinge ist vorbei."

Die USA hatten in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) Ziele in Venezuela angegriffen und nach Angaben von Präsident Donald Trump auch Maduro gefasst und außer Landes gebracht. Die Luftschläge richteten sich Berichten zufolge vor allem gegen Militärstützpunkte, Flugplätze, Kommunikationsanlagen und Häfen.

 13:58

Venezuela vor ungewisser Zukunft

Schock, Ungewissheit und Rauchschwaden prägen am Samstag die Lage in der venezolanischen Hauptstadt Caracas. ⁠Die Metropole erwachte wenige Stunden, nachdem US-Spezialkräfte bei einem nächtlichen Militärschlag Präsident Nicolas Maduro gefangen genommen hatten. Die Straßen nahe dem Präsidentenpalast Miraflores blieben menschenleer, nur bewaffnete Uniformierte sicherten Kontrollpunkte. Die meisten Bewohner blieben zu Hause und verfolgten die Nachrichten auf Mobiltelefonen.

 13:55

In Österreich

Das Außenministerium hat angesichts der US-Angriffe auf Venezuela einen Krisenstab mit Fokus auf die Sicherheit österreichischer Staatsangehöriger eingerichtet. Wie das Außenministerium in Wien am Samstag auf X mitteilte, gilt für ganz Venezuela mittlerweile eine Reisewarnung. Österreicher und Österreicherinnen in Venezuela wurden aufgefordert, sich auf http://reiseregistrierung.at zu registrieren.

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) reagierte bisher nicht direkt auf die US-Angriffe. Die Außenministerin verbreitete aber auf X einen Tweet der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas. Kallas rief darin zur Achtung des Völkerrechts auf, ohne die USA direkt anzusprechen. Die EU-Chefdiplomatin hatte zuvor mit US-Außenminister Marco Rubio telefoniert.

 13:42

US-Anklage gegen Maduro ist da

Auf X schrieb US-Justizministerin Pamela Bondi:

"Nicolas Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores wurden im Südbezirk von New York angeklagt. Maduro wird der Verschwörung zum Drogenhandel und Terrorismus, der Verschwörung zum Kokainimport, des Besitzes von Maschinengewehren und Sprengkörpern beschuldigt"

Weiter heißt es in dem Statement: "Sie werden sich bald vor amerikanischen Gerichten und auf amerikanischem Boden der vollen Härte des amerikanischen Justizsystems stellen müssen. Im Namen des gesamten US-Justizministeriums möchte ich Präsident Trump für seinen Mut danken, im Namen des amerikanischen Volkes Rechenschaft zu fordern, und unseren tapferen Soldaten meinen tiefsten Dank aussprechen, die diese unglaubliche und äußerst erfolgreiche Mission zur Festnahme dieser beiden mutmaßlichen internationalen Drogenhändler durchgeführt haben."

 13:07

Jubel in Trump-Administration

"Der Tyrann ist gestürzt." (US-Vize-Außenminister Christopher Landau auf X)

 13:05

Jubel in Lateinamerika

Argentinien: "Viva la libertad carajo"

Javier Milei, der Maduro wiederholt als "narkoterroristischen Diktator" bezeichnet hatte, setzte auf X ein deutliches Zeichen der Unterstützung für den US-Kurs: "LA LIBERTAD AVANZA. VIVA LA LIBERTAD CARAJO." Auf Deutsch heißt das so viel wie: "Die Freiheit schreitet voran, lang lebe die Freiheit, verdammt."

Damit unterstreicht Argentinien seine Rolle als engster Verbündeter der neuen US-Administration in der Region und bricht offen mit dem Konsens der territorialen Integrität, den andere lateinamerikanische Staaten betonen.

 12:42

Venezuela beantragt Sitzung vom Sicherheitsrat

Venezuela hat offiziell eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen beantragt. Das teilte Außenminister Yván Gil Pinto am Samstag mit. Anlass seien die jüngsten Angriffe der Vereinigten Staaten auf das Land.

