Trump

US-Präsident in Trauer

Trump-Freund starb am Coronavirus

Ein New Yorker Immobilienmogul erlag dem Virus. Er galt als enger Freund des US-Präsidenten.

Im besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffenen US-Bundesstaat New York sind inzwischen mehr als 10.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Die Gesamtzahl der Todesopfer in dem nordöstlichen Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern liege nun bei 10.065, teilte Gouverneur Andrew Cuomo am Montag bei seiner täglichen Pressekonferenz mit. Zwischen Sonntag und Montag seien noch einmal 671 dazugekommen, weniger als in den Tagen zuvor. "Die Zahl ist praktisch flach, aber auf einem schrecklichen Level von Schmerz, Trauer und Sorge." Die Gesamtzahl der Infektionen liegt in New York inzwischen bei 195.031.

Jetzt das Virus auch das Umfeld des US-Präsidenten erreicht. Donald Trump muss nämlich um einen Freund trauern. Der bekannte Immobilienmogul Stanley Chera erlag im Alter von 78 Jahren dem gefährlichen Virus in New York. Das berichtet CNN unter Berufung auf eine der Familie nahestehenden Quelle. Chera und Trump verband eine jahrelange Freundschaft. Trump selbst bezeichnete ihn im vergangenen Jahr den "größten Bauherren und Immobilienmakler der Welt". Und Chera hatte auch viel für Trump über. 2016 spendete er seinem Wahlkampf stolze 400.000 US-Dollar.

US-Experte: Pandemie-Höhepunkt in den USA diese Woche

Der Chef des Zentrums für Seuchenkontrolle in den USA, Robert Redfield, rechnet in dieser Woche mit dem Höhepunkt der Corona-Pandemie in den USA. "Wir nähern uns genau jetzt der Spitze", sagte der Behördenleiter am Montag dem Sender NBC. "Du weißt, du warst auf dem Höhepunkt, wenn es am nächsten Tag weniger Fälle gibt."

In den USA sind nach Reuters-Zählung mittlerweile über 22.000 Menschen an Covid-19 gestorben, mehr als in jedem anderen Land der Welt. Am Sonntag starben 1.513 Menschen. Das war der geringste tägliche Zuwachs, seit am 6. April 1.309 Tote gezählt wurden.

Die US-Regierung erwägt, am 1. Mai erste Kontakt- und Bewegungseinschränkungen zu lockern. Das wären dann auch die ersten Schritte, um die US-Wirtschaft nach dem erzwungenen Stillstand vieler Bereiche wieder hochzufahren. US-Präsident Donald Trump betonte am Montag mit Blick auf Warnungen vor einer übereilten Aufhebung der Schutzmaßnahmen, es sei an ihm, über eine Rückkehr zur Normalität in der Industrie zu entscheiden. Dies sei nicht Aufgabe der Gouverneure der Bundesstaaten. Die Entscheidung werde rasch fallen, kündigte er an.

Unterdessen bremsten sich Republikaner und Demokraten im Streit über Hilfsmaßnahmen für kleine Unternehmen gegenseitig aus. Den Demokraten geht das 250 Milliarden Dollar umfassende Hilfspaket im Gegensatz zu den Republikanern nicht weit genug. Vergangenen Monat hatten die USA bereits Billionen-Hilfen zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie beschlossen.

 



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