Die vier Astronauten der Artemis-Mission haben die ersten Fotos aus dem All geschickt. Diese zeigen die Erde.
Die US-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der Kanadier Jeremy Hansen sind derzeit auf der Reise zum Mond. Nun schickte die Crew die ersten Bilder aus dem All zur Bodenstation.
Die "Orion"-Kapsel ist aktuell auf dem Weg zum Mond. Nach dem Start der 98 Meter hohen Rakete Space Launch System (SLS) am Mittwoch umrundete die "Orion" zunächst die Erde. Dabei prüften die Astronauten die lebenswichtigen Systeme.
Auch Technologie aus Österreich an Bord
Die NASA setzt bei ihrem "Artemis"-Programm verstärkt auf Zulieferer aus der Privatwirtschaft. Die Schwerlastrakete SLS wurde von den US-Konzernen Boeing und Northrop Grumman entwickelt - und die Firma Magna aus Graz lieferte Hochdruckleitungen für die Flüssigtanks des "Space Launch System", mit dem die "Orion"-Kapsel gestartet wurde. Diese Kapsel baute Lockheed Martin. Angedockt an sie ist das "European Service Modul" (ESM), wobei Technologie des Wiener Hightech-Unternehmens TTTech die sicherheitskritische Datenkommunikation aller Lebenserhaltungs- und Steuerungssysteme sicherstellt.
Um den Auftrag für den Bau einer künftigen Mondlandefähre konkurrieren die Weltraumfirmen SpaceX und Blue Origin der Milliardäre Elon Musk und Jeff Bezos.
Das langfristige Ziel der "Artemis"-Missionen ist der Aufbau einer dauerhaften Mondstation. Von dort sollen Flüge zum Mars starten. Das gesamte Programm hat seit 2012 mindestens 93 Milliarden Dollar gekostet, schätzen Experten. Jeder Start der SLS schlage mit zwei bis vier Milliarden Dollar zu Buche.