Paris

Festnahmen

Paris-Terror: Waffen kamen aus Deutschland

Der Verdächtige soll Kalaschnikows an Araber in Paris verkauft haben.

Die IS-Attentäter von Paris sollen bei dem Terroranschlag am 13. November in Paris Waffen benutzt haben, die von einem Händler aus Deutschland stammen, das berichtet die "Bild"-Zeitung. Beweisen sollen das Unterlagen, die der Staatsanwaltschaft und den Ermittlern vorliegen.

Anfang November sollen insgesamt vier Kalaschnikows über das Internet aus unserem Nachbarland bestellt worden sein. Die Waffen sind zwei Sturmgewehre vom Typ AK 47 aus chinesischer Produktion und zwei Sturmgewehre vom Typ Zastava M70 aus jugoslawischer Produktion. Die Bestellung soll am 7. November eingegangen sein. Der Käufer soll arabischer Herkunft sein.

Verdächtiger ist kein Unbekannter
Die Spuren des Verkäufers führen die Ermittler nach Stuttgart. Es soll sich um einen Sascha W. (34) aus Magstadt handeln. Er steht im Verdacht mit Waffen zu handeln. Den Behörden ist er keinesfalls fremd. So geriet er bereits Anfang 2015 ins Visier der Ermittler. Damals ebenfalls wegen illegalen Waffenhandels. Sie konnten Sascha W. auch bereits acht Fälle davon nachweisen.

Die Behörden werfen ihm laut "Bild" vor Schreckschusswaffen mit selbst hergestellen Teilen zu illegalen scharfen Waffen umgebaut zu haben. Anschließend soll er sie im "Darknet" - einem verborgenen Teil des Internets - auf einer Plattform namens "DW Guns" verkauft haben.

E-Mails belegen Kontakt mit Franzosen
Seit letzten Montag sitzt der Beshculdigte Sascha W. in U-Haft. Vorwurf: Verdacht auf das gewerbsmäßige, unerlaubte Herstellen und Handeln mit Schusswaffen.

Bei seiner Verhaftung und der anschließenden Hausdurchsuchung konnten 16 weitere Schusswaffen sicherstellen. Außerdem konnten bei der Auswertung seines Handys vier E-Mails gefunden werden, die belegen sollen, dass er Kalaschnikow-Sturmgewehre an einen Araber in Paris geliefert hat. Die Behörden ermittelt zusätzlich zum illegalen Waffenhandel außerdem noch wegen des Verdachts der Unterstützung einer ausländischen Terror-Vereinigung.

Islamistische Terroristen hatten am 13. November nahezu zeitgleich an dem Stadion "Stade de France", dem Konzertsaal "Bataclan" und mehreren Cafes und Restaurants im Osten von Paris zugeschlagen. Sie schossen mit Sturmgewehren, einige sprengten sich selbst in die Luft.  130 Menschen kamen dabei ums Leben. Allein 89 davon im Bataclan.

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