Wirbel um Gaddafis Privat-Jet

Weiter Kämpfe

Wirbel um Gaddafis Privat-Jet

Ein Privatflugzeug des libyschen Machthabers flog über den griechischen Luftraum.

Der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi hat am Mittwoch einen Gesandten in die ägyptische Hauptstadt Kairo geschickt. Der General Abdelrahman al-Sawi, der zu Gaddafis Vertrauten zählt und für Logistik- und Versorgungsfragen zuständig ist, sei mit einem libyschen Flugzeug in Kairo gelandet, teilte ein Flughafenbeamter mit. Der genaue Grund für den Aufenthalt war zunächst unklar, ebenso, ob Sawi Regierungsvertreter treffen wollten.

Wirbel um Jet
  Zuvor war nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Athen ein Privatflugzeug des libyschen Machthabers über griechischen Luftraum hinweg in Richtung Ägypten geflogen. Aus Kreisen der griechischen Luftwaffe war verlautet, das Flugzeug habe den Südwesten der Insel Kreta überflogen. Es habe sich um eine Maschine vom Typ Falcon 900 von Libyan Airlines gehandelt, die normalerweise bedeutende Personen befördere.

Nach einem Bericht von ORF.at hatte die griechische Flugsicherung Alarm geschlagen, nachdem sich ein libyscher Jet längere Zeit im griechischen Luftraum aufgehalten hatte. Gerüchten zufolge sollte eine Maschine auf dem Weg nach Athen und eine weitere in Richtung Wien unterwegs sein.

Reisebeschränkungen
  Gegen Gaddafi und sein Umfeld wurden in den vergangenen Wochen Reisebeschränkungen verhängt. Der UN-Sicherheitsrat hatte gegen den libyschen Machthaber ein Reiseverbot ausgesprochen. Am Dienstag hatte Gaddafi mit dem griechischen Regierungschef Giorgos Papandreou telefoniert, wie die Regierung in Athen mitteilte. Papandreou habe Gaddafi angesichts des gewaltsamen Vorgehens gegen die Aufständischen in Libyen zu einer friedlichen Lösung des Konflikts gedrängt.

 

Auf der nächsten Seite der Live-Ticker zum Nachlesen.



17:59: EU-Außenbeauftragte Ashton dementiert Mission libyscher Unterhändler

Man wisse nichts von libyschen Flugzeugen, die Kurs auf Brüssel genommen hätten, ließ die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton über einen Sprecher ausrichten. Italiens Außenminister Frattini hatte am Nachmittag bestätigt, dass libysche Unterhändler auf dem Weg nach Brüssel seien. Auch über die angebliche Ankunft von Emissären des Gaddafi-Regimes in  Lissabon habe man keine Informationen, so ein Sprecher der EU-Kommission.

17:55: Außenministerium will Kontensperre für Zarti nicht kommentieren
Das österreichische Außenministerium will die Beschwerde des libyschen Managers Mustafa Zarti gegen die Sperre seiner Konten nicht kommentieren. Ein Sprecher von Außenminister Spindelegger verwies auf das laufende Verfahren. Zarti will gegen die von der Österreichischen Nationalbank verfügte Sperre seiner Konten Beschwerde vor dem Verfassungsgerichtshof einlegen.

17:45: Weiter blutige Kämpfe im Osten Libyens
Die Kämpfe zwischen Gaddafi-Truppen und Aufständischen gehen mit unverminderter Härte weiter. Die Front habe sich am Nachmittag vom Ölhafen Ras Lanuf in die Stadt Bin Jawwad verlagert, berichtete der Reporter des Nachrichtenmagazins Der Spiegel.

© Reuters

(c) Reuters

17:34 Uhr: Gaddafi-Unterhändler auch in Lissabon
Eine Delegation mit Vertretern des Gaddafi-Regimes ist auf dem Weg zu Verhandlungen nach Portugal. Dies bestätigte ein EU-Diplomat gegenüber der französischen Presseagentur AFP.

17:25 Uhr: Libysche Vermittler auf dem Weg zu EU und NATO
Zwei Flugzeuge mit Emissären des libyschen Regimes sind auf dem Weg nach Brüssel. Dies hat der italienische Außenminister Franco Frattini bestätigt. Die libyschen Unterhändler wollen offenbar morgen und übermorgen an den Gipfeltreffen von EU und NATO teilnehmen.

