Bei einem großangelegten Militäreinsatz in Venezuela haben die USA den langjährigen Staatschef Nicolás Maduro entmachtet und nach Angaben von US-Präsident Donald Trump vorerst die Führung des Landes übernommen.
US-Kampfflugzeuge griffen in der Nacht auf Samstag Ziele in Venezuela an, Elitesoldaten nahmen Maduro und dessen Frau fest und brachten beide außer Landes. Venezuelas Oppositionsführerin María Corina Machado sprach von einer "Stunde der Freiheit" für ihr Land.
Wir werden das Land so lange regieren, bis wir einen sicheren, ordentlichen und vernünftigen Übergang gewährleisten können", sagte Trump am Samstag bei einer Pressekonferenz in seiner Privatresidenz Mar-a-Lago in Florida. Der im Dezember mit dem Friedensnobelpreis geehrten venezolanischen Oppositionsführerin sprach er die Fähigkeit zur Führung ihres Landes ab: Sie habe nicht "die Unterstützung oder den Respekt" für diese Aufgabe, sagte Trump.
Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodriguez habe sich jedoch zur Kooperation bereit erklärt: "Sie ist prinzipiell bereit zu tun, was wir für notwendig halten, um Venezuela wieder großartig zu machen."
Machado hatte zuvor die sofortige Einsetzung des Oppositionspolitikers und früheren Präsidentschaftskandidaten Edmundo Gonzáles Urrutia als Staatschef gefordert. Gonzáles Urrutia selbst sprach von "entscheidenden Stunden" für das Land.
Maduro in "Festung" gefangen genommen
Laut Trump wurde Maduro von US-Elitesoldaten in einer schwer bewachten "Festung" gefangen genommen, als er sich gerade in einen stahlverstärkten Schutzraum flüchten wollte. Er selbst habe die Festnahme live "wie eine Fernsehshow" verfolgt, schilderte der US-Präsident. Bei dem "brillanten" Einsatz sei kein US-Soldat ums Leben gekommen. In Onlinediensten veröffentlichte Trump ein Foto, das Maduro in Handschellen und mit einer schwarzen Maske über den Augen an Bord eines US-Kriegsschiffes zeigt.
Nach Angaben des US-Justizministeriums soll Maduro in New York wegen "Verschwörung zum Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden. Er werde "den vollen Zorn der amerikanischen Justiz" zu spüren bekommen, erklärte Justizministerin Pam Bondi. Trump hatte Venezuela in den vergangenen Monaten immer wieder vorgeworfen, den