Ukraine-Krise

Rebellen führen gefangene OSZE-Beobachter vor

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Die acht Männer, darunter vier Deutsche, sind offenbar unverletzt.

Prorussische Milizionäre in der ostukrainischen Stadt Slawjansk haben am Sonntag die gefangenen Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bei einer Pressekonferenz vorgeführt. Acht Männer, die alle offenbar unverletzt waren, wurden durch die Aufständischen in einen Saal eines besetzten Gebäudes geführt, in dem rund 60 Journalisten versammelt waren.

Die Beobachter waren am Freitag zusammen mit fünf ukrainischen Soldaten gefangen genommen worden, unter ihnen sind auch vier Deutsche.

Einer der vier deutschen Festgehaltenen sagte, man sei Gast des (selbsternannten) Bürgermeisters Wjatscheslaw Ponomarew (Ponomarjow). "Wir sind keine Kriegsgefangenen", sagte er. Alle Mitglieder des Teams seien gesund. Die Bedingungen ihrer Freilassung sei ihnen nicht bekannt.

"Wir hängen von unseren Diplomaten ab, die mit dem Bürgermeister verhandeln müssen", sagte er. Die OSZE wollte am Sonntag über die Freilassung verhandeln.

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