In einer auf Telegram veröffentlichten Stellungnahme erklärte Gil Pinto:

„Kein feiger Angriff wird sich gegen die Stärke dieses Volkes durchsetzen, das siegreich daraus hervorgehen wird.“

Der Außenminister veröffentlichte zudem das Schreiben, das an die Vereinten Nationen übermittelt wurde. Darin wirft die venezolanische Regierung den USA einen schweren Bruch des Völkerrechts vor und fordert eine internationale Reaktion.

 12:13

USA wollen Maduro den Prozess machen

„Er informierte mich darüber, dass Nicolás Maduro von US-Personal festgenommen wurde, um sich in den Vereinigten Staaten wegen strafrechtlicher Vorwürfe zu verantworten, und dass die heute Nacht beobachtete militärische Aktion dazu diente, diejenigen zu schützen und zu verteidigen, die den Haftbefehl vollstreckten“, schrieb der Senator aus Utah, Mike Lee, auf X. Lee beruft sich dabei auf ein Gespräch mit Außenminister Rubio.

 12:12

Zivilisten bei Angriff getötet

„Wir verurteilen diesen Angriff auf unser Volk, der Beamten, Soldaten, Unschuldigen und Zivilisten das Leben gekostet hat“, sagte Vizepräsidentin Delcy Rodríguez im Staatsfernsehen.

 12:11

EU-Außenbeauftragte Kallas ruft zur Zurückhaltung auf

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat nach einem Telefonat mit US-Außenminister Marco Rubio zur Zurückhaltung ⁠aufgerufen. "Die EU hat wiederholt erklärt, dass Herrn Maduro die Legitimität fehlt und sich für einen friedlichen Übergang ausgesprochen", schrieb sie auf der Plattform X.

"Unter allen Umständen müssen die Grundsätze des Völkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen eingehalten werden. Wir rufen zur Zurückhaltung auf", fügte sie hinzu, ohne die USA direkt zu kritisieren. Die Sicherheit der EU-Bürger in Venezuela habe für die EU oberste Priorität. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mitgeteilt, die USA hätten Venezuela angegriffen und Präsident Nicolas Maduro gefangen genommen.

 11:56

Venezuela - Russland verurteilt US-Angriff als "verwerflich"

 11:43

"Verschiebung der internationalen Ordnung"

Der deutsche SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic kritisierte den US-Angriff auf ⁠Venezuela scharf. "Was wir hier mutmaßlich erleben, ist eine hochgefährliche Verschiebung der internationalen Ordnung", sagte der außenpolitische Sprecher der SPD am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. "Wenn militärische Gewalt ohne UN-Mandat eingesetzt, Regime-Change offen betrieben und das Völkerrecht zur Verhandlungsmasse degradiert wird, dann ersetzt das Recht des Stärkeren zunehmend die Stärke des Rechts."

Ahmetovic verwies darauf, dass US-Präsident Donald Trump neben dem Einsatz in Venezuela auch "völkerrechtswidrige Aktionen auf internationalen Gewässern, geopolitische Fantasien über Grönland oder geheime Absprachen mit dem Aggressor über die Zukunft der angegriffenen Ukraine ohne Europa" betreibe. "All das untergräbt Vertrauen, destabilisiert fragile Regionen und schwächt die regelbasierte Weltordnung", warnte er. "Wer internationales Recht ⁠missachtet und Macht über Regeln stellt, unterscheidet sich im Handeln nicht von autoritären Akteuren", betonte der SPD-Politiker.

 11:42

Spanien ruft zur Deeskalation auf

Spanien hat angesichts der US-Angriffe in Venezuela und der Mitteilung über eine Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro zur Mäßigung aufgerufen. Das Völkerrecht und die UN-Charta müssten beachtet werden, stand in einer ersten Erklärung des spanischen Außenministeriums zur Lage in dem südamerikanischen Land.

