Kräftemessen

So reagiert Kuba auf die Trump-Drohung

US-Präsident Donald Trump hat erneut Drohungen gegen Kuba gerichtet. Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Elitesoldaten werde "kein weiteres Öl oder Geld nach Kuba gehen", schrieb Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. 

"Ich rate ihnen dringend, einen Deal abzuschließen, bevor es zu spät ist." Worin genau eine Vereinbarung bestehen sollte oder was bei einem Nichtzustandekommen passieren würde, schrieb Trump nicht.

Kuba: "Kriminelles Verhalten"

Kubas Außenminister Bruno Rodriguez warf den USA ein "kriminelles" Verhalten vor, das den Weltfrieden gefährde. Auf der Internet-Plattform X schrieb er, sein Land lasse sich von den USA nicht erpressen und nicht militärischem Zwang unterwerfen. Er fügte hinzu, Kuba habe das Recht, Treibstoff aus jedem Land zu importieren, das bereit sei, diesen zu exportieren. In der Vergangenheit hat Kuba den größten Teil seines Treibstoffs aus Venezuela und Mexiko importiert.

Kuba ist seit Jahrzehnten ein enger Verbündeter Venezuelas und ein Feind der Vereinigten Staaten. Auch Kuba werde bald "fallen", hatte Trump vor einer Woche gesagt. Die kommunistisch regierte Insel vor der Küste des US-Staats Florida steht seit langem im Visier des heutigen US-Außenministers Marco Rubio, eines Sohnes kubanischer Einwanderer.

Ein militärisches Eingreifen sei auf Kuba jedoch nicht nötig, befand Trump vor einer Woche. Ohne Öl aus Venezuela würde die kommunistische Herrschaft in Havanna ohnehin zusammenbrechen, sagte er voraus.

CIA zeichnet düsteres Bild Kubas

 Der US-Geheimdienst CIA zeichnet zwar ein düsteres Bild der wirtschaftlichen und politischen Lage auf der Karibik-Insel. Doch seine Einschätzungen stützen Trumps Vorhersage nicht eindeutig, dass die Insel kurz vor dem Zusammenbruch stehe, wie Reuters von drei mit den vertraulichen Einschätzungen vertrauten Personen erfuhr.

Die CIA ist demnach der Ansicht, dass wichtige Sektoren der kubanischen Wirtschaft, wie Landwirtschaft und Tourismus, durch häufige Stromausfälle, Handelssanktionen und andere Probleme stark belastet sind. Der drohende Verlust von Ölimporten und anderer Unterstützung aus Venezuela könne die Regierungsführung der kommunistischen Führung, die seit Fidel Castros Revolution von 1959 über Kuba herrscht, erheblich erschweren.

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