Der grausame Fund einer toten Frau in einer Kühltruhe hat nun eine entscheidende Wendung genommen. Wochen nach der Entdeckung konnte ein Verdächtiger gefasst werden und der Fall wirft immer mehr Fragen auf.
In Bielefeld war Mitte April die Leiche einer 28-Jährigen in einer Kühltruhe in ihrer Wohnung entdeckt worden. Gefunden hatte sie ihr eigener Bruder, der daraufhin sofort die Polizei verständigte. Die Ermittler gingen früh von einem Gewaltverbrechen aus.
- Über 20 Jahre seit Mord: Verdächtiger festgenommen
- Villacher Terrorverdächtiger gilt als "gefährlichster Häftling"
- Metzgerlehrling (17) nach Messer-Massaker: "Wollte schon lange jemanden töten"
Festnahme nach Wochen
Knapp drei Wochen später klickten nun die Handschellen: Der 32-jährige Freund der Frau wurde am Hauptbahnhof in Frankfurt am Main festgenommen. Laut Polizei hatte sich der Verdacht gegen ihn bereits früh erhärtet, zunächst konnte er jedoch nicht gefunden werden. Nach seiner Festnahme legte der Mann ein Geständnis ab. Er gab an, die Tat begangen zu haben, sprach jedoch von einer Situation der Notwehr.
Beziehung von Gewalt geprägt
Nach Angaben des Verdächtigen soll die Beziehung zwischen ihm und dem Opfer von gegenseitiger Gewalt geprägt gewesen sein. Auch die Ermittler gehen davon aus, dass es in der Vergangenheit immer wieder zu Konflikten gekommen ist. Die Obduktion der Leiche ergab schwere Verletzungen im Bereich von Kopf und Oberkörper. Als mögliche Todesursachen werden laut Behörden Ersticken oder massive Gewalteinwirkung im Halsbereich in Betracht gezogen.
Verdächtiger in U-Haft
Nach der Festnahme wurde der Mann einem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft wegen des Verdachts auf Totschlag an. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen der Tat dauern weiter an. Für die Ermittler steht nun im Mittelpunkt, wie es zu der Eskalation kommen konnte und was genau in der Wohnung der 28-Jährigen passiert ist.