Zugleich bot die linke Regierung in Madrid ihre Hilfe an, um "eine friedliche und durch Verhandlungen erzielte Lösung der gegenwärtigen Krise zu erreichen". Das Außenministerium beobachte die Lage in Venezuela und in Abstimmung mit seinen Partnern in der EU und den Ländern der Region, hieß es weiter in der Mitteilung.

 11:41

UN-Charta verbietet Anwendung militärischer Gewalt

Neben Zweifeln an der Vereinbarkeit des Vorgehens mit der US-Verfassung dürfte auch das Fehlen einer völkerrechtlichen Grundlage Anlass zur Sorge geben. Schon die US-Angriffe auf angebliche Boote von Drogenschmugglern in der Karibik in den vergangenen Monaten wurden von Rechtsexperten als Verstoß gegen internationales Recht bezeichnet.

Die Angriffe auf die Boote verstießen zunächst wohl gegen das in der UN-Charta verankerte Gewaltverbot, sagte Thilo Marauhn, Leiter der Forschungsgruppe Völkerrecht am Leibniz-Institut für Friedens-und Konfliktforschung der Deutschen Presse-Agentur. Danach ist sowohl die Androhung als auch die Anwendung militärischer Gewalt verboten. Da die USA nicht angegriffen wurden und der UN-Sicherheitsrat die Maßnahmen nicht erlaubt hat, träfe keine der beiden anerkannten Ausnahmen von diesem Verbot zu, so Marauhn.

 11:41

US-Senator: "Dieser Krieg ist illegal"

Nach dem Angriff der USA auf Venezuela haben mehrere US-Parlamentarier Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgehens geäußert. Der demokratische Senator von Arizona, Ruben Gallego schrieb im Kurznachrichtendienst X: "Dieser Krieg ist illegal. Es ist beschämend, dass wir uns vom Weltpolizisten zum Weltmobber entwickelt haben. Es gibt keinen Grund, warum wir mit Venezuela im Krieg sein sollten".

Auch ein Parteifreund von US-Präsident Donald Trump, der republikanische Senator Mike Lee von Utah, meldete Zweifel an: "Ich bin gespannt darauf zu erfahren, was – falls überhaupt etwas – diese Handlung verfassungsrechtlich rechtfertigen könnte, angesichts des Fehlens einer Kriegserklärung oder einer Genehmigung zum Einsatz militärischer Gewalt."

 11:40

Gewessler verurteilt US-Angriff

Grünen-Chefin Leonore Gewessler hat den Angriff der USA auf Venezuela verurteilt. "Dieser Angriff ist ein klarer Bruch des Völkerrechts und darf nicht ohne Konsequenzen bleiben", schrieb Gewessler am Samstag auf sozialen Medien. Für Europa sei das "ein unmissverständliches Signal: Zusammenhalt, Stärke und die Verteidigung des Völkerrechts sind unser Auftrag."

Im Hinblick auf US-Präsident Donald Trump schrieb die Bundessprecherin und Klubobfrau der Grünen: "Ausgerechnet jener Präsident, der sich selbst als Friedensbringer feiert und bei jeder Gelegenheit aufzählt, welche Kriege er angeblich beendet hat und noch beenden will, lässt nun Bomben auf ein souveränes Land fallen." Zurück würden Angst und Chaos für die Menschen in Venezuela bleiben.

 11:39

Vizepräsidentin fordert Lebensweis

Die venezolanische Regierung weiß derzeit nach eigenen Angaben nicht, wo sich Präsident Maduro und seine Frau aufhalten. Das teilte Vizepräsidentin Delcy Rodriguez in einer im Staatsfernsehen ausgestrahlten Audiobotschaft mit. Sie forderte "einen sofortigen Beweis", dass die beiden noch am Leben seien.

