Mit 35 Regentagen in Folge hat Frankreich einen neuen Rekord aufgestellt.
So viele Regentage wie zwischen Mitte Jänner und Mitte Februar habe es seit Beginn der Aufzeichnungen 1959 nicht am Stück gegeben, teilte der Wetterdienst am Mittwoch mit. Wegen der starken Niederschläge gilt in vier Departements im Westen des Landes derzeit die höchste Warnstufe für Hochwasser. Ein Mann wird vermisst, der mit einem Kanu auf dem Fluss Loire unterwegs war und kenterte.
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Angesichts der starken Strömung und des kalten Wassers gebe es nur wenig Hoffnung, ihn zu finden, teilte die Präfektur des Departments Maine-et-Loire mit. Im westfranzösischen Bordeaux aktivierte der Bürgermeister erstmals seit 1999 den Notfallplan für die Stadt. Er sieht unter anderem zahlreiche Notunterkünfte für Menschen vor, die von Überschwemmungen betroffen sind. Nördlich von Bordeaux, am Zusammenfluss der Flüsse Dordogne und Garonne, gilt die höchste Flutwarnstufe. Die Wetterbehörde schließt nicht aus, dass das bisherige Rekordhochwasser von 7,05 Metern von 1999 übertroffen werden könnte. In der kommenden Nacht wird zudem ein weiterer Wintersturm namens Pedro erwartet.
Umweltminister Mathieu Lefèvre suchte mit einem Boot mehrere hochwassergeschädigte Bewohner des Ortes Saintes nördlich von Bordeaux auf, in dem zahlreiche Straßen bereits überflutet sind. "Wir haben es mit einem Phänomen außergewöhnlichen Ausmaßes zu tun", sagte er. Sobald das Wasser zurückgegangen sei, müsse daran gearbeitet werden, die Städte widerstandsfähiger zu machen "mit Blick auf Wetterereignisse, die aufgrund des Klimawandels voraussichtlich immer schlimmer und häufiger werden", sagte der Minister.