Böse Überraschung

Nach künstlicher Befruchtung: Paar bekommt fremdes Baby

In der Kinderwunschklinik kam es zu einem unfassbaren Fehler. 

Böse Überraschung für ein Paar aus Florida: Nach einer künstlichen Befruchtung (IVF) nahm Tiffany Score und ihr Ehemann Steven Mills im Dezember ein gesundes Mädchen in die Arme – doch schnell wurde klar, dass das Baby biologisch nicht zu ihnen gehört.

Die Eltern, beide weiß, waren nach der Geburt überrascht über das andere Erscheinungsbild ihrer Tochter, was sie dazu veranlasste, einen Gentest durchführen zu lassen. Dieser ergab, dass weder die Mutter noch der Vater genetisch mit dem Kind verwandt sind.

Trauriger Verdacht

In der Kinderwunschklinik IVF Life in Orlando wurde offenbar ein falscher Embryo transferiert. Score hatte im April einen eingefrorenen Embryo erhalten, den sie und ihr Mann selbst vor Jahren eingefroren hatten. Aber statt ihres eigenen Embryos scheint ein fremder, genetisch nicht zugehöriger Embryo eingesetzt worden zu sein.

Die Folge: Am 22. Januar reichten die Eltern eine Klage gegen die Klinik und den zuständigen Arzt ein. Sie hoffen nicht nur auf Aufklärung, sondern auch darauf, dass mögliche betroffene Familien gefunden werden. Die Eltern erklären, dass sie ihre Tochter lieben und sie gerne weiter aufziehen würden, sich aber auch verpflichtet fühlen, die biologischen Eltern zu informieren, sollten diese identifiziert werden können.

Die Klinik hat sich nach Angaben der Medien zunächst öffentlich zur Kooperation mit Ermittlungen bekannt, später aber entsprechende Erklärungen von ihrer Website entfernt. In einem Eilverfahren ordnete ein Richter an, dass die Einrichtung einen detaillierten Aufarbeitungsplan vorlegen muss.

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