 11:38

Die Bilder der scheren Angriffe des US-Militärs

Venezuela © afp

Venezuela © afp

Venezuela © afp

 11:36

Maduro und seine Frau: Beide wurden festgenommen

maduro © afp

 11:33

Venezuela macht Streitkräfte mobil

Das hat Vladimir Padrino López angekündigt. In einer Videobotschaft rief López zu einer Front des Widerstands gegen die „schlimmsten Aggression“ auf, die Venezuela je erlebt habe.

Weiter sagte er, das Land handle nach den „Anweisungen Maduros“.

„Sie haben uns angegriffen, aber sie werden uns nicht unterwerfen“, so der Verteidigungsminister.

 11:18

Opposition in Venezuela schwiegt

„Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine offizielle Stellungnahme zu den in Venezuela gemeldeten Ereignissen. Bestätigte Informationen werden zu gegebener Zeit über offizielle Kanäle verbreitet“, hieß es knapp in einer Erklärung.

 11:14

Vorwurf aus Venezuela

Die venezolanische Regierung warf der US-Regierung einen "schweren militärischen Angriff" vor, der sich gegen "zivile und militärische Orte in Caracas und den Bundesstaaten Miranda, Aragua sowie La Guaira rund um Caracas" gerichtet habe.

 11:13

Angriff startete um 2 Uhr

Die Hauptstadt Caracas war seit etwa 02.00 Uhr Ortszeit (07.00 Uhr MEZ) von schweren Explosionen erschüttert worden.

 11:12

Statement

In einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums in Caracas wurde den USA überdies vorgeworfen, auch Wohngebiete mit Zivilisten bombardiert zu haben.

 11:10

Das Trump-Statement zur Maduro-Festnahme

trump © realDonaldTrump//truthsocial

 11:03

Venezuela droht den USA

Venezuela kündigt "massiven" Einsatz seiner militärischen Mittel an

 10:54

Das sagt Trump

„Die Vereinigten Staaten von Amerika haben erfolgreich einen großangelegten Angriff gegen Venezuela und dessen Staatschef, Präsident Nicolás Maduro, durchgeführt. Er wurde zusammen mit seiner Ehefrau gefangen genommen und aus dem Land geflogen.“

Um 11 Uhr will zur Nation sprechen!

 10:52

Kuba und Iran verurteilen US-Angriff auf Venezuela

Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat die Militärschläge in Venezuela als "kriminellen US-Angriff" auf das verbündete südamerikanische Land verurteilt. "Unsere Friedenszone wird gerade brutal angegriffen", schrieb der Präsident des sozialistischen Karibikstaates am Samstag auf X. Díaz-Canel forderte die internationale Gemeinschaft auf, dringend darauf zu reagieren. Es handle sich um "Staatsterror gegen das mutige venezolanische Volk und gegen unser Amerika".

Auch der Iran verurteilte den Militärangriff der USA auf Venezuela scharf. Es handle sich um eine "eklatante Verletzung" der "nationalen Souveränität und territorialen Integrität", teilte das iranische Außenministerium mit. Der Iran forderte den UNO-Sicherheitsrat auf, "sofort zu handeln, um die unrechtmäßige Aggression zu stoppen" und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die USA hatten in der Nacht auf Samstag Ziele in Venezuela angegriffen, wie Präsident Donald Trump bestätigte.

 10:49

Heftiger Angriff

In der venezolanischen Hauptstadt Caracas sind in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) starke Explosionen und Lärm, der an den Überflug von Flugzeugen erinnerte, zu hören gewesen. Der Vorfall begann gegen 02.00 Uhr (Ortszeit, 07.00 Uhr MEZ), wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Reuters sprach von mindestens einer Rauchwolke, die über der Hauptstadt zu sehen sei. Im südlichen Teil von Caracas, unweit einer großen Militärbasis, gab es demnach keinen Strom.

 10:40

Außerdem

US-Präsident Donald Trump (79) hat US-Angriffe auf Venezuela bestätigt.

 10:38

Trump verkündet: Venezuela-Diktator Maduro festgenommen!

Nach den US-Angriffen wurde Venezuela-Diktator Maduro festgenommen!

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