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Familien-Drama

5Jähriger am Heiligen Abend von Mutter erdrosselt

In Erfurt in Thüringen ist ein fünf Jahre alter Bub am Heiligen Abend von seiner Mutter getötet worden.

Die arbeitslose Verkäuferin habe nach einem Ehestreit ihren Sohn mit einem Tuch erdrosselt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Erfurt am Montag. Der kleine Marvin wurde kurz darauf von seinem Vater und seinen Großeltern tot in der Wohnung gefunden.

Die Großeltern riefen die Polizei, die in der Nacht auf ersten Weihnachtsfeiertag die Mutter wegen Verdachts auf Totschlag festnahm. Die 1977 geborene Frau gestand die Tat. Die Staatsanwaltschaft beantragte einen Haftbefehl.

Das Kind wurde noch am Montag obduziert. Es gebe klare Hinweise für ein Gewaltverbrechen, sagte die Staatsanwältin. Anhaltspunkte für eine längere Vernachlässigung des Kindes fanden die Ermittler aber nicht. Vor dem Familiendrama war es in der Wohnung zu einer Auseinandersetzung zwischen den Eltern des Buben gekommen. Danach ging der Vater zu seinen Eltern. Als er später zurückkehrte, fand er den toten Sohn.

Erst vor eineinhalb Wochen war im thüringischen Sömmerda ein Kind zu Hause qualvoll ums Leben gekommen. Der knapp zehn Monate alte Leon aus Sömmerda war verdurstet, weil seine 20 Jahre alte Mutter ihn und seine zwei Jahre alte Schwester tagelang alleine gelassen hatte. Auch in diesem Fall wird wegen Totschlags ermittelt.



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