Barbarei in Sahara

Al-Kaida tötet britische Geisel

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Großbritanniens Premier Brown verurteilt die Tötung als Barbarenakt.

Der nordafrikanische Al-Kaida-Flügel hat nach eigener Darstellung eine in der Sahara gefangen gehaltene britische Geisel getötet. Der Mann sei am 31. Mai getötet worden, nachdem eine zweite Frist zur Erfüllung der Forderungen der Organisation abgelaufen sei, hieß es am Mittwoch auf einer Internetseite von Al-Kaida nahestehenden Gruppierungen.

Die Organisation "Al-Kaida im islamischen Maghreb", hervorgegangen aus der fundamentalistischen GSPC ("Salafistische Gruppe für Predigt und Kampf"), hatte von der britischen Regierung die Freilassung des mutmaßlichen islamistischen Hasspredigers Abu Qatada verlangt, der in einem britischen Gefängnis sitzt. Großbritanniens Premierminister Gordon Brown verurteilte die Tötung als "barbarisch".

Die britischen Behörden betrachten Abu Qatada als "bedeutenden islamischen Terroristen" und verweisen auf 18 Videokassetten mit Predigten des Geistlichen, die in der deutschen Wohnung von drei der Attentäter des 11. September 2001 gefunden worden seien. Allerdings reichte das Belastungsmaterial nicht, um den Verdächtigen in Großbritannien vor Gericht zu stellen.

Ein spanischer Richter hat ihn als rechte Hand der Extremistengruppe Al-Kaida in Europa bezeichnet. Großbritanniens oberstes Gericht hat die Ausweisung Qatadas nach Jordanien genehmigt. In Jordanien wurde er im Zusammenhang mit Anschlägen aus dem Jahr 1998 in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt.

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