Paukenschlag für den US-Flugzeugbauer Boeing: China hat eine erste Bestellung über 200 Maschinen bestätigt. Der Milliarden-Deal kam während Donald Trumps China-Reise zustande und könnte erst der Anfang sein.
Nach Jahren der Zurückhaltung meldet Boeing nun einen wichtigen Erfolg im China-Geschäft. Der US-Konzern bestätigte eine Bestellung aus Peking über 200 Flugzeuge. Nach Unternehmensangaben sei es gelungen, den chinesischen Markt wieder für neue Boeing-Aufträge zu öffnen.
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Besonders bemerkenswert: Boeing geht davon aus, dass auf diese erste Vereinbarung noch weitere Bestellungen folgen könnten.
Deal während Trump-Reise eingefädelt
Zustande gekommen sein soll die Vereinbarung während der jüngsten China-Reise von US-Präsident Donald Trump. Boeing-Chef Robert Ortberg war Teil der Wirtschaftsdelegation, die Trump auf seiner Reise begleitete.
Boeing zeigte sich über die Vereinbarung erfreut und wertete den Auftrag als wichtigen Schritt für das Geschäft in China. „Wir freuen uns nun darauf, Chinas Nachfrage nach Flugzeugen kontinuierlich zu bedienen“, erklärte Boeing. Gleichzeitig bedankte sich das Unternehmen bei der US-Regierung unter Donald Trump für die Unterstützung bei der Umsetzung des Deals und sprach von einem wichtigen Meilenstein.
Trump selbst hatte den Deal bereits vorab öffentlich gemacht. Nach seinen Angaben soll die Vereinbarung weit über die ersten 200 Flugzeuge hinausgehen. An Bord der Präsidentenmaschine erklärte er, es gebe zusätzlich eine Zusage für bis zu 750 weitere Jets. Das wäre laut Trump der größte Auftrag in der Geschichte. Dem Sender Fox News zufolge handelt es sich bei den ersten bestellten Maschinen um Passagierflugzeuge des Typs Boeing 737.
Erste Bestellung seit Jahren
Die jüngste Order markiert einen Neustart zwischen Boeing und China. Die letzte große Bestellung aus Peking liegt bereits mehrere Jahre zurück: 2017 orderte China bei einem Besuch Trumps rund 300 Flugzeuge. Zwischenzeitlich war das Verhältnis angespannt. Im Zuge des Handelsstreits um Sonderzölle hatte Boeing erklärt, China habe zeitweise keine neuen Maschinen mehr übernommen. Später nahm der Konzern jedoch wieder Lieferungen in die Volksrepublik auf.