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Serbien

20 Verletzte bei Explosionsserie

Bei einer Serie gewaltiger Explosionen in einem serbischen Munitionslager sind Donnerstag früh mindestens 20 Menschen verletzt worden.

Im Zentrum von Paracin, 150 Kilometer südlich von Belgrad, wurden mehrere Häuser teilweise schwer beschädigt. Über dem Militärgelände auf einem Hügel nahe der Stadt stiegen Flammen und eine Rauchwolke auf.

Krankenhausmitarbeiter erklärten, etwa 20 Menschen seien durch Glassplitter und herumfliegende Trümmer verletzt worden. Ein Patient habe einen Schock erlitten. Die Behörden schlossen Sabotage nicht aus. Die mindestens acht Explosionen wurden von einer kleineren Menge Sprengstoff ausgelöst, die außerhalb der Munitionslager hochging, wie Untersuchungsrichter Radomir Mladenovic erklärte.

3.500 Tonnen in die Luft geflogen
Innenminister Dragen Jocic sprach von einem gewaltigen Sachschaden. Seinen Angaben zufolge sind 3.500 Tonnen Sprengmittel explodiert. Umweltminister Aleksandar Popovic sagte, es bestehe nicht die Gefahr, dass Giftstoffe freigesetzt würden. Eine Frau berichtete, in der Stadt sei Panik ausgebrochen. "Es war schlimmer als bei den NATO-Bombardements", sagte sie mit Blick auf die Angriffe im Kosovo-Krieg 1999. Andere Bewohner erklärten, in der Stadt sehe es aus wie in einem Kriegsgebiet.

Die Behörden riegelten die Stadt ab und sperrten die Autobahn von Belgrad nach Nis, die an dem Stützpunkt vorbeiführt. Die zu dem Munitionslager gehörende Kaserne sei geräumt worden, teilte Verteidigungsminister Zoran Stankovic mit.

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