17:18 Uhr: Mehrere Tote bei Gefechten im Osten Libyens
Bei den schweren Gefechten im Osten Libyens sind mehrere Aufständische getötet worden. Sanitäter sprechen außerdem von sehr vielen Schwerverletzten. Besonders viele Opfer waren in den Ortschaften Al-Sidr und Bin Jawwad zu beklagen.

© Getty

(c) Getty

17:11 Uhr: EU schickt vorerst keine Beobachter nach Libyen
Die Europäische Union schlägt das Angebot Gaddafis aus, internationale Beobachter nach Libyen zu entsenden. Es bestehe ein großes Risiko, das man dort nicht den Job machen könne, den man machen wolle, so ein EU-Vertreter in Brüssel. Es sei in der derzeitigen Lage kaum möglich, unabhängig zu bleiben.

© AP

(c) AP


16:59 Uhr: Viele Verletzte in Ras Lanuf
Bei den schweren Kämpfen zwischen Anhängern und Gegnern des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi sind in der Stadt Ras Lanouf zahlreiche Menschen verletzt worden. Im Minutentakt würden Verwundete in die Krankenhäuser eingeliefert, berichtete der Korrespondent der französischen Tageszeitung Le Monde. Der Reporter sprach von einer "neuen Dimension des Krieges" im Osten Libyens.

16:50 Uhr: UNO untersucht Menschenrechtsverletzungen in Libyen
Die Vereinten Nationen ermitteln gegen Libyen wegen Menschenrechtsverletzungen. Wie Spiegel Online berichtet, habe der UNO-Sonderberichterstatter für Folter, Juan Mendez, entsprechende Untersuchungen bestätigt. Insbesonderde müsse man Vorwürfen nachgehen, Verletzte seien aus Spitälern abgeholt und erschossen worden, so Mendez.

16:40 Uhr: Libyen entsendet Verhandler nach Europa
Der libysche Staatschef Gaddafi hat offenbar Unterhändler zu Gesprächen nach Europa entsandt. Laut Berichten der Agentur Reuters sind gegen Mittag Emissäre in Malta eingetroffen, von wo aus sie mittlerweile nach Portugal weitergeflogen sind. Ein weiteres Flugzeug mit libyschen Emissären sei auf dem Weg nach Brüssel, meldet Reuters.

© AP

(c) AP

16:30 Uhr: Schwere Kämpfe um Ras Lanuf
Zwischen dem Ölhafen Ras Lanuf und der Stadt Bin Dschawad im Osten Libyens toben weiterhin schwere Kämpfe. Mehrere Ölanlagen stehen nach Luftangriffen in Brand, Rauch und Flammen sind kilometerweit zu sehen. Nach Meldungen der Presseagentur AFP hätten sich Dutzende Rebellen in die Stadt Ras Lanuf zurückgezogen.

Der TV-Sender Al Dschasira brachte vor Kurzem erste Bilder aus der umkämpften Region:

16:20 Uhr: Gaddafi-Vertrauter brachte offenbar Botschaft nach Kairo
Der am Nachmittag nach Ägypten geflogene vertraute Gaddafis soll offenbar eine Botschaft des Diktators überbracht haben. In ersten Meldungen war noch über eine mögliche Flucht des Gaddafi-Gefolgsmanns spekuliert worden.

16:13 Uhr: Gaddafi macht Al Kaida für Angriff auf Ölanlagen verantwortlich
Nach Ansicht des libyschen Regimes zeichnet das Terrornetzwerk Al Kaida für die Angriffe auf die Ölanlagen rund um Ras Lanuf verantwortlich. Die Aufständischen behaupten hingegen, Gaddafis Truppen hätten die Anlage in Brand geschossen.

15:49 Uhr: Luftangriff auf Raffinerie in Ras Lanuf
Nach Berichten der französischen  Nachrichtenagentur AFP haben Gaddafi-Truppen einen Luftangriff gegen eine Raffinerie und Hafenanlagen in Ras Lanuf geflogen.Über Opfer und Schäden war zunächst nichts bekannt. Wie Augenzeugen berichten, sei eine Ölpipeline getroffen worden.

© AP

(c) AP


15:42 Uhr: Deutschland für verschärfte Sanktionen gegen Libyen
Die deutsche Bundesregierung spricht sich für eine rasche Verschärfung der Sanktionen gegen Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi aus. Der UNO-Sicherheitsrat müsse sich noch in dieser Woche mit der Verhängung von weiteren Sanktionen gegen Gaddafi befassen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Die Verhängung eines Flugverbotes sei für Deutschland "eine Option, die auf dem Tisch liege".

