Dauerte der erste Wahlgang deshalb so lange?
Beim Konklave in Rom haben die Kardinäle am Mittwochabend erwartungsgemäß im ersten Wahlgang noch keinen Papst gewählt. Aus dem Rauchfang der Sixtinischen Kapelle stieg schwarzer Rauch auf - als Zeichen, dass bei der Abstimmung kein Name die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit bekommen hatte. Das Votum wird am Donnerstag fortgesetzt. Für die Wahl des 267. Papstes sind 89 Stimmen notwendig.
Mega-Verzögerung
Die Gläubigen auf dem Petersplatz und die Journalisten im vatikanischen Pressesaal rätselten über die lange Wartezeit. Erst mehr als drei Stunden nach der Schließung der Tore der Sixtinischen Kapelle mit der Formel "Extra omnes" war Rauch aus dem Schornstein zu sehen. Die Tatsache, dass eine Rekordzahl an Papst-Wählern am Konklave teilnimmt, könnte zur Verlängerung der Wahlprozeduren geführt haben, hieß es. Beim letzten Konklave 2013 hatten sich 115 Kardinäle an der Papst-Wahl beteiligt, diesmal sind es 133. Auch eine gewisse Unerfahrenheit der vielen von Papst Franziskus ernannten Kardinäle mit den Wahlprozeduren könnte zu Verzögerungen beigetragen haben, wurde spekuliert.
Wilde Gerüchte
Gerüchte zufolge könnte es aber auch Probleme mit dem Ofen gegeben haben. Solange sich die Kardinäle nicht mit der erforderlichen Zweidrittel-Mehrheit auf einen Papst einigen können, werden die Stimmzettel mit einem chemischen Zusatz verbrannt, so dass schwarzer Rauch aus dem Schornstein über der Sixtinischen Kapelle emporsteigt. Nur wenn ein neuer Papst gewählt ist, steigt weißer Rauch auf - zudem läuten dann die Glocken des Petersdoms. Spekuliert wurde aber auch über einen medizinischen Notfall.
Eine offizielle Erklärung des Vatikans wird es allerdings nicht geben. Während des Konklave dürfen keinerlei Infos nach außen gegeben werden.