Antiamerikanische Proteste in Pakistan

Pakistan

US-Drohnenangriff tötet 41 Menschen

Die Opfer sollen Taliban-Kämpfer sein.

Bei einem der schwersten US-Drohnenangriffe der vergangenen Jahre sind im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan mehr als 50 Menschen getötet oder lebensgefährlich verwundet worden. Geheimdienstkreise sprechen von mindestens 41 getöteten Taliban. Etwa zwölf weitere Islamisten seien verwundet worden. Doch der Provinzgouverneur Masood Kausar erklärte, die Opfer seien Stammesälteste und Stammespolizisten.

Angriff auf Taliban-Haus
Die Drohnen hätten ein Haus unter Beschuss genommen, in dem sich Taliban-Kämpfer versammelt hätten, sagte ein Geheimdienstmitarbeiter, der anonym bleiben wollte. Vier Raketen seien auf das Gebäude in Data Khel abgefeuert worden. Das Gebäude sei schwer beschädigt; Taliban hätten das Gebiet abgeriegelt. Kausar, der Gouverneur der Region Khyber-Pakhtunkhwa, sprach dagegen von einer Versammlung von Stammesälteren und Khasadars, örtlichen Sicherheitskräften.

Tote bereits am Mittwoch
Erst am Mittwoch waren bei einem amerikanischen Drohnenangriff in dem Grenzgebiet fünf Menschen getötet worden. Die USA fordern von Pakistan seit langem, militärisch gegen die Extremisten im Grenzgebiet zu Afghanistan vorzugehen. Die Armee lehnt das unter Verweis auf andere Einsätze ab.

Schon 1000 Tote durch Drohnenangriffe
Nach pakistanischen Armeeangaben wurden bei US-Drohnenangriffen an der Grenze zu Afghanistan seit 2007 fast 1.000 Extremisten getötet. Unter ihnen waren demnach mehr als 170 radikal-islamische Ausländer aus arabischen Staaten und Mittelasien, die vermutlich Verbindungen zum Terrornetz Al-Kaida unterhielten.

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