Ein Vorschlag sorgt international für Aufsehen. Indien denkt darüber nach, seine Grenze zu Bangladesch mit ungewöhnlichen Mitteln zu sichern und bringt dabei sogar gefährliche Tiere ins Spiel.
Die mehr als 4.000 Kilometer lange Grenze zu Bangladesch ist schwer zu kontrollieren, vor allem in Fluss- und Sumpfgebieten. Genau dort prüft der Grenzschutz jetzt eine außergewöhnliche Maßnahme.
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Laut Behörden soll untersucht werden, ob Reptilien wie Schlangen oder Krokodile gezielt eingesetzt werden können, um Migranten abzuschrecken.
Idee sorgt für Kritik
Der Grenzschutz-Offizier Manoj Barwal sprach von einer "innovativen Idee", betonte aber gleichzeitig, dass es große Herausforderungen gebe. Vor allem Sicherheitsfragen stehen im Raum. Denn: Tiere wären kaum kontrollierbar.
Experten warnen vor massiven Risiken. Krokodile und Schlangen unterscheiden nicht zwischen Migranten und Anwohnern. Gerade in den betroffenen Gebieten leben viele Menschen direkt an Flüssen, arbeiten oder gehen fischen. Ein solcher Einsatz könnte also auch die eigene Bevölkerung gefährden.
Umsetzung fraglich
Hinzu kommt: Viele der Tiere stehen unter Schutz oder gelten als gefährdet. Eine gezielte Beschaffung wäre schwierig. Zudem bleibt unklar, wie ein solcher Plan überhaupt praktisch umgesetzt werden könnte.
Derzeit sollen lokale Einheiten prüfen, ob das Konzept überhaupt realistisch ist.
Signal für harte Politik
Die Idee passt zur strengen Linie der Regierung. Seit Jahren geht Indien verstärkt gegen illegale Einwanderung vor, besonders aus Bangladesch. Ob der ungewöhnliche Plan jemals umgesetzt wird, ist offen. Klar ist aber: Schon jetzt sorgt er weltweit für Diskussion.