15:38 Uhr: Zarti bekämpft Kontensperre beim Verfassungsgericht
Der libysche Manager Mustafa Zarti will die Sperre seiner Konten durch die Österreichische Nationalbank beim Verfassungsgerichtshof bekämpfen. Zarti, der sich eigenen Angaben zufolge als Privatmann in Wien aufhält, fordert über seine Anwälte die sofortige Aufhebung der Kontensperre.

15:30 Uhr: Gaddafis Vize-Verteidigungsminister nach Ägypten geflüchtet
Nach Berichten des TV-Senders Al Dschasira ist der libysche Vize-Verteidigungsminister nach Ägypten geflüchtet. Er soll an Bord eines jener Flugzeuge gewesen sein, die am Nachmittag in Kairo gelandet sind.

15:26 Uhr: Flammenmeer nahe Ras Lanuf
Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet von mehrere Hundert Meter hohen Flammen in der Nähe des Ölhafens von Ras Lanuf. Der TV-Sender Al Dschasira berichtet, eine Ölanlage stehe in Flammen. Ein Korrespondent des Nachrichtenmagazins Der Spiegel berichtet von einer "riesigen schwarzen Rauchsäule".

© Reuters

(c) Reuters

15:10 Uhr: Alle drei Gaddafi-Jets offenbar in Kairo gelandet
Alle drei libyschen Flugzeuge, die in Europa für Aufregung gesorgt hatten, dürften mittlerweile in Kairo gelandet sein. Nach einem Bericht von ORF.at habe die griechische Flugsicherung Alarm geschlagen, nachdem sich ein libyscher Jet längere Zeit im griechischen Luftraum aufgehalten hatte. Gerüchten zufolge sollte eine Maschine auf dem Weg nach Athen und eine weitere in Richtung Wien unterwegs sein.

15:05 Uhr: Weiter Unklarheit über Ziel von Gaddafi-Privatjets
Bisher nicht bestätigt haben sich Gerüchte, Privatjets aus der Flotte des libyschen Diktators Gaddafi könnten auf dem Weg nach Wien und Athen sein. Die österreichische Luftfahrtbehörde Austro Control sieht "keine Anzeichen" für eine bevorstehende Landung eines libyschen Flugzeugs in Wien.

14:57 Uhr: Riesige Rauchsäule über Ras Lanuf
Der TV-Sender Al Dschasira zeigt Aufnahmen aus der Rebellenhochburg Ras Lanuf. Über der Stadt ist eine riesige Rauchsäule zu sehen. Laut Augenzeugen soll ein Öllager im Hafen in Brand geraten sein.

14:45 Uhr: Weiter keine Einigung auf Flugverbot
Angesichts der schweren Luftangriffe der Gaddafi-Truppen fordert die libysche Opposition erneut die Einrichtung einer Flugverbotszone. Doch in Europa gibt es nach wie vor keine Einigung in dieser Frage. US-Außenministerin Hillary Clinton hat einen Alleingang Washingtons erneut ausgeschlossen.

14:40 Uhr: Gaddafis Truppen vor Rückeroberung von Zawiya
Die Truppen des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi sind auf dem Vormarsch. Sie haben die Stadt Al-Zawiya offenbar eingekesselt und sind mit Panzern bis ins Stadtzentrum vorgedrungen. Einwohner der nahe Tripolis gelegenen Stadt sprechen von einer verzweifelten Lage.

14:35 Uhr: Bizarrer Gaddafi-Auftritt in der Nacht
In der vergangenen Nacht ließ Gaddafi internationale Journalisten in Tripolis sieben Stunden lang warten. Gegen Mitternacht trat er dann vor die Presse und gab erneut wilde Verschwörugstheorien von sich. Den USA, Großbritanien und Frankreich gehe es nur um den Zugriff auf die libyschen Ölvorräte. Hier das Vide des bizarren Auftritts:


 

14:30 Uhr: NATO plant derzeit kein Eingreifen
Die NATO plane zurzeit keine militärische Intervention in Libyen. Dies sagte NATO-Gnenralsekretär Anders Fogh Rasmussen gegenüber dem Sender Sky News. Das Bündnis sei aber jederzeit bereit "auf neue Entwicklungen zu reagieren".

13:00 Uhr: USA und Europa prüfen Schiffseinsatz
Die USA und ihre europäischen Verbündeten erwägen nach einem Zeitungsbericht den Einsatz von Schiffen, um Hilfsgüter nach Libyen zu bringen und das Waffenembargo zu kontrollieren

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten