Italiens Vizepremier Matteo Salvini legt sein Migrationskonzept dar. Im neuen Buch von Gerald Grosz offenbart der Lega-Politiker seine Strategie. oe24 hat das Salvini-Interview im neuen Grosz-Buch vorab gelesen.
Welcher Strategie verfolgen andere europäische Länder beim Thema Migration? Die italienische Perspektive hat jetzt Matteo Salvini, der Chef der Lega Nord und stellvertretende Ministerpräsident Italiens, im neuen Buch von Gerald Grosz "Ab nach Hause", das im Mai im Grazer Leopold Stocker Verlag erscheinen wird, dargelegt.
Hauptthema Migration.
Das Interview, das Grosz mit Salvini geführt hat, liegt oe24 vor Erscheinen des Buches vor. Das Hauptthema: Migration.
Die Salvini-Strategie
Salvinis Strategie schaut wie folgt aus. Zunächst zieht er Bilanz über seine migrationspolitischen Grundsätze: "Schutz der Grenzen, Bekämpfung von Menschenhändlern und Zusammenarbeit mit Transitländern".
"Asylanträge in sicheren Drittstaaten"
Auf europäischer Ebene fordert Salvini, dass "Asylanträge direkt in sicheren Drittstaaten bearbeitet werden – in Zusammenarbeit mit den betreffenden Ländern."
Salvini konkretisiert: "Die Abkommen mit Drittstaaten müssen außerdem ein klares Prinzip enthalten: Entwicklungshilfe sollte an konkrete Kooperation bei der Eindämmung irregulärer Migration sowie an die Rückübernahme eigener Staatsbürger, die von Rückführungs- oder Ausweisungsentscheidungen betroffen sind, geknüpft werden."
Kompromissloses Fazit
Das politische Fazit des italienischen Rechtspolitikers ist kompromisslos: "Europa muss entscheiden, ob es Migration steuern oder ihr ausgeliefert sein will."