Kuba und USA eröffnen Botschaften

Historisch

Kuba und USA eröffnen Botschaften

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Die beiden Staaten nehmen wieder diplomatische Beziehungen auf.

Nach über 50 Jahren nehmen die USA und Kuba wieder diplomatische Beziehungen auf. In den jeweiligen Hauptstädten sollen Botschaften eröffnet werden. Darauf einigten sich beide Regierungen, wie ein hoher US-Regierungsvertreter am Dienstag in Washington erklärte. US-Präsident Barack Obama wolle dies am Mittwoch offiziell mitteilen, hieß es weiter.



Ende des Jahres hatten das sozialistische Kuba und die USA ihre jahrzehntelange Eiszeit beendet. Im April traf Obama mit Kubas Staatschef Raúl Castro in Panama-Stadt zusammen. Sie leiteten damit eine neue Ära auf dem amerikanischen Kontinent ein. Es war das erste Treffen der Staatschefs beider Länder seit der kubanischen Revolution 1959.

Seit Mitte Jänner gelten bereits eine Reihe von Reise-und Handelserleichterungen. Der US-Präsident versprach weiterhin, sich beim Kongress in Washington für eine vollständige Aufhebung des 1962 verhängten Handelsembargos gegen den nur etwa 150 Kilometer südlich von Florida gelegenen Inselstaat einzusetzen.

Obama und Castro hatten sich bereits grundsätzlich über den Austausch von Botschaftern verständigt. Die kubanische Regierung machte dafür allerdings die Streichung des kommunistischen Karibikstaates von der US-Terrorliste zur Vorbedingung. Washington kam der Forderung Ende Mai nach. Bisher hatten beide Länder lediglich eine Interessenvertretung unter Schirmherrschaft der Schweiz in der jeweils anderen Hauptstadt.
 

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