Muammar al-Gaddafi

Neue Gaddafi Dokumentation

Sexuelles Vergehen an Frauen und Männern

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TV-Dokumentation von Journalistin Rados soll Missbrauch durch Libyens getöteten Machthaber zeigen

In einer neuen Dokumentation der renommierten österreichischen Journalistin Antonia Rados werden neue Vorwürfe gegen Muammar al-Gaddafi erhoben. Der getötete libysche Machthaber soll reihenweise junge Frauen - aber auch Männer - sexuell missbraucht haben.

Sie habe in Libyen den Bruder eines ehemaligen Leibwächters von Gaddafi getroffen, der von dem Machthaber vergewaltigt worden sei, berichtete Rados im "Kurier" (Montags-Ausgabe). Der Mann habe allerdings nicht über den Vorfall reden wollen, aus "Angst vor Repressalien" durch Gaddafi-Anhängern.

Der Missbrauch durch den libyschen Machthaber soll systematischen Charakter gehabt haben. Aus mehreren Quellen habe sie erfahren, dass Gaddafi sich eines "Mädchen-Catering" bedient habe: "Eine Frau namens Mabruka, der Gaddafi vertraute, brachte ihm ständig Mädchen - von der Straße, aus Hotels, aus Kaffee-Häusern." Sie habe ihm Mädchen und auch Männer gebracht. Besondere Obsession des greisen Autokraten seien Frauen ohne vorherige sexuelle Erfahrung und Minderjährige gewesen, so Rados.

Die Dokumentation soll morgen, Montag, um 22.15 Uhr im deutschen TV-Sender RTL ausgestrahlt werden. Im Vorfeld der Ausstrahlung wurde auch Kritik am Werk von Rados laut. "Es gibt keinen Grund, an ihren Recherchen zu zweifeln - aber viele Gründe, sich über ihre Methoden zu wundern", hieß es in einem Sonntag von "Spiegel Online" veröffentlichten Bericht. Als Beispiele werden nachgestellte Filmszenen der Begegnungen junger Frauen mit Gaddafi, angeblich reißerische Kommentierung und manipulativer Umgang mit Material genannt.

Gaddafi getötet: Sein Leben in Bildern

Gaddafi wurde im September 1942 in einem Zelt in der libyschen Wüste in der Nähe der Küstenstadt Sirte geboren.

Später besuchte er die Militärakademie in Bengasi und ging für ein halbes Jahr zur weiteren Ausbildung nach Großbritannien.

An die Macht kam der damals 29-Jährige am 1. September 1969 - vor genau 42 Jahren.

Auf seine Reisen nahm er stets ein Beduinenzelt mit. Gewohnt hat er allerdings in Luxus-Hotels.

Historische Aufnahme: Gaddafi mit Kubas Revolutionsführer Castro.

Jörg Haider war gern gesehener Gast in Libyen.

Auch Obama machte ihm seine Aufwartung

Der von ihm gegründete Bund der "Freien Offiziere" hatte den greisen König Idriss in einem unblutigen Putsch vom Thron gestoßen.

Gaddafi wollte stets in die Fußstapfen des charismatischen Araberführers Gamal Abdel Nasser aus Ägypten treten.

Dieser sagte kurz vor dem Tod sagte: "Du bist mein Sohn und mein Erbe."

Mit seinen theaterreifen Auftritten und seiner Frauenleibwache sorgt er immer wieder für Aufsehen - mal im weißen Beduinengewand, mal in Operettenuniform oder italienischem Designeranzug

Gaddafi liebt die Provokation - und ist immer für eine Überraschung gut.

Berlusconi zählte zu seinen Freunden.

Zu Italien unterhielt er exzellente Beziehungen.

Jetzt ist das Ende des Wüsten-Fuchses gekommen. In Tripolis haben die Rebellen die Macht übernommen. Am 20. Oktober 2011 wurde er in Sirte getötet.

Handshake mit Alfred Gusenbauer, 2007.

2005 bei einem Immigrations-Gipfel noch ohne Bart.

Ausstraffiert besuchter er 2009 den italienischen Präsidenten Giorgio Napolitano.

Gaddafi zeigte sich gerne als Familienmensch. Hier in einem Homevideo mit seiner Enkelin aus dem Jahr 2005.

Auch bei Romano Prodi war Gaddafi 2004 zu Gast.

Im April 2011 glaubte er noch ein einen Sieg im Kampf gegen die Rebellen.

2010 war für Gaddafi noch alles in Butter.

Mittlerweile wurden beide entmachtet: Hosni Mubarak (l.) und Muammar Gaddafi, anno 1991.

2010: Staatsoberhäupter als Kumpels. Gaddafi lehnt lässig auf den Schultern des yemenitischen Präsidenten Ali Abdulla Saleh und des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak.

2007 war zwischen Gaddafi und Sarkozy noch alles in Ordnung.

Beim G8-Gipfel 2009 in L'Aquila trafen sich Obama und Gaddafi persönlich.


 
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