Syrien dementiert C-Waffen-Einsatz

Vorwürfe zurückgewiesen

Syrien dementiert C-Waffen-Einsatz

Informationsminister al-Zoubi: "Regime besitzt keine Chemiewaffen."

Der syrische Informationsminister Omran al-Zoubi hat Vorwürfe zurückgewiesen, dass das Regime in Damaskus Chemiewaffen eingesetzt hat. Die Armee besitze derartige Waffen überhaupt nicht, sagte Zoubi am Freitag nach Angaben der britischen Zeitung "Guardian".

Minister: Al-Kaida setzt C-Waffen ein
Die Chemiewaffen seien von Organisationen wie Al-Kaida verwendet worden, die Syrien mit derartigen Angriffen gedroht hätten, erklärte der Minister. Sie hätten ihre Drohungen in der Nähe von Aleppo wahr gemacht, es habe Opfer dabei gegeben. "Die syrische Armee besitzt keine Chemiewaffen", unterstrich Zoubi.

Türkei alarmiert

Unterdessen warnte die Türkei, dass die vorläufigen Erkenntnisse der US-Geheimdienste über einen möglichen Chemiewaffeneinsatz in Syrien die Krise auf "eine andere Stufe" stelle. Allerdings zeigte sich Ankara hinsichtlich einer möglichen Militärintervention zurückhaltend.

Der türkische Außenamtssprecher Levent Gümrükcü bezeichnete laut "Guardian" die Berichte über einen Chemiewaffeneinsatz in Syrien als alarmierend. Seit deren Bekanntwerden habe die Türkei eine sorgfältige Untersuchung durch die UNO gefordert. Das syrische Regime habe dies aber nicht erlaubt.

Türkei zurückhaltend zu Militäreinsatz
Auf die Frage, wie die Türkei zur Option einer ausländischen Militäroperation stehe, meinte Gümrükcü: "Wir sollten nicht sofort springen. Warten wir eine gründliche Untersuchung ab."

Israel fordert Einschreiten
Demgegenüber sagte der stellvertretende israelische Außenminister Zeev Elkin am Freitag im Armeeradio, wenn der Iran sehe, dass die internationale Gemeinschaft nur lauwarm auf den Gebrauch chemischer Waffen in Syrien reagiere, werde Teheran sein Atomprogramm zügig fortsetzen.

Elkin rief laut der Zeitung "Haaretz" die Weltmächte auf, die Kontrolle über die Chemiewaffenvorräte in Syrien zu übernehmen. Es bestehe die Gefahr, dass diese in die Hand "anderer Parteien" fallen könnten. "Die Frage ist: Wenn eine rote Linie gezogen wird, halten wir uns daran?", sagte der Vizeaußenminister.
 

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